N24

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N24
Senderlogo
N24 logo.svg
Allgemeine Informationen
Empfang: Kabel, Satellit, DVB-T & IPTV
Sitz: Berlin, Deutschland
Eigentümer: N24 Media GmbH
Auflösung: 576i (SDTV)
1080i (HDTV) (N24 HD)
Geschäftsführer: Torsten Rossmann
Frank Meißner
Karsten Wiest
Sendebeginn: 24. Januar 2000
Rechtsform: Privatrechtlich
Programmtyp: Spartenprogramm (Nachrichten)[1]
Website: www.n24.de
Liste von Fernsehsendern

N24 ist ein deutscher Fernsehsender für Nachrichten und Zeitgeschehen, der früher der ProSiebenSat.1 Media AG gehörte und seit Juni 2010 von der neugegründeten N24 Media GmbH betrieben wird. Neben aktuellen Nachrichtensendungen werden Dokumentationen, Infotainmentsendungen sowie Reportagen und Informationssendungen aus den Bereichen Finanzen und Lifestyle angeboten. Börsenindizes werden in Echtzeit und alle anderen Kurse mit einer Verzögerung von 15 Minuten in Form eines Lauftextes (Ticker) dargestellt. N24 ist bis 2016 der Nachrichten-Lieferant für die drei großen Sender der ProSiebenSat.1 Media AG. Bei internationalen Ereignissen ist N24 auch Lieferant für den österreichischen Sender PULS 4. Am 9. Dezember 2013 gab "Die Welt" bekannt, dass der Axel Springer Konzern N24 zu 100% übernimmt und in die Welt-Gruppe integrieren will. N24 soll laut Aussagen des Konzerns der zentrale Lieferant für Bewegtbilder werden.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die ProSieben-Gruppe gab Ende der 1990er-Jahre ihr Vorhaben, den Nachrichtensender n-tv zu übernehmen, wegen des hohen Kaufpreises auf. Stattdessen verfolgte man das Ziel, einen eigenen Kanal zu gründen: Am 31. Dezember 1998 wurde durch die ProSieben-Gruppe die Nachrichtenagentur ddp übernommen. Im Februar 1999 kam es zur Gründung der N24 Gesellschaft für Nachrichten und Zeitgeschehen mbH, die zu 100 Prozent zur ProSiebenSat.1 Media AG gehörte. Die bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) beantragte Sendelizenz galt zunächst für eine Dauer von acht Jahren und wurde am 14. Dezember 2006 um weitere acht Jahre verlängert. Am 24. Januar 2000, um 12.00 Uhr, begann N24 seinen Sendebetrieb. In vielen Kabelnetzen übernahm N24 dazu die ehemalige Frequenz des Bezahlfernsehanbieters Premiere (analog). Die Börsenberichterstattung erfolgte in Zusammenarbeit mit Bloomberg Television. Für die Sendungen „N24 Börsenreport“ und „N24 Wallstreet-Report“ standen Marktreporter in Frankfurt am Main, London, New York und Singapur zur Verfügung.

Im Juli 2001 zog der Sender von München nach Berlin. Nach drei Jahren Sendebetrieb kam es im Dezember 2002 zu einer Neuausrichtung des Senders. Neben Nachrichten setzte N24 vermehrt auf Dokumentationen, die Wirtschaftsberichterstattung wurde stark gekürzt. Im Jahr 2004 wurde ein neues Senderlogo eingeführt sowie ein neues Nachrichtenstudio eingeweiht, welches dem Stil großer US-Nachrichtensender nachempfunden ist. Zudem wurde der aktuelle Claim N24 – Wir kommen zur Sache eingeführt. Von Januar 2004 bis Dezember 2008 kooperierte N24 bei der Börsen- und Wirtschaftsberichterstattung mit dem internationalen Wirtschaftssender CNBC Europe. Im Februar 2007 baute N24 mit den neuen Formaten Börse am Mittag und Börse am Abend die Börsen- und Wirtschaftsberichterstattung aus. Seit Januar 2009 ist das Deutsches Anleger Fernsehen Partner für Börsen- und Wirtschaftsberichte.

Im Jahre 2005 wurde N24 nach eigenen Angaben erstmals knapp Marktführer im Bereich Nachrichtensender und konnte den Vorsprung zum Jahr 2006 ausbauen.

Seit Ende Januar 2007 überträgt N24 Zusatzinformationen zum laufenden Programm über blucom. Am 7. Juli 2007 übertrug N24 die Live-Earth-Konzerte in Deutschland.

Seit dem 22. Oktober 2008 sendet N24 aus dem debis-Haus am Potsdamer Platz und hat das Hauptnachrichtenprogramm auf das Fernsehformat 16:9 umgestellt. Der Sender hat auf insgesamt fünf Stockwerken, das sind 7400 Quadratmeter, einen Newsroom, Regieräume sowie Moderations- und Talkshow-Flächen geschaffen. Die ProSiebenSat.1 Media AG investierte rund zehn Millionen Euro. In den neuen Studio- und Redaktionsräumen sind TV- und Onlineredaktionen zusammengelegt und es sollen insgesamt 250 Mitarbeiter dort arbeiten. Ein gläsernes Nachrichtenstudio ermöglicht es Passanten, bei der Nachrichtenproduktion zuzusehen. Auch die Nachrichtenformate von den zur Senderfamilie gehörenden Kanälen Sat.1, ProSieben und Kabel eins werden in dem neuen Studio produziert.

Aufgrund wirtschaftlicher Probleme wurde 2009 über einen Umbau des Senders diskutiert. Nach den Worten des Vorstandschefs der ProSiebenSat.1 Media Thomas Ebeling wird neben einem Verkauf auch die Option offen gelassen, auf Nachrichten ganz zu verzichten und den Sender zu einer Abspielstation von Dokus, Doku-Soaps und Reportagen umzubauen. Für das jetzige Geschäftsmodell sähe man keine Zukunft mehr.[3]

Am 16. Juni 2010 wurden von ProSiebenSat.1 alle N24-Anteile an die neugegründete N24 Media GmbH verkauft, zu der auch die Maz & More TV Produktion GmbH als hundertprozentiges Tochterunternehmen gehört, die unter anderem das werktägliche Sat.1-Frühstücksfernsehen produziert. Geschäftsführer der N24 Media GmbH sind Torsten Rossmann (Vorsitzender der Geschäftsführung), der ehemalige Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust (Bereich New Business), Frank Meißner (Bereich Produktion & Technik) und Karsten Wiest (Bereich Finanzen) sind. Zusätzlich zu den genannten Geschäftsführern halten der ehemalige Spiegel-TV-Manager Thorsten Pollfuß und die MAZ&MORE-Geschäftsführerin Maria von Borcke Anteile an der N24 Media GmbH.[4]

  • Anteile: Torsten Rossmann und Stefan Aust halten jeweils 26 Prozent an der N24 Media GmbH, Frank Meißner, Karsten Wiest, Maria von Borcke und Thorsten Pollfuß je 12 Prozent.

Seit dem 1. Juli 2011 strahlt N24 in Deutschland auch hochauflösend über die kostenpflichtige Plattform Astra HD+ aus.

Am 9. Dezember 2013 gab Die Welt bekannt, dass N24 zukünftig im Axel-Springer-Konzern als Lieferant für bewegte Bilder integriert und im Zuge dessen übernommen werden soll. Genaue Angaben über den Kaufpreis wurden nicht gemacht.[2]

Logos[Bearbeiten]

Programm[Bearbeiten]

Dezember 2002 bis Juli 2010[Bearbeiten]

Das Programm, wie es von Dezember 2002 bis zum 1. August 2010 ausgestrahlt wurde, stützte sich weitgehend auf Dokumentationen und Magazinsendungen. Im August 2004 übernahm Dieter Kronzucker das Format Kronzuckers Welt, das eine Reihe von Dokumentationen umfasst. Er löste damit Hans-Hermann Gockel ab, der die gleichen Sendungen bis dahin unter der Bezeichnung N24 Doku-Highlight begleitete. Im April 2005 folgte die Magazinsendung Kronzuckers Kosmos. Bei den Dokumentationen von N24 handelt es sich überwiegend um US-amerikanische Produktionen, die dem Bereich Infotainment zugeordnet werden können. N24 lieferte werktags bis in die Mittagsstunden eine durchgängige Live-Berichterstattung – ähnlich wie der Konkurrent n-tv. Die sich anschließenden stündlichen Nachrichtensendungen waren nachmittags zwischen drei Minuten und einer halben Stunde lang. Nach den 30-minütigen Abend-Nachrichten um 18 Uhr dauerten die Ausgaben zwei bis fünf Minuten und enthielten meist nur noch Meldungen. N24 Nachrichten werden werktags zwischen 13 Uhr und 23 Uhr live ausgestrahlt. In den Nachtstunden wurden Aufzeichnungen gesendet. Am Wochenende verzichtet der Sender auf eine mehrstündige Live-Berichterstattung. Nachrichtensendungen werden stündlich ausgestrahlt, zwischen 9 und 23 Uhr live.

Früh-, Morgen- und Mittagsreport boten regelmäßig Wirtschaftsnachrichten. Dazu griff N24 bis Ende Dezember 2008 auf die Korrespondenten des Wirtschafts- und Finanznachrichtensenders CNBC Europe zurück. Silvia Wadhwa, Roland Klaus, Michael Mross, Linda Behringer und Patricia Szarvas berichteten von der Börse Frankfurt. Seit Januar 2009 nutzte N24 bei den Wirtschaftsnachrichten die Korrespondenten des Spartenkanals Deutsches Anleger Fernsehen. Um 22 Uhr schaltete N24 direkt an die Wall Street in New York, wo Korrespondentin Caroline Scherr einen kurzen Überblick über den Handelstag in den USA gab. Die Sendungen „Börse am Mittag“ und „Börse am Abend“ runden die Wirtschaftsberichterstattung ab.

Die Wettervorhersagen werden montags bis freitags moderiert, am Wochenende nur vertont. Das Wetter wird im Wechsel von Miriam Pede und Anneke Dürkopp präsentiert. Seit dem 1. Juli 2006 strahlt N24 Montag bis Freitag und an Wochenenden zwölfmal am Tag von 8 Uhr bis 19 Uhr die meist 90-sekündige Produktion „Earth TV“ aus. In dieser Sendung sieht man verschiedene Städte live aus einer Kameraperspektive. Zusätzlich werden Wetterinformationen (z. B. Temperatur) sowie Veranstaltungstipps angezeigt.

N24-Reporter Steffen Schwarzkopf berichtet live vom Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln (3. März 2009)

Eilmeldungen werden generell über das Laufband am unteren Bildschirmrand gezeigt. Bei besonders wichtigen Ereignissen wird das laufende Programm unterbrochen.

Seit August 2010[Bearbeiten]

Zum 2. August 2010 hatte N24 das Programmschema geändert.[5] Seitdem gehören die Formate Frühreport, Morgenreport und Mittagsreport der Vergangenheit an. Stattdessen setzte der Sender nun montags bis freitags in der Zeit zwischen 7:00 Uhr und 12:45 Uhr auf formatierte Nachrichten, die jeweils eine maximale Dauer von 15 Minuten haben. Im Zuge dieser Reform wurde auch die Doppelmoderation abgeschafft. Die 15-minütigen Nachrichten wurden nur noch von einer Person moderiert, bei Spezial- und Sondersendungen weicht man aber davon ab und setzt auf Doppelmoderation. Die Moderatoren wechselten stündlich. Um 12:45 Uhr schloss die Börse am Mittag an. Ab 13 Uhr beschränkten sich die Informationen zur vollen Stunde auf die lediglich fünf Minuten langen N24 Nachrichten.

Nach 23 Uhr gibt es keinen festen Sendeplatz für Nachrichtensendungen mehr. So werden die Nachrichtensendungen, die nach dieser Uhrzeit gesendet werden, um 23 Uhr aufgezeichnet und dann wiederholt. Die durch diese Programmierung entstandenen Lücken werden vorwiegend mit Dokumentationen aufgefüllt. Nur noch bei besonderen, herausragenden Ereignissen will N24 künftig von diesem Programmschema abweichen. Pressekonferenzen will der Sender aber unabhängig davon weiter übertragen.

Das Programmschema zum Wochenende änderte sich zunächst nicht.

Der Sender kündigte zudem zum September die Einführung eines neuen Designs an, Studio und Logo sollten aber bleiben.

Am 5. August 2010 kündigte N24 an, dass im Zuge der Sparmaßnahmen die Talkshow „Was erlauben Strunz?“ nicht aus der Sommerpause zurückkehren und somit abgesetzt werden sollte. Der Sender hielt sich aber eine weitere Zusammenarbeit mit dem Moderator Claus Strunz ab 2011 offen.[6]

Am 11. August 2010 kündigte N24 an, dass im Rahmen der Sparmaßnahmen bereits 68 Mitarbeiter den Sender verlassen haben. Darunter auch Journalisten und Reporter wie Katja Bettermann, Hans-Peter Hagemes, Michaela May, Katharina Mänz, Tanja Samrotzki und Anke Stessun. Im Zuge dessen soll Thomas Spahn wieder in die Parlamentsredaktion zurückkehren und nicht mehr weiter als Moderator und Reporter tätig sein.[7]

Seit dem 15. September 2010 hat N24 ein neues On-Air-Design und im Zuge dessen ein leicht modifiziertes neues Logo[8] eingeführt.

Am 2. Mai 2011 veränderte der Sender das Programm zur Primetime: Um 20 Uhr sendet der Sender eine letzte Nachrichtensendung, die im Schnitt etwa 12 Minuten dauert. Dies erfolgte deshalb, damit das Programm der Primetime wie bei den großen Sendern um 20:15 beginnt. Anschließend laufen bis 6 Uhr morgens Dokumentationen oder Reportagen. Dazwischen laufen keine Nachrichten mehr, allerdings werden die Nachrichten tagsüber länger.
Vor der N24-Morgenstrecke ab 7 Uhr laufen ab 6 Uhr nun Nachrichtenblöcke, die jeweils etwa 20 Minuten lang sind. Diese Blöcke werden am Tag davor nach der 20-Uhr-Nachrichtensendung aufgezeichnet, um sie dann am darauffolgenden Tag in Wiederholungsschleife senden zu können.

Nachrichtenformate[Bearbeiten]

N24 sendet werktäglich folgende Nachrichtenformate:

Uhrzeit Programm
6 Uhr
N24 Nachrichten (einstündige Dauerschleife – Sendung wurde am Vortag aufgezeichnet)
7–12:45 Uhr
N24 Nachrichten, Sport, Wirtschaft und Börse, Wetter
13–20 Uhr (zur vollen Stunde)
N24 Nachrichten
21-6 Uhr (zur vollen Stunde)
N24 Nachrichtenüberblick (Nachrichten als Text, Splitscreen neben dem laufenden Programm)

Magazine[Bearbeiten]

  • „N24 Cassini“: "N24 Cassini wird von Anneke Dürkopp moderiert. Das Magazin zeigt Beiträge rund um die Fragen des täglichen Lebens und widmet sich Themen aus Forschung, Wissenschaft und Technik.
  • „Kronzuckers Kosmos“: Dieter Kronzucker präsentiert in dem 30-minütigen Magazin Themen und Hintergründe aus den Bereichen Technik, Wissenschaft und Natur.
  • "N24 Drive": Bei „N24 Drive“ dreht sich alles um Informationen, News und Geschichten rund um das Automobil.
  • „N24 Zeitreise mit Stefan Aust“: Stefan Aust präsentiert in seinem Magazin die großen Augenblicke der Geschichte. In Reportagen und Beiträgen beschäftigt sich "N24 Zeitreise" in jeder Folge mit Geschehnissen, die die Welt verändert haben.
  • "N24 Fakt oder Fake": Moderatorin Miriam Pede geht in ihrem Magazin Filmmythen auf den Grund. "N24 Fakt oder Fake" testet, ob die Stunts von James Bond und Co. auch in der Realität funktionieren würden.
  • "Vision Gold": Das Sport-Magazin begleitet Athleten, die sich auf die kommenden Olympischen und Paraolympischen Spiele vorbereiten. In jeder Sendung wird neben einem bekannten Spitzensportler auch ein erfolgreicher Athlet aus einer medialen Randsportart in den Fokus gerückt.

Talkshow-Formate[Bearbeiten]

Dokumentationen und Reportagen[Bearbeiten]

Montags bis freitags um 17:05 Uhr und um 22:15 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen auch vormittags und tagsüber werden bildstarke Dokumentationen und Reportagen über geschichtliche, technische und populärwissenschaftliche Themen häufig in deutscher Erstausstrahlung gezeigt. Die N24-Dokumentationen und Reportagen geben Einblicke in die Welt der Natur, Kultur, Wissenschaft und Technik.

Ehemalige Sendungen[Bearbeiten]

  • 4-Seasons – Das Globetrottermagazin
  • Bellevue.tv
  • Berlin Intern
  • Börsengeflüster
  • Capitalk
  • Cinemaxx TV
  • Das politische Quartett
  • Deep-TV
  • Europaparlamentsreport
  • Frühreport
  • Koschwitz
  • Kronzucker: Europas neue Grenzen
  • Morgenreport
  • Mittagsreport
  • Nachrichten
  • N24 Aktiv
  • N24 Börsenreport
  • N24 Cash & Service
  • N24 Chat
  • N24 Der Neue Markt
  • N24 Forschung & Fliegen
  • N24 Global
  • N24 Golf Journal TV
  • N24 Golf Journal Turnier
  • N24 Job und Karriere
  • N24 Kinotipp
  • N24 Luxus
  • N24 Motor Motion
  • N24 MM-Das Männermagazin
  • N24 Nachrichten Kompakt
  • N24 Newsbroker
  • N24 Objektiv
  • N24 Presseschau
  • N24 Spezial
  • N24 Sport-Report
  • N24 Sport
  • N24 Streitgespräch
  • N24 Transportwelt
  • N24 Trendcheck
  • N24 Wallstreet-Report
  • N24 Weltreporter
  • N24 Wissen
  • Seligmann
  • Standort Deutschland
  • Studio 24
  • Thema Deutschland
  • Was erlauben Strunz
  • Welt der Technik
  • Welt um Zwölf
  • Welt um Drei
  • Welt um Sechs
  • Welt um Neun
  • Wirtschaft-Intern
  • World of Business
  • Bärbel Schäfer
  • Make Money – Die Markus Frick Show

Moderatoren und Reporter[Bearbeiten]

Aktuelle Moderatoren und Reporter[Bearbeiten]

Moderatoren:

  Reporter/Redakteure:

Ehemalige Moderatoren und Reporter[Bearbeiten]

Auslandskorrespondenten[Bearbeiten]

N24 verfügt über ein festes Auslandsstudio in Washington D.C. Durch ein weltumfassendes, freies Korrespondentennetz kann aus nahezu jeder Region der Welt schnell und live berichtet werden. Zusätzlich werden die Reporter Carsten Hädler und Steffen Schwarzkopf sowie Nadine Mierdorf bei Krisenfällen an die jeweiligen Orte entsendet.

Marktanteile[Bearbeiten]

N24 ist zwar bereits seit 2000 auf Sendung, zu den Jahresmarktanteilen seitdem siehe Fernsehen in Deutschland#Marktanteile. Die meistgesehene Sendung von N24 war die Live-Übertragung der Trauerfeier anlässlich Michael Jacksons Tod aus dem Staples Center in Los Angeles am 7. Juli 2009, die für sich genommen eine Quote von 7,7 Prozent und 1,29 Millionen Zuschauer erreichte.[9]

TV-Saison Marktanteil ab 3 Jahre Marktanteil 14–49 Jahre
2004/2005 0,5 % 0,6 %
2005/2006 0,7 % 1,0 %
2006/2007 0,8 % 1,1 %
2007/2008 0,9 % 1,2 %
2008/2009 1,0 % 1,3 %
2009/2010 1,0 % 1,3 %
2010/2011 1,0 % 1,4 %
2011/2012 1,0 % 1,4 %
2012/2013 1,1 % 1,4 %

Ticker[Bearbeiten]

Ergänzt wird das Informationsangebot von N24 durch ein ständig angezeigtes, einzeiliges Laufband am unteren Bildschirmrand. Ausgeblendet wird dieses nur in den Werbeblöcken. Im Ticker werden abwechselnd Nachrichten, Sportnachrichten und Börsenkurse angezeigt. Werden Eilmeldungen angezeigt, färbt sich das Laufband orange. Bei wichtigen Ereignissen wird das laufende Programm unterbrochen.

Neben diesen Meldungen werden Werbeeinträge eingeschoben, die allesamt auf Teletext-Tafeln verweisen. Dort findet man Faxabrufnummern für Premiumdienste.

N24.de[Bearbeiten]

Seit dem 24. Januar 2008 hat N24 eine komplett neue Internet-Präsenz. Unter dem Motto „Video first“ konzentriert sich die Homepage von N24 auf multimediale Berichterstattung. Im Vergleich zu anderen Nachrichtenportalen möchte N24.de eine Fernsehnachrichtenseite sein. Im Mittelpunkt stehen Videos aus dem gesamten N24-Programm. Sie sind alle im N24 Mediencenter und unter den zugehörigen Artikeln zu sehen. Außerdem kann man das laufende Programm von N24 in einem Livestream auch im Internet verfolgen. Auch gibt es die Möglichkeit direkt in Live-Übertragungen (betrifft vor allem Fußballspiele) zuschalten, die nicht durch N24 direkt übertragen werden, sondern durch Schwestersender, die zur ProSiebenSat.1-Gruppe gehören. Außerdem haben die User die Möglichkeit, interaktiv Videos zu bewerten und Beiträge zu kommentieren.

N24 Austria[Bearbeiten]

Standbild auf Transponder 3

Seit 27. April 2012 ist über die SES Astra-Satellitenplattform ein Hinweis auf eine österreichische Programmversion von N24 zu sehen (Transponder 3, 11,244 GHz horizontal, SR 22.000, FEC 5/6). Über den Start des Senders ist bisher nichts an die Presse verlautet worden.[10] Wenige Tage später wurde der Sender wieder abgeschaltet. Am 16. Juli 2012 wurde die Senderkennung N24 HD Austria aufgeschaltet.

Kritik[Bearbeiten]

Einer Studie des Kölner Instituts für empirische Medienforschung zufolge nahmen bei N24 im Jahr 2007 Dokumentationen und Reportagen die meiste Sendezeit (34 Prozent) in Anspruch. Den Nachrichten wird die gleiche Sendezeit wie den Magazinen, nämlich 26 Prozent, eingeräumt. Festgestellt wurde ebenfalls, dass in einer Vielzahl von Beiträgen „die Faszination von Technik allgemein, aber insbesondere von Militärtechnik genutzt wird, um dem Zuschauer über das Faktische hinaus Spannung zu bieten“.[11]

Im September 2007 attestierte der Spiegel dem Sender bedenkliche und glorifizierende Dokumentationen zu militärhistorischen und militärtechnischen Themen (vgl. Militainment): „Mal wird in der eingekauften Lizenzware aus Übersee die US-Army glorifiziert, dann wieder klingt in der Aufarbeitung von Schlachten des Zweiten Weltkriegs der Subtext durch, was alles möglich gewesen wäre, wenn Hitler nur auf seine fähigen Militärs gehört hätte.“ Die kurzen stündlichen Nachrichten wurden zudem als „boulevardesk“ kritisiert.[12]

Empfang[Bearbeiten]

Das Programm von N24 kann man folgendermaßen empfangen:

  • DVB-T (digitales Antennenfernsehen, ProSiebenSat.1-Mux)
  • analoges Kabelnetz
  • DVB-C (digitales Kabelnetz)
  • DVB-S (digitales Satellitenfernsehen Astra 19,2° Ost 12,5445 GHz horizontal, Symbolrate: 22.000 MSym/s, FEC: 5/6)
  • DVB-S2 (Pay-TV über HD+, digitales Satellitenfernsehen Astra 19,2° Ost 10,773 GHz horizontal, Symbolrate: 22.000 MSym/s, FEC: 3/4)
  • DVB-H (nur einzelne Beiträge und Ausschnitte aus dem Programm)
  • IPTV (über Telekom Entertain und Vodafone TV)
  • Zattoo
  • Onlinestream (Onlinestream über Adobe Flash auf N24.de)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag in der Datenbank der KEK
  2. a b "Welt" und N24 bilden multimediale Redaktion auf Die Welt (deutsch) Die Welt. 9. Dezember 2013. Abgerufen am 9. Dezember 2013.
  3. Pro-Sieben-Chef Ebeling: "Zuschussgeschäft Nachrichten". In: Süddeutsche Zeitung. 27. November 2009.
  4. Aust und Rossmann übernehmen: ProSiebenSat.1 wird N24 los. auf: n-tv.de, 16. Juni 2010.
  5. N24 startet am Montag mit neuem Programmschema. auf: quotenmeter.de, 31. Juli 2010.
  6. Strunz verlässt Nachrichtensender: Was erlaube N24? In: Süddeutsche Zeitung. 5. August 2010.
  7. Weg von N24: May, Hagemes und Co. auf: quotenmeter.de, 11. August 2010.
  8. Logo 2010
  9. Jackson beschert n-tv und N24 Traum-Quoten. auf: dwdl.de, 8. Juli 2009.
  10. N24 Austria und Juwelo TV HD neu auf Astra. auf: digitalfernsehen.de, 27. April 2012.
  11. Entwicklung und Positionierung der beiden privaten Nachrichtenkanäle im deutschen Fernsehmarkt MP 1/2008, S. 2–14.
  12. Sparten-Sender N24: Munter in die Panzerschlacht. auf: Spiegel-online. 15. September 2007.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: N24 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien