NSÍ Runavík

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NSÍ Runavík
Vereinslogo
Voller Name Nes Sóknar Ítrottarfelag
Ort Runavík
Gegründet 24. März 1957
Vereinsfarben schwarz-gelb
Stadion Við Løkin
Plätze 2.000
Präsident Dánjal Petur „Piddi“ Hansen
Trainer Trygvi Mortensen
Homepage nsi.fo
Liga Effodeildin
2014 4. Platz
Heim
Auswärts

NSÍ Runavík, vollständiger Name Nes Sóknar Ítrottarfelag („Sportverein der Gemeinde Nes“), abgekürzt NSÍ, ist ein färöischer Fußball- und Handballverein mit Sitz in Runavík auf der Insel Eysturoy.

Geschichte[Bearbeiten]

Der NSÍ wurde am Sonntag dem 24. März 1957 gegründet, als erster Sportverein am Ostufer des Skálafjørður. Der Name NSÍ wurde beibehalten, als die Gemeinde in zwei Kommunen, Runavík und Nes, aufgeteilt wurde. Der erste Vorstand bestand aus dem Vorsitzenden Niklas Foldbo, Vize Ib Haurits, Schatzmeisterin Johanna Jacobsen und Schriftführerin Jastrid á Roykheyggi.

Ib Haurits war der profilierteste Gründungsvater. Er war Bäcker aus Tvøroyri und der Einzige im Vorstand, der Erfahrungen mit organisiertem Sport hatte. In erster Linie kannte sich Haurits im Handball aus, somit war NSÍ zunächst bekannt für seine Handballmannschaft, die den Namen Tjaldur („Austernfischer“, Nationalvogel der Färöer) trug.

Ab 1960 kamen noch andere Sportarten hinzu, zum Beispiel Badminton. NSÍ war erfolgreich im Rudern aktiv und 1962 gelang es allen Booten des Vereins, die Regatta Vestanstevna zu gewinnen.

1972 wurde in Runavík ein Fußballplatz in Betrieb genommen und schon im Jahr darauf konnte die Juniorenmannschaft den zweiten Platz im Finale des Junioren-Cups gewinnen, die erste Fußballauszeichnung für NSÍ.

Später kam eine Sporthalle hinzu und der Fußballplatz við Løkin bekam einen Kunstrasen.

Die Ruderer wurden 1998 als Kappróðrarfelagið NSÍ selbständig und auch die Handballer gründeten im gleichen Jahr den Hondbóltsfelagið Tjaldur.

Mit seinen mehr als 600 Mitgliedern ist der NSÍ einer der größten Sportvereine der Färöer. Neben den vielen Aktiven lebt der Verein von der ehrenamtlichen Mitarbeit sehr vieler Helfer. Es gibt einen Förderverein und den Fanclub Guliganz.[1]

Fußball[Bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten]

  • Sverri Jacobsen (1979)
  • Abraham Løkin (1984)
  • Asbjørn Mikkelsen (1984)
  • EnglandEngland Ian Salter (1985)
  • Abraham Løkin (1986)
  • Poli Justinussen (1987)
  • DanemarkDänemark Kim Truesen (1988)
  • EnglandEngland Bobby Bolton (1991–1992)
  • Trygvi Mortensen (1992)
  • Petur Simonsen (1994)
  • EnglandEngland Ian Salter (1995)
  • Meinhard Dalbúð & Jógvan Norðbúð (1995)
  • Petur Mohr (1997–1998)
  • Jugoslawien Bundesrepublik 1992Jugoslawien Milan Ćimburović (1999)
  • Trygvi Mortensen (1999–2000)
  • Petur Mohr (2001)
  • Jógvan Martin Olsen (2002–2004)
  • Trygvi Mortensen (2005–2006)
  • Arnfinn Langaard & Bogi Lervig (2006)
  • Jóhan Nielsen (2007–2008)
  • Pauli Poulsen (2009–2011)
  • Kári Reynheim (2012)
  • Abraham Løkin (2013)
  • Heðin Askham (2013)
  • Trygvi Mortensen (2014–)

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

NSÍ Runavík (gelb) im Spiel gegen HB Tórshavn (rot-schwarz) 2008.

Aufgelistet sind alle Spieler, die zehn oder mehr Spiele für die Nationalmannschaft absolviert haben.

Erfolge[Bearbeiten]

Titel[Bearbeiten]

Ligarekorde[Bearbeiten]

  • Höchster Heimsieg: 9:0 gegen 07 Vestur (8. Mai 2011)
  • Höchste Heimniederlage: 0:5 gegen HB Tórshavn (19. September 1976), 0:5 gegen TB Tvøroyri (8. Juli 1979), 0:5 gegen B68 Toftir (7. Oktober 1995), 1:6 gegen HB Tórshavn (23. September 1984)
  • Höchster Auswärtssieg: 7:0 gegen AB Argir (25. Mai 2014)
  • Höchste Auswärtsniederlage: 1:10 gegen KÍ Klaksvík (27. Juni 1976)
  • Torreichstes Spiel: KÍ Klaksvík–NSÍ Runavík 10:1 (27. Juni 1976), KÍ Klaksvík–NSÍ Runavík 5:6 (22. Oktober 2005)
  • Ewige Tabelle: 5. Platz

Europapokalstatistik[Bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Heim Gast Ergebnis Bemerkungen
2003/04 UEFA-Pokal Qualifikation NSÍ Runavík Lyn Oslo 1:3 in Toftir
UEFA-Pokal Qualifikation Lyn Oslo NSÍ Runavík 6:0
2004 UI-Cup 1. Runde Esbjerg fB NSÍ Runavík 3:1
UI-Cup 1. Runde NSÍ Runavík Esbjerg fB 0:4 in Toftir
2005/06 UEFA-Pokal 1. Qualifikationsrunde NSÍ Runavík Liepājas Metalurgs 0:3 in Toftir
UEFA-Pokal 1. Qualifikationsrunde Liepājas Metalurgs NSÍ Runavík 3:0
2008/09 Champions League 1. Qualifikationsrunde Dinamo Tiflis NSÍ Runavík 3:0
Champions League 1. Qualifikationsrunde NSÍ Runavík Dinamo Tiflis 1:0 in Gundadalur
2009/10 Europa League 1. Qualifikationsrunde NSÍ Runavík Rosenborg Trondheim 0:3 in Gundadalur
Europa League 1. Qualifikationsrunde Rosenborg Trondheim NSÍ Runavík 3:1
2010/11 Europa League 1. Qualifikationsrunde NSÍ Runavík Gefle IF 0:2 in Gundadalur
Europa League 1. Qualifikationsrunde Gefle IF NSÍ Runavík 2:1
2011/12 Europa League 1. Qualifikationsrunde FC Fulham NSÍ Runavík 3:0
Europa League 1. Qualifikationsrunde NSÍ Runavík FC Fulham 0:0 in Toftir
2012/13 Europa League 1. Qualifikationsrunde FC Differdingen 03 NSÍ Runavík 3:0
Europa League 1. Qualifikationsrunde NSÍ Runavík FC Differdingen 03 0:3 in Gundadalur
Wettbewerb Sp. G U V T+ T–
Champions League 2 1 0 1 1 3
UEFA-Pokal / Europa League 12 0 1 11 3 34
Intertoto Cup 2 0 0 2 1 7
Total 16 1 1 14 5 44

Rekordtorschütze im Europapokal ist Károly Potemkin mit zwei Treffern.

Frauenfußball[Bearbeiten]

Das Frauenteam von NSÍ gehörte zu den Gründungsmitgliedern der 1. Deild, belegte 1985 in Gruppe B jedoch nur den fünften Platz und stieg somit ab. Bei ihrer Rückkehr gelang 1988 noch als Vorletzter der Klassenerhalt, die Saison darauf wurde jedoch mit null Punkten abgeschlossen. 1995 wurde abermals der letzte Platz in der ersten Liga erreicht, 1998 der vorletzte, woraufhin sich die Mannschaft zurückzog. Auch im Jahr 2000 konnte sich NSÍ nur ein Jahr in der ersten Liga halten. 2006 wurde zwar der sportliche Abstieg in den Relegationsspielen vermieden, allerdings verzichtete die Mannschaft 2007 auf eine weitere Teilnahme und zog sich wieder zurück. Ab 2008 trat der Verein in einer Spielgemeinschaft mit B68 Toftir an und schaffte in der ersten Saison als Drittplatzierter den Aufstieg in die erste Liga.

Bekannte Spielerinnen[Bearbeiten]

Aufgelistet sind alle Spielerinnen, die zehn oder mehr Spiele für die Nationalmannschaft absolviert haben.

Ligarekorde[Bearbeiten]

  • Erstligateilnahmen: 1985, 1988, 1989, 1995, 1998, 2000, 2006, 2007
  • Beste Ligaplatzierung: 5. Platz (2000)
  • Höchster Heimsieg: 9:0 gegen HB Tórshavn (7. Mai 2006)
  • Höchste Heimniederlage: 0:12 gegen KÍ Klaksvík (17. April 2006)
  • Höchster Auswärtssieg: 7:1 gegen B36 Tórshavn (24. September 2000)
  • Höchste Auswärtsniederlage: 0:11 gegen B36 Tórshavn (18. Juni 1989), 0:11 gegen B36 Tórshavn (27. August 1995)
  • Torreichstes Spiel: NSÍ Runavík–B36 Tórshavn 1:11 (10. September 1989), NSÍ Runavík–KÍ Klaksvík 0:12 (17. April 2006)
  • Ewige Tabelle: 12. Platz

Handball[Bearbeiten]

Tjaldur (gelb) im Spiel gegen VB Vágur (rot-blau) 2010.

Unter dem Namen Tjaldur konnte die Handballabteilung von NSÍ Runavík, welche sich am 29. Oktober 1998 vom Hauptverein abspaltete, in den letzten Jahren erste Erfolge feiern, 2009 gewannen die Damen ihre erste Meisterschaft, das Pokalfinale ging jedoch mit 23:25 gegen Stjørnan Klaksvík verloren. 2011 glückte die Revanche mit einem 26:22-Sieg. 2013/14 zog sich die Mannschaft der Damen vom Spielbetrieb der zweiten Liga zurück, die Herren stellten kein Team.

Erfolge[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. NSI.fo Søgan (auf färöisch, Grundlage des Geschichtsteils)
  2. Dana Cup
  3. SunSet – kappingin (färöisch)
  4. Vinnarar – kvinnur (färöisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: NSÍ Runavík – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien