Nørrebro

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Nørrebros zentrale Kreuzung Nørrebros Runddel.

Nørrebro (von „nørre brolagt landevej“ – „nördliche gepflasterte Straße“) ist einer von zehn Stadtbezirken in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Er liegt nordwestlich der Kopenhagener Seen.

Der Stadtbezirk umfasst die beiden Stadtteile Indre Nørrebro (dt. Inneres Nørrebro) und Ydre Nørrebro (Äußeres Nørrebro).

Nørrebro ist bekannt für einen verhältnismäßig hohen Anteil an Studenten, Einwanderern und sein multikulturelles Gepräge. Hauptstraße ist die Nørrebrogade, die auf einer Länge von ca. 2,5 Kilometer, von den Seen in der Stadtmitte bis zur Nørrebro Station, in nordwestlicher Richtung verläuft. Eine weitere bekannte Straße des Stadtteils ist die Elmegade, in deren unmittelbaren Umgebung viele Cafés, Bars, Restaurants und Plattenläden liegen. Der Platz St. Hans Torv ist bekannt für sein pulsierendes Nachtleben.

2012 wurde „Superkilen“ eröffnet, ein Ensemble öffentlicher Plätze, das der Begegnung der Bewohner dienen, den Erholungswert steigern und den multinationalen Charakter des Wohngebietes positiv unterstreichen soll. An dem Projekt war auch das deutsche Landschaftsarchitekturbüro Topotek1 beteiligt.

Zum Viertel zählt der bedeutende Friedhof Assistens Kirkegård.

Im 18. Jahrhundert lebten in Nørrebro vor allem Handwerker und Arbeiter, aber allmählich kamen auch Bürger und Beamte hinzu. Ab 1852 begann der große Bauboom. 1857 lebten hier 10.000 Menschen, 1901 waren es bereits 105.000. Um 1970 begannen umfangreiche Stadterneuerungsprojekte. Drohende Abrisse führten zu massiven Unruhen, und seit Anfang der 1980er Jahre war Nørrebro für wiederholte Krawalle bekannt, zuletzt 2006/07, als das alternative Jugendzentrum Ungdomshuset abgerissen wurde.[1]

In den vergangenen Jahren wurde Nørrebro in den Medien vor allem als sozialer Brennpunkt thematisiert. Einerseits wurde über zunehmende Gewaltdelikte von Migranten berichtet.[2] Jugendliche aus Einwandererfamilien beklagten im Gegenzug eine rassistische Behandlung durch die Polizei.[3] Das British Foreign & Commonwealth Office hatte britische Touristen damals zu besonderer Vorsicht in Nørrebro aufgefordert.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Alles gegen die Sekte Der Freitag, 7. September 2007.
  2. In Skandinavien häufen sich Übergriffe auf Juden Badische Zeitung, 18. März 2011
  3. Die Tageszeitung: Aufstand in Kopenhagens Migrantenvierteln - Gewalt gegen 'Zero Tolerance'. 18. Februar 2008.
  4. The Copenhagen Post: British travellers warned of Nørrebro violence vom 3. März 2009, abgerufen am 16. Mai 2013 im Internet Archive

55.69111112.548889Koordinaten: 55° 41′ 28″ N, 12° 32′ 56″ O