Nürnberger Symphoniker

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Die Nürnberger Symphoniker bei einer Probe in der Meistersingerhalle

Die Nürnberger Symphoniker sind das Konzertorchester der Metropolregion Nürnberg.

Gegründet wurde es am 1. Juni 1946 unter dem Namen Fränkisches Landesorchester, den es 1963 mit der Eröffnung der Meistersingerhalle zum heutigen Namen änderte. In jeder Saison geben die Nürnberger Symphoniker rund 100 Konzerte, bei denen sie jedes Jahr an die 200.000 Besucher erreichen. Trotz eines Schwerpunkts des Repertoires auf die Musik der Wiener Klassik und der Romantik ist das Orchester jede Saison mit Werken aus 5 Jahrhunderten zu hören.

Konzerttätigkeit[Bearbeiten]

In zwei Abonnementreihen in der Meistersingerhalle bieten die Nürnberger Symphoniker eine große Bandbreite klassischer Musik. Bei den Konzerten treten regelmäßig internationale tätige Dirigenten und Gastsolisten, wie Mischa Maisky, Lars Vogt, Sabine Meyer oder Martin Stadtfeld, in Erscheinung. Während der Sommersaison (von Juni bis Anfang August) finden der Musiksommer im Serenadenhof und das Klassik Open Air im Nürnberger Luitpoldhain statt, das als Europas größte Veranstaltung seiner Art jedes Jahr etwa 60.000 Besucher anzieht.

Das Orchester sieht einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit in Schulprojekten, die Kinder mit ziel- und altersgruppengerechten Angeboten an klassische Musik heranführen sollen, ist Partner für Oratorienchöre und trat bis 2012 als Festspielorchester bei den Opernfestspielen Heidenheim auf. Seit 2013 wirkt es als Festivalorchester des Fränkischen Sommers. Es spielt regelmäßig Aufnahmen für den Bayerischen Rundfunk und für diverse CD-Labels. Neben Auftritten in den Zentren der europäischen Musikkultur wie Berlin, Mailand, Prag und Wien unternimmt das Orchester Konzertreisen auch nach Asien, so im Herbst 2009 nach Japan und im Herbst 2012 nach China.

Organisation[Bearbeiten]

Das Orchester wird von einem Verein getragen (Fränkisches Landesorchester e. V.), Vorsitzender dieses Trägervereins ist Herbert Coerper. Es wird vom Freistaat Bayern, von der Stadt Nürnberg und vom Bezirk Mittelfranken institutionell gefördert und bei Konzertprojekten gezielt von Sponsoren aus der Wirtschaft unterstützt. Darüber hinaus steht die Sparkasse Nürnberg dem Orchester als Hauptsponsor zur Seite. Innerhalb des Deutschen Tarifsystems für Kulturorchester ist das Orchester nach B eingestuft.

Kongresshalle, Sitz des Orchesters
Serenadenhof

Sitz des Orchesters ist seit 1963 die Kongresshalle, die den Probesaal des Orchesters und den Serenadenhof beherbergt. Der Probesaal wurde 2008 zu einem neuen Konzertsaal mit 515 Plätzen ausgebaut, bis 2010 vorübergehend vom Schauspielhaus Nürnberg genutzt und steht seit 2011 neben den Nürnberger Symphonikern auch anderen Veranstaltern zur Verfügung. Er trägt seit dem den Namen Musiksaal in der Kongresshalle.

Chefdirigenten und Intendanten[Bearbeiten]

Chefdirigenten[Bearbeiten]

Intendanten[Bearbeiten]

  • 1980–2000 Günter Einhaus (*1935)
  • 2000–2003 Ulrich Görg (*1951)
  • seit 2003 Lucius A. Hemmer (* 1965)

Filmmusik[Bearbeiten]

Das Orchester wurde im Februar 1993 für die Einspielung zu dem Film „Die Schöne und das Biest“ mit dem Grammy Award in der Kategorie Best Pop Instrumental Performance ausgezeichnet. Seit mehr als 40 Jahren arbeitet das Orchester mit Film-Produzenten in Hollywood zusammen. Unter anderem hat es die Filmmusik von Miklós Rózsa zu „Quo Vadis“ und „Ben Hur“ in den 1950er Jahren aufgenommen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-mettmann/erkrath/stimmtrainer-mit-taktgefuehl-1.581507
  2. http://www.oberpfalznetz.de/onetz/521327-131-P2,1,0.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nürnberger Symphoniker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien