Nūr (Stadt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nūr

BW

Nūr (Iran)
Nūr
Nūr
Basisdaten
Staat: IranIran Iran
Provinz: Māzandarān
Koordinaten: 36° 35′ N, 52° 0′ O36.59027777777851.993055555556-22Koordinaten: 36° 35′ N, 52° 0′ O
Höhe: 22 m unter dem Meeresspiegel
Fläche: 2675 km²
Einwohner: 22.964[1] (2012)
Zeitzone: UTC+3:30
Webseite: www.noorcity.ir

Nūr oder auch Noor (persisch ‏نور شهر‎, Nūrschahr; ehemals Sūldeh) ist eine Stadt an der südlichen Küste des Kaspischen Meeres in der Provinz Māzandarān.

Die Stadt, deren Name sich von dem Fluss Nūr ableitet und die von zahlreichen weiteren Flüssen durchflossen wird, zählt zu den ältesten Städten im Westen der Provinz und gilt als eine der bedeutendsten touristischen Städte des Landes [2].

Neben einer Reihe von Sehenswürdigkeiten ist die stark kulturell geprägte Stadt landschaftlich durch die sie umgebenden Reisfelder und dem größten Waldpark des Mittleren Ostens charaktisiert[3].

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der Stadt reicht weit zurück. Zu den ersten Siedlern zählen Arier, die bald unter die Herrschaft der Achämeniden gelangten. Später gehörte die Stadt zum Reich der Kalifen, doch blieben in Tabaristan weiterhin einheimische Lokaldynastien wie die Qariniden an der Macht. Im 11. Jahrhundert drang Sultan Mahmud von Ghazna in Tabaristan ein und unterwarf die Ziyariden. Anfang des 13. Jahrhunderts folgte dann der Choresm-Schah Muhammad II. und beseitigte die zweite Linie der Bawandiden, bevor das Land von den Mongolen und später von den Timuriden eingenommen wurde. Nach der Auflösung der feudalen Regierung Tabaristans stand die Stadt unter dem Einfluss Abbas’ I.. Unter den nachfolgenden Dynastien wurden u. a. der Schiffbau gefördert (Nadir Schah), ein Straßennetz aufgebaut (Fath Ali Schah dem Kadscharen) und der Ort als Touristenzentrum ausgebaut. Heute leben mehrere Ethnien in der Stadt, darunter Balutschen, Turkmenen, Luren, Afghanen, Kurden, Georgier und Armenier. Der hier gesprochene Dialekt, das Tabari oder auch Māzandarāni gehört zu den ältesten erhaltenen Dialekten des Landes[4].

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen u.a.:

  • Die Pir-e-zan Khany - Höhle
  • Das Baladeh Schloss
  • Die Yalū Jame Moschee
  • Der Tamischān-Palast
  • Das Haus des Dichters Nima Youshij
  • Das Kandolos Museum und Haus der Kultur

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.de[3]
  2. vgl. Angaben der Website
  3. vgl. Weblink
  4. vgl. Website