Nürburgring

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Nürburgring
Die grüne Hölle
Logo Nürburgring Circuit.svg

Adresse:
Nürburgring Boulevard 1
53520 Nürburg

Nürburgring (Deutschland)
Red pog.svg
DeutschlandDeutschland Nürburg, Rheinland-Pfalz, Deutschland
Streckenart: permanente Rennstrecke
Eigentümer: Capricorn (ab 1. Januar 2015)
Architekt: Gustav Eichler, Ravensburg
Baukosten: 8,1 Mill. Reichsmark
Baubeginn: 1. Juli 1925
Eröffnung: 27. Juni 1927
Austragungsort
Formel 1:
1951–1976 (mit Nordschleife)
seit 1984 (Grand-Prix-Strecke)
Zeitzone: UTC+1 (MEZ)
Nürburgring Gesamtstrecke
in dieser Variante seit 2002
Circuit Nürburgring-2013.svg
Streckendaten
Wichtige
Veranstaltungen:
1000 km (bis 1983); 24-Stunden-Rennen; VLN
Streckenlänge: 26 km (16,16 mi)
Höhenunterschied: 290 m (951,44 ft)
Kurven: 87
Kurvenüberhöhung: heute 2
Nürburgring Grand-Prix-Strecke
in dieser Variante seit 2002
Circuit Nürburgring-2013-GP.svg
Streckendaten
Wichtige
Veranstaltungen:
Formel 1; DTM; GP2; F3 Euroserie; Superbike-WM; 1000 km (ab 1984); GT1-WM; ADAC GT Masters
Streckenlänge: 5,148 km (3,2 mi)
Höhenunterschied: 55 m (180,45 ft)
Kurven: 16
Rekorde
Streckenrekord:
(Automobil)
1:29,468 min.
(Michael Schumacher, Ferrari, 2004)
www.nuerburgring.de

50.3355727686116.9475838541667Koordinaten: 50° 20′ 8″ N, 6° 56′ 51″ O

Nürburgring, Grand-Prix-Strecke (oben links ein Teil der Nordschleife)

Der Nürburgring ist eine Rennstrecke auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Adenau (Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz) in der Eifel, die am 18. Juni 1927 eingeweiht wurde. Die ursprünglich insgesamt bis etwa 28 km lange legendäre „Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke“ war in ihrer Urform bis 1982 in Betrieb.

1984 wurde im Bereich der Start-und-Ziel-Geraden und der Südschleife die zum damaligen Zeitpunkt „modernste und sicherste Grand-Prix-Strecke der Welt“ eröffnet.[1] Die damals 4,5 km lange GP-Strecke wurde direkt an die 20,8 km lange Nordschleife angebunden. Beide Teilstrecken können zu einem heutzutage 26 km langen Gesamtkurs zusammengefasst werden, dieser wird jedoch nur in abgeänderter Form für Rennen benutzt: Bei VLN-Rennen ohne die Müllenbachschleife (24,433 km), beim 24-Stunden-Rennen ohne die Mercedes-Arena (25,378 km). Der Nürburgring ist heute die längste permanente Rennstrecke der Welt. Weiterhin kann die Grand-Prix-Strecke in den Sprint-Circuit (kurze Variante) und den Müllenbach-Circuit (südlicher Teil der Strecke) unterteilt werden.

Im Zuge des Projekts Nürburgring 2009 wurde ab 2007 in rund zweijähriger Bauzeit ein großes Freizeitzentrum mit Achterbahn, Einkaufszentrum, Kneipenviertel, Hotel und Feriendorf in unmittelbarer Nähe der Rennstrecke errichtet.

Nachdem die Nürburgring GmbH im Sommer 2012 Insolvenz angemeldet hatte, wurde die Strecke zum 1. Januar 2015 an den Autoteilezulieferer Capricorn verkauft.[2][3][4]

Geschichte[Bearbeiten]

1904 bis 1925: Idee und Planung[Bearbeiten]

Im Jahr 1904 veranstaltete der Belgische Automobilclub ein Rundstreckenrennen in den Ardennen, in Italien wurde zur gleichen Zeit der Coppa Florio ausgetragen und in den USA wurde der Vanderbilt Cup veranstaltet. All diese Rennen waren sehr frequentiert und erfreuten sich erstaunlich hoher Beliebtheit, sodass am 17. Juni 1904 in Bad Homburg vor der Höhe das Gordon-Bennett-Rennen stattfand. Das Rennen, bei dem Fahrer aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, England, Italien und den USA teilnahmen, führte zu einer grundlegenden Erkenntnis in Deutschland: Der Motorsport ist populär und bringt auch finanziell große Erfolge, kann aber aus Aspekten der Sicherheit der Fahrer und Zuschauer und aus logistischen Gründen nicht mehr auf deutschen Landstraßen ausgetragen werden. Daher wurde schnell klar, dass man in Deutschland eine vom Straßenverkehr unabhängige Strecke braucht, auf der auch die deutschen Automobilhersteller ihre Modelle erproben können.

Kaiser Wilhelm II. ließ daraufhin Pläne für eine Rennstrecke ausarbeiten, die für diese Anforderung geeignet war. Schnell kristallisierte sich die Eifel als bestgeeigneter Ort für solch eine Strecke heraus: Sie verfügte über eine niedrige Besiedlung, über Hochflächen und Täler sowie einige große ebene Flächen. Die extremen Steigungen und Gefälle waren ideale Voraussetzungen für eine Rennstrecke mit großen Höhenunterschieden. Nach 1907 verlor der Motorsport jedoch schnell wieder an Popularität und die Planungsarbeiten am Projekt wurden eingestellt.[5]

Nach dem Ersten Weltkrieg erlebte das Automobil in Deutschland einen erheblichen Aufschwung; die Zahl der Automobil- und Motorradfabriken stieg schnell an. Die zunehmende Motorisierung in Deutschland sorgte für eine Renaissance des Motorsports. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) und der Automobilclub von Deutschland (AvD) förderten den Motorsport, sodass in Deutschland immer mehr Motorsportveranstaltungen stattfanden und sich immer mehr Menschen dem Motorsport verschrieben. Der Wunsch nach einer geeigneten Rennstrecke kam wieder auf. Also wurden die Pläne von 1907 wieder aufgegriffen.

Als Standort für die neue Rennstrecke wurde erneut die Eifel ausgewählt. Neben den oben angesprochenen geographischen Vorteilen beachtete man für die Standortauswahl einen weiteren Punkt: Die Eifel war auch nach dem Ersten Weltkrieg eine sehr strukturschwache Region mit geringer Industrialisierung (die ansässige Tabak- und Tuchindustrie spielte kaum mehr eine Rolle), Ackerbau konnte in der Eifel wegen steiniger Böden in nur geringem Umfang betrieben werden. Somit kamen die Planer zur Erkenntnis, dass der Bau einer Autotrasse in der Eifel eine Verbesserung der Wirtschafts- und Infrastruktur bewirken könnte.[6]

Bevor der Bau beschlossen wurde, führte der ADAC-Rheinland das 1. Eifelrennen durch. Auf einer 33 km langen Rundstrecke bei Nideggen fanden am 15. Juli 1922 Rennen in vier Tourenwagen- und fünf Motorradkategorien statt. Insgesamt 134 Fahrer nahmen teil. Dieses erste Eifelrennen besuchten etwa 40.000 Zuschauer, wodurch die Entscheidung, einen Rennkurs zu bauen, gefördert wurde. Der ADAC Gau Rheinland nahm die Planung in die Hand.

Mitte des Jahres 1923 nahm der ADAC Verhandlungen mit der Stadt Münstereifel auf. Dort hatte man den Stadtwald als Gelände angeboten. Die Realisierung scheiterte jedoch, da die zur Finanzierung der Trasse erforderlichen Kredite nicht bewilligt wurden.

Im Rahmen des 2. Eifelrennens, das in der Zeit vom 17. bis 19. Juli 1924 stattfand, kam es zu einer entscheidenden Unterhaltung zwischen Hans Weidenbrück, Pächter der Nürburger Gemeindejagd, Xaver Weber, Kreistagsmitglied von Adenau und Hans Pauly, Gemeindevorsteher von Nürburg. Bei der Diskussion über die während eines Rennens drohenden Gefahren für Fahrer und Zuschauer erinnerte Weidenbrück an die im Jahr 1907 begonnenen, aber nicht beendeten Planungen zum Bau einer Rennbahn. Er trug die Vorteile des Gebiets in der Gegend zwischen Adenau und Mayen zusammen, stellte sie in Kontrast zum aktuellen Austragungsort des Eifelrennens um Nideggen und wurde daraufhin beauftragt, seinen Plan dem ADAC in Köln vorzutragen. Nach einer ersten Besprechung zwischen dem ADAC und Weidenbrück gründete Letzterer einen eigenen Automobilclub, dessen einziger Zweck es war, den Bau der Rennstrecke im Westen Deutschlands in die Tat umzusetzen. Vorsitzender dieses Clubs wurde Otto Creutz, der neugewählte Landrat des Kreises Adenau.[6]

1925 bis 1927: Die Bauphase[Bearbeiten]

Es verging kein Monat, bis beim ADAC erneut über den Bau einer Rennstrecke nachgedacht wurde, dieses Mal jedoch sehr intensiv. Nach diesem Treffen begann Creutz nun, das Konzept zum Bau dieser Rennstrecke zu entwickeln. Die in sich geschlossene „endlose“ Rennstrecke sollte ihm zufolge auch um die Nürburg führen. Ein wichtiges Detail wurde vom ADAC dabei von Beginn an berücksichtigt und in die Überlegungen eingebunden: Die Rennstrecke sollte keine Verbindung zum öffentlichen Straßennetz haben, dennoch sollte nach den Wünschen Creutz’ ein gewisser „Landstraßencharakter“ entstehen.[7] Dabei wurde jedoch nicht aus den Augen verloren, dass die neue Rennstrecke auch eine Teststrecke für Fahrzeugerprobungen werden sollte. Daher sollten möglichst viele Eigenschaften von europäischen Landstraßen simuliert werden, so zum Beispiel langgezogene Streckenabschnitte für das Testen hoher Geschwindigkeiten sowie kurvenreiche Steigungen (insgesamt waren mehr als 170 Kurven geplant) mit Gradienten von bis zu 17 Prozent.

Gedenkstein Grundsteinlegung am 27. September 1925 für Landrat Otto Creutz
Die Nürburg als Namensgeber für die Autorennstrecke

Am 15. April 1925 traf Creutz sich – unterstützt vom Zentrum – mit Vertretern des Preußischen Wohlfahrtsministerium und des Reichsverkehrsministeriums in Berlin. Er legte die Wichtigkeit des Baus der Rennstrecke im „ärmsten Kreis im Lande Preußen“ dar und bezeichnete sie als „Notstandsmaßnahme im Rahmen der produktiven Erwerbslosenfürsorge“[8]

Danach war der Bau der Strecke endgültig beschlossen. Die Kosten wurden mit 2,5 Mill. Reichsmark kalkuliert. Ende April 1925 begannen die Vermessungsarbeiten, nachdem zuvor schon kleinere Arbeiten am geplanten Streckenverlauf durchgeführt worden sind. Am 20. Mai 1925 bestätigte Johannes Fuchs das Baugelände, am 13. Juni des gleichen Jahres wird das Ingenieurbüro Gustav Eichler, Ravensburg, beauftragt, die Bauleitung zu übernehmen. Drei Tage später werden die offiziellen Pressemitteilungen an die deutsche Sportpresse verteilt. Dieses veröffentlichte bereits am 24. Juni den Lageplan und die Bauentwürfe. Das Ingenieurbüro fertigte einen Kostenvoranschlag in Höhe von 4 Mill. Reichsmark an. Unberücksichtigt blieben dabei die Aufwendungen für die erforderlichen Hochbauten, da diese Arbeiten nicht zu den Notstandsarbeiten gehörten und dementsprechend nicht mit Steuermitteln finanziert werden durften.

Die Planungen für die Rennstrecke sahen wie folgt aus: Die Gesamtlänge der Strecke sollte 28,3 Kilometer betragen. Dabei wurden verschiedene Streckenführungen entworfen. Der längste Streckenteil war die Nordschleife mit einer Länge von 22,8 Kilometern. Daneben wurden auch die Strecken der Südschleife mit einer Länge von 7,7 Kilometern und der Start- und Zielgeraden (2,2 Kilometer) festgelegt. Die längste Gerade sollte 2,6 Kilometer lang sein und bis zum Tiergarten reichen. Die durchschnittliche Breite der Bahn wurde mit acht Metern angesetzt. Die Streckenführung sollte Gefälle von elf Prozent und Steigungen bis 17 Prozent aufweisen; daneben wurde eine Steilstrecke entworfen, die eine Steigung bis zu 27 Prozent besaß. Darüber hinaus wurde ein zweistöckiges Start- und Zielhaus sowie eine Boxengasse mit 50 Boxen für die Teams geplant. Diese Zahlen sind teilweise heute noch aktuell.

Die Arbeiten an der neuen Rennstrecke begannen am 1. Juli 1925, obwohl die erforderliche Baugenehmigung erst Anfang August erteilt wurde. Am 13. August erklärte das Preußische Wohlfahrtsministerium die Bauten dann auch formell zu großen Notstandsarbeiten[7].

Der Landkreis Adenau konnte nicht die benötigte Anzahl an Arbeitern aufbringen. Also wurden Arbeitskräfte aus den Regierungsbezirken Koblenz und Köln nach Adenau gebracht. Zur Unterbringung dieser Arbeiter wurden Baracken errichtet.

Am 27. September fand die offizielle Grundsteinlegung statt, die von Johannes Fuchs durchgeführt wurde. Im Rahmen dieses offiziellen Baubeginns bekam die Rennstrecke den vom Regierungspräsidenten Francis Kruse vorgeschlagenen Namen Nürburgring. Als Namensgeber diente die Burgruine Nürburg bzw. die gleichnamige Ortschaft, die ebenso wie Quiddelbach, Herschbroich und Breidscheid innerhalb der heute 20,8 Kilometer langen Nordschleife liegen.

Zu Beginn des Jahres 1926 waren über 2.100 Bauarbeiter beschäftigt, zu Höchstzeiten arbeiteten sogar 2.500 Menschen an der Fertigstellung. Insgesamt leisteten sie etwa 784.500 Tagewerke, bewegten 152.097 m³ Erdreich, 184.693 m³ Gestein und verarbeiteten 11.119 m³ Beton.

Im April 1926 erschien bereits vor Fertigstellung des Baus der Rundstrecke die erste Ausgabe einer Zeitschrift namens Nürburgring. Sie wurde mit einer Auflage von 12.000 Exemplaren gedruckt.[9]

Die ersten Fahrten auf fertiggestellten Abschnitten des Nürburgrings wurden am 28. August vom ADAC Adenau durchgeführt. Zur selben Zeit musste die Baukostenplanung von zuvor 5 Mill. Reichsmark auf etwa 8,1 Mill. Reichsmark nach oben korrigiert werden.

Streckenführung ab 1927[Bearbeiten]

1927 bis heute[Bearbeiten]

Bugatti T37A aus dem Eröffnungsrennen des Nürburgrings 1927
Bernd Rosemeyer im Jahr 1937 auf Auto Union Typ C auf dem Nürburgring

Bereits zwei Jahre nach Baubeginn konnte der Nürburgring eröffnet werden.

Der erste Geschäftsführer des Nürburgrings war ab 1927 Alex Döhmer aus Köln. Die Premiere war am Samstag, 18. Juni 1927 mit dem Eifelrennen für Motorräder über den Gesamtkurs mit 28 km bzw. ein Tag später mit einem Automobil-Rennen, das Rudolf Caracciola gewann. Dieser befand die erste Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke mit ihren vielen Kurven, Gefällen und Sprunghügeln als bärig schwer.

Von Anfang an konnte die Strecke auch abends oder an rennfreien Wochenenden gegen Gebühr von jedermann mit einem Straßenfahrzeug befahren werden.

Der Kurs gilt in der klassischen 22,8 km langen Nordschleifen-Variante bis heute als eine der schwierigsten Grand-Prix-Strecken der Welt. Jackie Stewart bezeichnete die von Wald und Hecken umgebene Berg-und-Tal-Bahn als grüne Hölle. Der Höhenunterschied zwischen den Streckenabschnitten bei Breidscheid einerseits und der Hohen Acht bzw. der Nähe von Nürburg andererseits beträgt fast 300 Meter.

Zudem gab es die weniger bekannte, 7,7 km lange Südschleife, die durch die Gemarkung Müllenbach führte. Die Möglichkeit, beide zu einem etwa 28 km langen Kurs zu verbinden, wurde ab 1931 nur noch selten genutzt, wie etwa bei dem 84-stündigen Marathon de la Route in den 1960er-Jahren. Es wurden auch Sprintrennen auf dem nur 2,2 km langen Kurs um den Start-Ziel-Bereich herum veranstaltet (der Start-und-Ziel-Schleife oder Beton-Schleife), der auch zum Aufwärmen bzw. zum Starten der Stoppuhr vor einer Trainingsrunde über die volle Strecke diente.

Bereits 1928 verunglückte mit Čeněk Junek ein bekannter Fahrer tödlich, dem in den 1930er-Jahren weitere folgten. Mit dem Argentinier Onofre Marimón verunglückte 1954 erstmals ein Formel-1-Fahrer auf dem Nürburgring tödlich. Beim Großen Preis von Deutschland 1958 starb der Brite Peter Collins. Einige Tage nach dem Grand Prix 1966 starb der Fahrer John Taylor an den bei seinem Unfall erlittenen Brandverletzungen. Gerhard Mitter nahm 1969 mit einem Formel 2 von BMW am Training der Formel 1 teil und verunglückte am Schwedenkreuz tödlich. Die enge Strecke mit Hecken an vielen Stellen unmittelbar am Fahrbahnrand geriet seit Ende der 1960er-Jahre angesichts der immer schnelleren Fahrzeuge zunehmend in die Kritik. Im Jahr 1970 erwirkten die Formel-1-Fahrer kurzfristig einen Boykott, woraufhin der Große Preis von Deutschland vorübergehend auf dem Hockenheimring ausgetragen wurde. Dieser Hochgeschwindigkeitskurs war nach dem tödlichen Unfall von Jim Clark 1968 umgebaut worden, wobei insbesondere Schutzplanken zum Einsatz kamen, die am dreimal so langen Nürburgring noch fehlten.

Nach Umbauarbeiten auf der Nordschleife 1970/71 kehrte die Formel 1 für zweimal drei Jahre in die Eifel zurück, wobei allerdings jeweils weitere Umbaumaßnahmen verlangt wurden. Bedingt durch die Hanglage konnten an vielen Stellen jedoch keine der geforderten breiten Auslaufzonen angelegt werden, da dies enorme Erdbewegungen erfordert hätte. Zudem hatten die Ambulanzen bei Unfällen immer kilometerlange Wege zurückzulegen. Die kürzere Südschleife wurde nicht umgebaut und ab Mitte der 1970er-Jahre gar nicht mehr für Rundstreckenrennen benutzt. Dafür fanden mehrere Bergrennen mit Start in Müllenbach statt.

So stand schon vorher fest, dass die Formel 1 aufgrund dieser Sicherheitsmängel ihren letzten Lauf auf dem Nürburgring am 1. August 1976 austragen würde. Dieses Rennen wurde dann zusätzlich vom schweren Feuerunfall Niki Laudas überschattet, der aber nicht, wie immer noch häufig und gerne kolportiert wird, ursächlich für die endgültige Verlegung des Formel-1-Rennens nach Hockenheim war.

Die Motorrad-Weltmeisterschaft trug zuletzt 1980 einen Grand Prix auf der Nordschleife aus. Andere Rennserien wie Formel-2-EM, Deutsche Rennsport-Meisterschaft (DRM), ADAC-1000-km-Nürburgring, Sportwagen-Weltmeisterschaft usw. konnten ihre Wettbewerbe noch – trotz großer Bedenken – bis 1983 durchführen, während der laufenden Umbauarbeiten allerdings auf einem auf 20,8 km verkürzten Kurs mit einer provisorischen Boxenanlage.

Streckenführung 1967–1983[Bearbeiten]

Die neue Grand-Prix-Strecke[Bearbeiten]

Nachdem die Formel 1 ab 1977 nur noch in Hockenheim fuhr und andere internationale Serien auch abzuwandern drohten, wurden die möglichen Optionen diskutiert. Die Wahl fiel letztendlich auf eine aus Kostengründen nur etwa 4,5 km lange, moderne Rennstrecke, die nur noch die Start- und Zielgerade mit der alten Rennstrecke gemeinsam hatte. Die ursprüngliche Südschleife wurde aufgegeben und in öffentlichen Verkehrsbereich umgewidmet bzw. zu Zufahrtswegen zu Parkplätzen verwendet. Die verkürzte Nordschleife samt der kleinen Boxenanlage von 1983 besteht weiterhin; sie kann weitgehend unabhängig vom Betrieb auf der benachbarten Grand-Prix-Strecke benutzt werden, zum Beispiel von der RCN und GLP.

Rennen zur Eröffnung der Grand-Prix-Strecke am 12. Mai 1984

1984 wurde die Grand-Prix-Strecke mit ihren breiten Auslaufzonen mit einer live im deutschen Fernsehen übertragenen Veranstaltung eingeweiht. Das erste auf der neuen Strecke ausgetragene Rennen war ein Schaurennen mit 20 identischen Mercedes-Benz 190 E 2.3-16-Tourenwagen, bei dem viele hochkarätige Rennfahrer der damaligen Zeit antraten, darunter neun ehemalige Formel-1-Weltmeister: Jack Brabham (1959, 1960, 1966), Phil Hill (1961), Denis Hulme (1967), James Hunt (1976), Alan Jones (1980), Niki Lauda (1975, 1977 - der Titel von 1984 lag zu diesem Zeitpunkt noch in der Zukunft), Keke Rosberg (1982), Jody Scheckter (1979) und John Surtees (1964). Weitere aus der Formel 1 bekannte Namen waren Elio de Angelis, Jacques Laffite, Stirling Moss, Alain Prost, Carlos Reutemann und John Watson. Sieger wurde jedoch der damals noch wenig bekannte brasilianische Formel-1-Neuling Ayrton Senna, der den ursprünglich für seinen Landsmann Emerson Fittipaldi vorgesehenen Wagen übernommen hatte und dem es als einzigem gelang, sich nicht von dem ohne Training aus der letzten Reihe gestarteten Niki Lauda überholen zu lassen[10].

Im Winter 1994 und im Mai 1997 wurde die Veedol-Schikane (später NGK-Schikane) umgebaut. Diese engere Streckenführung verringert die Geschwindigkeit der Fahrzeuge deutlich. Darüber hinaus wurde hier eine gesonderte Streckenführung für Motorradrennen eingerichtet.

2002 wurde die Strecke mit dem Bau der Mercedes-Arena auf etwa 5,1 km erweitert. Zudem wurde 2000 die Boxenanlage komplett neu gebaut, mit insgesamt 33 Garagen, die mehrere Meter hoch sind und sich so auch für Trucks eignen.

Die Formel 1 trug 1984 und 1985 nochmal zwei Rennen auf dem neuen Nürburgring aus, aber ab 1986 fand der Große Preis von Deutschland wieder auf dem Hockenheimring statt. Im Gegenzug wechselte die Motorrad-Weltmeisterschaft in den 1990ern für einige Läufe von Hockenheim in die Eifel, fährt aber seit 1998 am Sachsenring.

Von 1995 bis 2006 fand jährlich ein zweites Formel-1-Rennen in Deutschland statt, das als Grand Prix von Europa bezeichnet wurde (1997 und 1998 als Großer Preis von Luxemburg, da der Europa-Grand-Prix 1997 als Saisonabschluss in Jerez [Spanien] und 1998 gar nicht ausgetragen wurde). Die Distanz betrug nach dem Umbau 2002 jeweils 60 Runden bzw. 308,863 km.

2006 wurde bekannt, dass Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone trotz bestehender Verträge mit beiden Rennstrecken ab 2007 nur noch einen Grand-Prix-Lauf pro Jahr in Deutschland zulassen wollte, jeweils im jährlichen Wechsel auf dem Hockenheim- und Nürburgring. Der deutsche Grand Prix 2007 wurde auf dem Nürburgring als Großer Preis von Europa ausgetragen, einen Großen Preis von Deutschland gab es in diesem Jahr nicht. Da die Namensrechte dafür beim Automobilclub von Deutschland liegen, fand dieser Grand Prix erst wieder 2008 auf dem Hockenheimring statt.

Im Januar 2007 warf der rheinland-pfälzische Rechnungshof den Rennstreckenbetreibern Missmanagement vor. Die Formel-1-Veranstaltungen 2004 und 2005 hätten jeweils rund 9 Millionen Euro Verlust erwirtschaftet. Der von Bernie Ecclestone kontrollierten Firma Formula One Administration Ltd. (FOA) seien dabei jährlich etwa 16 Millionen Euro Antrittsgeld gezahlt worden. Die Gesamtkosten pro Grand Prix würden jährlich um etwa 10 Prozent steigen.[11]

Enthüllung des „Michael-Schumacher-S“ durch Michael Schumacher und Bernie Ecclestone.

Am 25. März 2007 teilte der Nürburgring-GmbH-Geschäftsführer Walter Kafitz mit, dass die „Shell“-S-Kurve zwischen Dunlop-Kehre und Kumho-Kurve (Nr. 11) in Michael-Schumacher-S umbenannt werden sollte. Schumacher kam persönlich zur Taufe der Kurve am 22. Juli 2007 im Rahmen des Großen Preises von Europa an die Strecke.[12]

Aber auch diverse Motorrad-, Truck-, Oldtimer- und DTM-Rennen sowie einige Markenpokale sind auf dem GP-Kurs des Nürburgrings zu Hause. Ebenso fahren alle Einsitzer-Serien sowie GT-Rennwagen und Sportwagen nur auf der „sicheren“ Variante. Trotzdem erlitten einige Piloten im Lauf der Jahre auch dort schwere oder gar tödliche Verletzungen, was aber kaum dem Zustand der Rennstrecke anzulasten war. Seit der Saison 2008 wird der deutsche Lauf zur Superbike-Weltmeisterschaft auf dem Nürburgring ausgetragen.

Streckenführung ab 1984[Bearbeiten]

Mögliche Streckenvarianten[Bearbeiten]

Start-und-Ziel-Gerade und Boxengasse des Nürburgrings.(Der schnurgerade Streckenabschnitt erscheint auf dem Bild aus fototechnischen Gründen gebogen.)

Sonstige Rennen[Bearbeiten]

In Verbindung mit der 20,8 km langen Nordschleife können bis zu 25,9 km lange Varianten kombiniert werden, auf denen Tourenwagen mehrstündige VLN-Langstreckenrennen austragen und zudem das 24-Stunden-Rennen. Hier befinden sich bis zu 190 Autos unterschiedlicher Modifikationsgrade, Hubraum- und Antriebsklassen gleichzeitig im Rennen, wobei sich rund 700 Fahrer (Amateure und Profis) an den Lenkrädern ablösen.

Eine der wichtigsten Veranstaltungen der europäischen Oldtimer-Szene mit bis zu 30.000 Besuchern findet jedes Jahr Anfang August statt, der AvD-Oldtimer-Grand-Prix.[13] Auf der Grand-Prix-Strecke werden Rennwagen aus verschiedenen Epochen zu Renn- und Gleichmäßigkeitsläufen bewegt. Parallel dazu treffen sich viele Oldtimer-Clubs auf den Parkplätzen rund um den Nürburgring.

Abends und an Sonntagen kann jedermann gegen eine Gebühr mit seinem Straßenfahrzeug auf der Nordschleife fahren. Genutzt wird die gesamte Strecke auch für Sportfahrerlehrgänge, bei denen Rennfahreraspiranten und Rennsport-Interessierte die Ideallinie auf dem Ring erlernen können, für Testfahrten der Automobil-Industrie und der Presse sowie für vieldiskutierte Rekordrunden.

Nürburgring-Kartbahn von 1984-2001

Im Bereich der Müllenbach-Schleife im südlichen Teil der GP-Strecke gab es neben dem normalen Asphaltkurs noch zusätzliche Schotterpassagen, wodurch hier vom ADAC (Regional-Club Nordrhein) von 1991 bis einschließlich 1997 auch Rallycross-Rennen organisiert werden konnten. Als internationale Prestige-Wettbewerbe dieser Disziplin dürfen die FIA Internations-Cup-Rennen (ein Rallycross-Europapokal für Nationalmannschaften) der Jahre 1992 und 1993 angesehen werden. Außerdem fand in diesem sogenannten Rallycross-Stadion Müllenbachschleife im Jahre 1989 das zweite Race of Champions der Automobilsport-Geschichte statt.

Wertungsprüfungen der Rallye Köln-Ahrweiler führen alljährlich über die Reste der Südschleife sowie in umgekehrter Fahrtrichtung über die Nordschleife.

Außerdem gab es Bergrennen mit Start in Müllenbach, dem tiefsten Punkt der Südschleife. Gefahren wurde entgegen der üblichen Richtung hoch zu Start und Ziel. Da dann die Rückführung weiter im Kreis zurück nach Müllenbach führte, war ein unterbrechungsloser Betrieb möglich. Solche Bergrennen konnten innerhalb eines Tages mit allen Trainings- und Wertungsläufen durchgeführt werden.

Bis 2002 bestand neben dem Fahrerlager eine 1.300 m lange Kart-Strecke. Auf diesem Gelände wurde die Mercedes-Arena errichtet bzw. Flächen für ein erweitertes Fahrerlager asphaltiert.

Andere Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Bekannt ist auch das Musikfestival Rock am Ring, das bis 2014 jährlich im Fahrerlager-Bereich auf dem Nürburgring stattfand. Zu diesem mehrtägigen Rock-Event kamen jedes Jahr rund 80.000 Besucher. 2013 wurde bei dem ausverkauften Festival mit über 87.000 Besuchern ein neuer Rekord verzeichnet. Nach einem neuen Veranstaltungsort wird gesucht.
  • Die Nordschleife ist außerdem seit 1978 Austragungsort des Nürburgring-Laufs, der inzwischen zusammen mit verschiedenen Radsport-Veranstaltungen (unter anderem ein 24-Stunden-Radrennen) das Event Rad & Run am Ring bildet.
  • Auf dem Nürburgring fand außerdem schon dreimal die UCI-Straßen-Weltmeisterschaften statt, in den Jahren 1927, 1966 (Weltmeister Rudi Altig) und 1978.
  • Seit 2003 findet die Radsportveranstaltung Rad am Ring auf der Nordschleife und im Gelände zwischen dem Start- und Zielbereich und der Nürburg statt. Im Jahr 2012 nahmen daran über 5.000 Radsportler im Rahmen von Rennrad und Mountainbike-Rennen teil. Gestartet wird als Einzelfahrer, in 2er-, 4er- und 8er-Teams bei einem 24-Stunden- oder Jedermann-Rennen, oder beim Tourenfahren.
  • Seit 2011 findet der Fisherman's Friend StrongmanRun rund um den Nürburgring statt. Bei dem Hindernislauf, der dem englischen Vorbild Tough Guy Race ähnelt, nehmen jährlich rund 13.000 Läufer teil. Im Jahr 2014 umfasste die Strecke 2 Runden à 12 km mit 17 Hindernissen pro Runde.
  • Ab Juni 2015 wird das jährliche Festival Grüne Hölle stattfinden. Es wird von der Deutschen Entertainment AG veranstaltet und löst damit Rock am Ring ab.[14]

Nürburgring 2009[Bearbeiten]

Das Eifeldorf Grüne Hölle am Nürburgring

Unter dem Projektnamen Nürburgring 2009 wurden ab 22. November 2007[15] das Erlebniswelt-Gebäude sowie der anschließende Parkplatz abgerissen und das Umfeld des Nürburgrings um- und ausgebaut. An Stelle der gesprengten Haupttribüne T3 gegenüber den Boxen entstand eine neue Haupttribüne mit Platz für 5.000 Personen. Im oberen Teil der Tribüne wurde eine VIP-Lounge für 600 Personen eingerichtet. Ein wesentlicher Teil dieses Tribünengebäudes wurde für Büros der Verwaltung des Nürburgrings verwendet. Sie sind durch eine aufwändige Schallschutzverglasung in Richtung der Rennstrecke abgeschirmt. Bis dahin war die Verwaltung in den aus der Anfangszeit der Rennstrecke stammenden Häusern A und B an der Bundesstraße 258 untergebracht.

Bis Sommer 2009 entstand zwischen der Bundesstraße und der Start-Ziel-Gerade eine Erlebnismeile, der sogenannte ring°boulevard. Dort sind Ladenlokale führender Automobilhersteller und Zulieferer angesiedelt worden. Des Weiteren wurde der Boulevard mit einer 4.000 m² großen Halle mit 4.500 Sitzplätzen, zusätzlich zum bestehenden Dorint-Hotel einem neuen 4-Sterne-Hotel (Lindner Hotels AG, an der Tribüne T4) und einem Indoor-Themenpark ergänzt. Jenseits der Bundesstraße entstand mit dem Eifeldorf eine Ansammlung von Restaurants und Discotheken. Bei Meuspath wurde ein Motorsport-Feriendorf eingerichtet, das zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten in rund 100 Ferienhäusern bietet.

Der ring°racer entlang der Start- und Zielgeraden

Die offizielle Eröffnung des „neuen Nürburgrings“ fand am 10. Juli 2009 statt, ein Großteil der neuen Attraktionen war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht in Betrieb. Die größte Attraktion sollte der sogenannte ring°racer werden – eine Achterbahn, deren Besonderheit die enorme Beschleunigung am Start ist. Der Launch Coaster wird mit Luftdruck beschleunigt. Sie wurde symbolisch beim Großen Preis mit Prominenten[16] eröffnet. Nachdem es während der Testfahrten im Sommer 2009 zu zwei Explosionen mit Verletzten kam, wurde das Fahrgeschäft nicht in Betrieb genommen.[17] Erst am 31. Oktober 2013 wurde der Vollbetrieb aufgenommen.[18] Jedoch wurde bereits am 3. November 2013 der Fahrbetrieb wieder vollständig eingestellt.

Das Projekt Nürburgring 2009, in das rund 350 Millionen Euro aus Steuergeldern flossen[19], führte im Sommer 2009 zum Rücktritt des rheinland-pfälzischen Finanzministers und Aufsichtsratschef der Nürburgring GmbH, Ingolf Deubel. Ab dem 16. Oktober 2012 lief gegen ihn ein Prozess vor dem Landgericht Koblenz, da ihm Untreue im Zusammenhang mit der gescheiterten Privatfinanzierung des Freizeitparks vorgeworfen wird. Am 16. April 2014 wurde er wegen Untreue und uneidlicher Falschaussage im Untersuchungsausschuss des Landtags Rheinland-Pfalz zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt.[20][21]

Am 16. September 2009 startete im Landtag ein aufwändiger Untersuchungsausschuss, der die Verantwortlichkeiten der gescheiterten Privatfinanzierung offenlegen sollte. Ein am 2. Dezember 2009 von der Landesregierung Rheinland-Pfalz vorgestelltes Zukunftsprojekt sah die Teilung in eine Betriebs- und eine Betreibergesellschaft vor, der Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH, Walter Kafitz wurde entlassen. Die Teilung in Betriebs- und Betreibergesellschaft geschah zum 2. Mai 2010, sowohl die beiden Rennstrecken (Nürburgring und Nordschleife) als auch die neu geschaffene Erlebniswelt inklusive der beiden neuen Hotels und des neuen Ferienparks in Drees werden seitdem durch die neugegründete Nürburgring Automotive GmbH betrieben. Diese gehört zu je 50 Prozent der Lindner Hotels AG und dem Immobilienentwickler Mediinvest.[22] Die Nürburgring GmbH besteht seit diesem Zeitpunkt weiterhin als reine Besitzgesellschaft, die zu 90 Prozent dem Land Rheinland-Pfalz gehört. Diese besitzt und verwaltet seitdem alle Immobilien des Freizeit- und Geschäftszentrums.[23]

Panorama vom Haupteingang des Nürburgrings
Außenansicht der neuen Gebäude des Projektes Nürburgring 2009
mit Lindner-Hotel, ring°racer, Warsteiner Event-Center, ring°arena, ring°boulevard und ring°werk (von links nach rechts)

Kritik[Bearbeiten]

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hatte immer wieder betont, das Projekt werde den Steuerzahler keinen Euro kosten.[24] Als Berater wurden die Macher des gescheiterten Space Park Bremen engagiert. Bei der Suche nach Investoren wurden dubiose Finanzvermittler beauftragt und unter anderem zum Beweis der Liquidität des Bundeslandes Rheinland-Pfalz eine Summe von 95 Millionen Euro nach Liechtenstein überwiesen. Nachdem kein Investor gefunden wurde, wurde die gesamte Investition zumindest vorläufig aus Steuergeldern finanziert und mit dem Bau begonnen. In die Kritik geriet Landesfinanzminister Ingolf Deubel, da die Finanzierung des Ausbaus über hochspekulative Fonds, Liechtensteiner Konten und unbekannte Geschäftspartner in Dubai stattfinden sollte. Am 7. Juli 2009 trat Deubel auf Grund der Kritik am Geschäftsgebaren eines Schweizer Vermittlers bei der Privatfinanzierung des geplanten Freizeitzentrums zurück. Zudem war beim kritisch berichtenden Journalisten Wilhelm Hahne eine Hausdurchsuchung durchgeführt worden.[25]

In Kreisen der privatwirtschaftenden Gastronomie des Umlandes wurde das Projekt abgelehnt, da aus ihrer Sicht an Stelle der versprochenen Strukturverbesserung eine mit Steuergeldern subventionierte Konkurrenz entstand. Die Renditeerwartungen des Landes an die Investitionen – Kurt Beck sprach im Jahr 2007 von einer Amortisierung bereits nach drei Jahren – waren „völlig aus der Luft gegriffen und unrealistisch, da die erforderlichen Rahmenbedingungen und Zahlen am Nürburgring nicht realisierbar sind“.[26]

Im Dezember 2012 deckte die Wochenzeitung Die Zeit auf, dass die Staatsanwaltschaft Koblenz und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz bereits im März 2009 den Schweizer Geschäftsmann Urs Barandun unter die Lupe genommen hatten, nachdem ein Informant dem LKA darüber berichtet hatte, dass es in der Vergangenheit bereits zu Auffälligkeiten bei Geschäften von Barandun gekommen war. Nach einer Unterredung zwischen beiden Behörden wurde in der Sache allerdings nicht weiter ermittelt.[27]

Insolvenz und Verkauf[Bearbeiten]

Am 7. Februar 2012 beschloss die Landesregierung Rheinland-Pfalz, den Pachtvertrag mit der Nürburgring Automotive GmbH zu kündigen, da Pachtzahlungen an die Nürburgring GmbH ausgeblieben waren. Unrentable Teile des Vergnügungsparks sollten geschlossen werden, außerdem war die Streichung von 92 Stellen geplant.[28]

Da die vom Land Rheinland-Pfalz im Juli 2012 beantragten Beihilfen in Höhe von 13 Millionen Euro durch die EU-Kommission nicht rechtzeitig genehmigt wurden, leitete die Nürburgring GmbH ein Verfahren zur drohenden Zahlungsunfähigkeit ein.[29] Am 18. Juli 2012 fand eine Insolvenz-Unterrichtung der Mitarbeiter statt, ab 23. Juli 2012 übernahm der Insolvenzverwalter die Geschäftsführung der Nürburgring GmbH.[30]

Der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags aktivierte am 1. August 2012 Rücklagen in Höhe von 254 Millionen Euro, um eine Bürgschaft für einen der insolventen Betreibergesellschaft gewährten Kredit zu bedienen. Ministerpräsident Beck bat den Landtag um Entschuldigung.[24]

Das Insolvenzverfahren wurde am 2. November 2012 offiziell eröffnet. Ziel der Insolvenz in Eigenverwaltung war die Neuvermarktung der Rennstrecke.[31] Im April 2013 sollte der Verkauf der Rennstrecke beginnen. Durch ein Gesetz oder eine Widmung sollte sichergestellt werden, dass auch zukünftig Privatpersonen die Rennstrecke nutzen könnten. Ein Käufer sollte bis Ende 2013 gefunden werden.[32]

Mitte Mai 2013 wurden Rennstrecke, Freizeitpark und Hotel zum Verkauf angeboten. Die Ausschreibung lief bis 12. Juni 2013. Laut Angaben des Insolvenzverwalters wurde das Gesamtpaket mit rund 120 Millionen Euro bewertet.[33] Der Gesamtverlust für den Steuerzahler betrug rund 330 Millionen Euro.[34]

Am 11. März 2014 gaben die Gläubiger bekannt, dass der Nürburgring für 77 Millionen Euro an den Automobilzulieferer Capricorn verkauft wird. Capricorn gab bekannt, weitere 25 Millionen Euro in den Nürburgring investieren und das Erlebnisdorf „Grüne Hölle“ sowie die Achterbahn mit dem Wirksamwerden der Übernahme zum 1. Januar 2015 sofort schließen zu wollen.[2]

Seit Ende Oktober 2014 hält der russische Milliardär Viktor Charitonin durch die Firma NR Holding zwei drittel der Anteile am Nürburgring. Er hat damit die Capricorn Anteile übernommen. Ein weiteres Drittel gehört weiterhin Getspeed.[35]

Die Europäische Union prüft, ob die Beihilfen im Umfang von 480 Millionen Euro rechtmäßig gezahlt wurden. Bereits zu Beginn des Verkaufsverfahrens wurde bekannt, dass mögliche Investoren fällige Beihilfe-Rückforderungen nicht übernehmen würden.[33] Auch Capricorn hat für den Fall, dass Beihilfen zurückgefordert werden, ein Rücktrittsrecht im Kaufvertrag vereinbart.[4] Am 1. Oktober 2014 wurde bekannt, dass die EU-Kommission Beihilfen in Höhe von 456 Millionen Euro für unvereinbar mit den Beihilfevorschriften der EU hält.[36]

Statistik[Bearbeiten]

Streckendaten[Bearbeiten]

  • Streckenlänge: 5,148 km
  • Rundendistanz: 60 Runden (308,863 km)
  • Länge der Boxengasse: 381,4 m[37]

Streckenrekorde F1[Bearbeiten]

22,8-km-Strecke (1951–1976)[Bearbeiten]
  • Qualifikation: 6:58.6 min (Niki Lauda, Ferrari, 1975)
  • Rennen: 7:06.4 min (Clay Regazzoni, Ferrari, 1975)
4,5-km-Strecke (1984–2001)[Bearbeiten]
  • Qualifikation: 1:14.960 min (Michael Schumacher, Ferrari, 2001)
  • Rennen: 1:18.354 min (Juan Pablo Montoya, Williams, 2001)
5,1-km-Strecke (seit 2002)[Bearbeiten]
  • Qualifikation: 1:28.351 min (Michael Schumacher, Ferrari, 2004)
  • Rennen: 1:29.468 min (Michael Schumacher, Ferrari, 2004)

Alle Sieger von Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring[Bearbeiten]

Jahr Sieger Auto Zeit Streckenlänge Runden Ø-Geschw. Datum GP von
Nürburgring Nordschleife
1951 ItalienItalien Alberto Ascari Ferrari 3:23:03,300 h 22,810 km 20 134,801 km/h 29. Juli DeutschlandDeutschland Deutschland
1952 ItalienItalien Alberto Ascari Ferrari 3:06:13,300 h 22,810 km 18 132,288 km/h 3. August
1953 ItalienItalien Giuseppe Farina Ferrari 3:02:25,000 h 22,810 km 18 135,047 km/h 2. August
1954 ArgentinienArgentinien Juan Manuel Fangio Mercedes 3:45:45,800 h 22,810 km 22 133,366 km/h 1. August DeutschlandDeutschland Deutschland / EuropaEuropa Europa
1956 ArgentinienArgentinien Juan Manuel Fangio Ferrari 3:38:43,700 h 22,810 km 22 137,656 km/h 5. August DeutschlandDeutschland Deutschland
1957 ArgentinienArgentinien Juan Manuel Fangio Maserati 3:30:38,300 h 22,810 km 22 142,943 km/h 4. August
1958 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tony Brooks Vanwall 2:21:15,000 h 22,810 km 15 145,338 km/h 3. August
1961 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Stirling Moss Lotus-Climax 2:18:12,400 h 22,810 km 15 148,538 km/h 6. August DeutschlandDeutschland Deutschland / EuropaEuropa Europa
1962 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Graham Hill B.R.M. 2:38:45,300 h 22,810 km 15 129,312 km/h 5. August DeutschlandDeutschland Deutschland
1963 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Surtees Ferrari 2:13:06,800 h 22,810 km 15 154,222 km/h 4. August
1964 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Surtees Ferrari 2:12:04,800 h 22,810 km 15 155,429 km/h 2. August
1965 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jim Clark Lotus-Climax 2:07:52,400 h 22,810 km 15 160,542 km/h 1. August
1966 AustralienAustralien Jack Brabham Brabham-Repco 2:27:03,000 h 22,810 km 15 139,606 km/h 7. August
1967 NeuseelandNeuseeland Denis Hulme Brabham-Repco 2:05:55,700 h 22,835 km 15 163,200 km/h 6. August
1968 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford 2:19:03,200 h 22,835 km 14 137,943 km/h 4. August DeutschlandDeutschland Deutschland / EuropaEuropa Europa
1969 BelgienBelgien Jacky Ickx Brabham-Ford 1:49:55,400 h 22,835 km 14 174,498 km/h 3. August DeutschlandDeutschland Deutschland
1971 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Tyrrell-Ford 1:29:15,700 h 22,835 km 12 184,191 km/h 1. August
1972 BelgienBelgien Jacky Ickx Ferrari 1:42:12,300 h 22,835 km 14 187,676 km/h 30. Juli
1973 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Tyrrell-Ford 1:42:03,000 h 22,835 km 14 187,961 km/h 5. August
1974 SchweizSchweiz Clay Regazzoni Ferrari 1:41:35,000 h 22,835 km 14 188,824 km/h 4. August DeutschlandDeutschland Deutschland / EuropaEuropa Europa
1975 ArgentinienArgentinien Carlos Reutemann Brabham-Ford 1:41:14,100 h 22,835 km 14 189,474 km/h 3. August DeutschlandDeutschland Deutschland
1976 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich James Hunt McLaren-Ford 1:41:42,700 h 22,835 km 14 188,586 km/h 1. August
Nürburgring Grand-Prix-Kurs
1984 FrankreichFrankreich Alain Prost McLaren-TAG-Porsche 1:35:13,284 h 4,542 km 67 191,751 km/h 7. Oktober EuropaEuropa Europa
1985 ItalienItalien Michele Alboreto Ferrari 1:35:31,337 h 4,542 km 67 191,147 km/h 4. August DeutschlandDeutschland Deutschland
1995 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Benetton-Renault 1:39:59,044 h 4,556 km 67 183,180 km/h 1. Oktober EuropaEuropa Europa
1996 KanadaKanada Jacques Villeneuve Williams-Renault 1:33:26,473 h 4,556 km 67 196,007 km/h 28. April
1997 KanadaKanada Jacques Villeneuve Williams-Renault 1:31:27,843 h 4,556 km 67 200,244 km/h 28. September LuxemburgLuxemburg Luxemburg
1998 FinnlandFinnland Mika Häkkinen McLaren-Mercedes 1:32:14,789 h 4,556 km 67 198,545 km/h 27. September
1999 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Johnny Herbert Stewart-Ford 1:41:54,314 h 4,556 km 66 177,034 km/h 26. September EuropaEuropa Europa
2000 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Ferrari 1:42:00,307 h 4,556 km 67 179,541 km/h 21. Mai
2001 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Ferrari 1:29:42,724 h 4,556 km 67 204,143 km/h 24. Juni
2002 BrasilienBrasilien Rubens Barrichello Ferrari 1:35:07,426 h 5,146 km 60 194,742 km/h 23. Juni
2003 DeutschlandDeutschland Ralf Schumacher Williams-BMW 1:34:43,622 h 5,148 km 60 195,633 km/h 29. Juni
2004 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Ferrari 1:32:35,101 h 5,148 km 60 200,160 km/h 30. Mai
2005 SpanienSpanien Fernando Alonso Renault 1:31:46,648 h 5,148 km 59 198,555 km/h 29. Mai
2006 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Ferrari 1:35:58,765 h 5,148 km 60 193,081 km/h 7. Mai
2007 SpanienSpanien Fernando Alonso McLaren-Mercedes 2:06:26,358 h 5,148 km 60 146,567 km/h 22. Juli
2009 AustralienAustralien Mark Webber Red Bull-Renault 1:36:43,310 h 5,148 km 60 191,599 km/h 12. Juli DeutschlandDeutschland Deutschland
2011 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lewis Hamilton McLaren-Mercedes 1:37:30,224 h 5,148 km 60 190,059 km/h 24. Juli
2013 DeutschlandDeutschland Sebastian Vettel Red Bull-Renault 1:41:14,711 h 5,148 km 60 182,896 km/h 7. Juli

Nordschleife
Rekordsieger Fahrer: J.M. Fangio / J. Stewart (3), Rekordsieger Konstrukteure: Ferrari (8)
GP-Kurs
Rekordsieger Fahrer: M. Schumacher (5), Rekordsieger Konstrukteure: Ferrari (6)

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jörg-Thomas Födisch: Nürburgring – Die Chronik der legendären Rennstrecke. Verlagsunion Erich Pabel − Arthur Moewig KG, Rastatt 1991, ISBN 3-8118-3065-1.
  •  Jörg-Thomas Födisch, Robert Ostrovsky: Grüne Hölle Nürburgring : eine Bild- und Text-Dokumentation. Brühl, Giessen 1995, ISBN 3-922300-53-7.
  •  Jörg-Thomas Födisch, Robert Ostrovsky: Rund um den "Ring" : eine Bilddokumentation von Ortschaften in der Umgebung der berühmtesten Rennstrecke der Welt, dem Nürburgring, vor seiner Entstehung und von ihm selbst. Geiger, Horb am Neckar 1996, ISBN 3-89570-248-X.
  •  Jörg-Thomas Födisch, Ostrovsky, Robert: Der Nürburgring : die legendäre Rennstrecke von 1927 bis heute. Heel, Königswinter 2000, ISBN 3-89365-841-6.
  • Michael Behrndt, Jörg-Thomas Födisch: 75 Jahre Nürburgring. Eine Rennstrecke im Rückspiegel. Heel Verlag, Königswinter 2002, ISBN 3-89880-083-0.
  • Klaus Ridder: Helden des Nürburgrings. Sutton Verlag, Erfurt 2006, ISBN 3-86680-073-8.
  • Wolfgang Förster (Autor) "Faszination Nürburgring – Gestern & Heute" Heel-Verlag, Königswinter, 2011, ISBN 978-3-86852-496-3.
  • Wilhelm Hahne (Autor), Peter Doeppes (Illustrator): „Nürburgring 2009“. Skandal? Affäre? Südwest- und Eifelzeitung Verlags- und Vertriebs-GmbH, Daun 2010, ISBN 978-3-9810588-2-6.
  • Ferdi Kräling, Gregor Messer: Grüne Hölle Nürburgring - Faszination Nordschleife. 1. Auflage, Delius Klasing, Bielefeld 2011 ISBN 978-3-7688-3274-8.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nürburgring – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Renovierte Hölle, Spiegel-Artikel 19/1984, abgerufen am 22. September 2010.
  2. a b Automobilzulieferer kauft insolventen Nürburgring. Die Welt, 11. März 2014, abgerufen am 11. März 2014.
  3. Offizielle Pressemitteilung zur Übernahme des Nürburgrings durch die Capricorn Group. Capricorn Group, 11. März 2014, abgerufen am 11. März 2014 (pdf).
  4. a b Ein Überraschungssieger und viele Verlierer WirtschaftsWoche, 12. März 2014, abgerufen am 12. März 2014
  5. Jörg-Thomas Födisch: Nürburgring; Seite 4
  6. a b Jörg-Thomas Födisch: Nürburgring; Seite 5
  7. a b Jörg-Thomas Födisch: Nürburgring; Seite 6
  8. Von der Notstandsmaßnahme zur Goldgrube, Landessportbund Rheinland-Pfalz
  9. Jörg-Thomas Födisch: Nürburgring; Seite 8
  10. Resultatliste des Schaurennens vom 12.5.1984 am Nürburgring. PistonHeads.com. Abgerufen am 2. Dezember 2011.
  11. „Nürburgring: Grüne Hölle“, WirtschaftsWoche 18. März 2007
  12. „S wie Schumacher“, Formel1.de 25. März 2007, www.motorsport-total.com – Nürburgring benennt Kurve nach Schumacher
  13. AvD-Oldtimer-Grand-Prix-Homepage (gefunden am 24. März 2009)
  14. T-Online: Die "Grüne Hölle" ersetzt Rock am Ring vom 3. Juni 2014
  15. Spatenstich http://20832.com/misc/2009/spatenstich_erlebnisgrab_Nuerburgring.jpg
  16. http://www.bild.de/BILD/sport/motorsport/2009/07/14/kai-ebel/mit-schumi-und-lilly-in-der-achterbahn.html
  17. Ringracer-Achterbahn startet erst 2011, Artikel im Volksfreund vom 15. Oktober 2010, abgerufen am 15. Oktober 2010.
  18. Offizieller Start ring racer am Nürburgring. www.wochenspiegellive.de, 31. Oktober 2013, abgerufen am 6. Dezember 2013.
  19. Regressforderungen gegen Ex-Ring-Chef Kafitz. abgerufen im Trierischen Volksfreund am 26. März 2010.
  20. Ex-Finanzminister Deubel zu Haftstrafe verurteilt sueddeutsche.de, abgerufen am 16. April 2014
  21. Kurt Becks Ex-Finanzminister muss 3,5 Jahre in Haft, Die Welt abgerufen am 16. April 2014
  22. Hofübergabe am Nürburgring vollzogen. Motorsport-Total.com Veröffentlicht am 6. Mai 2010.
  23. Neue Strukturen am Nürburgring: Land wird Eigentümer aller Bauten. abgerufen im Trierischen Volksfreund am 26. März 2010.
  24. a b Heike Anger: Von Pleiten, Pech und Pannen. In: Handelsblatt. Nr. 148, 2. August 2012, ISSN 0017-7296, S. 13.
  25. NDR: Schikane – Razzia bei einem kritischen Journalisten (Version vom 30. August 2010 im Internet Archive), 1. Juli 2009 (Artikel im Internet Archive)
  26. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Formatrettet-den-ring.de: Versammlungsprotokoll der Versammlung der Interessengemeinschaft Nürburgring zur Reaktivierung der Bürgerinitiative Nürburg e. V.; 11. März 2007. Abgerufen am 16. November 2011.
  27. Marcus Rohwetter, Dagmar Rosenfeld: Im Zweifel gegen die Ankläger. 23. Dezember 2012, abgerufen am 24. Dezember 2012 (Erschienen in "DIE ZEIT, 13. Dezember 2012 Nr. 51").
  28. Kündigung: Rot-Grün trennt sich von Privatbetreibern am Nürburgring. Allgemeine Zeitung Rhein-Main-Presse, 7. Februar 2012, abgerufen am 21. Februar 2012.
  29. Ausgebremst: Nürburgring geht in die Insolvenz. ZDF, heute.de, 18. Juli 2012, abgerufen am 18. Juli 2012.
  30. Ludger Fittkau: Insolvenzverwalter übernimmt den Nürburgring - Rot-grüne Landesregierung gibt Brüssel die Schuld. Deutschlandradio, 18. Juli 2012, abgerufen am 18. Juli 2012.
  31. Nürburgring: Insolvenzverfahren eröffnet, Trierische Volksfreund vom 2. November 2012, abgerufen am 3. November 2012.
  32.  Nürburgring bleibt Rennstrecke. In: Handelsblatt. Nr. 50, 22. März 2013, ISSN 0017-7296, S. 22.
  33. a b  M. Buchenau: Nürburgring mit Freizeitpark steht zum Verkauf. In: Handelsblatt. 15. Mai 2013, ISSN 0017-7296, S. 17.
  34.  H. Anger, D. Delhaes, F. M. Drost, D. Fockenbrock, F. Gartmann, M. Murphy: Kontrollverlust der Kontrolleure. In: Handelsblatt. Nr. 5, 8. Januar 2013, ISSN 0017-7296, S. 1, 4.
  35. „ Insolvente Rennstrecke: Russischer Oligarch steigt beim Nürburgring ein“. spiegel.de, 30. Oktober 2014, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  36. „Beihilfen für Nürburgring waren unzulässig“. faz.net, 1. Oktober 2014, abgerufen am 1. Oktober 2014.
  37. „Daten und Fakten“ (Version vom 13. Februar 2006 im Internet Archive) (Offizielle Webseite Nürburgring GmbH)