Nabaztag

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Ein Nabaztag (von Armenisch: Nabaztag - Hase) ist ein kommunizierender Gegenstand in Form eines stilisierten Hasen.

Entstehung und Weiterentwicklung[Bearbeiten]

Der Nabaztag wurde von Rafi Haladjian und Olivier Mével entworfen. Die ersten Fassungen des Webhasen wurden von der Ingenieurschule ESME-Sudia in Ivry-sur-Seine entwickelt. Die französische Firma Violet erwarb die technischen und kommerziellen Rechte und produzierte den Hasen.

Anfang Dezember 2006 wurde der Nabaztag/tag vorgestellt. Auf Bauchnabelhöhe ist ein Mikrofon angebracht, das es erlaubt, den Hasen per Stimme zu kontrollieren und anderen Nabaztags Nachrichten zu senden. Außerdem können auch Audio-Streaminginhalte abgespielt werden, wodurch die Verwendung von Webradio-Diensten ermöglicht wird. Das neue Modell ist ebenfalls imstande, RFID-Tags zu erkennen. Die erste Anwendung der RFID-Tags fand im Dezember 2007 in Zusammenarbeit mit Gallimard Jeunesse statt. Violet und Gallimard veröffentlichten das erste Buch mit RFID-Chip, das vom Nabaztag erkannt und gelesen werden kann. Im November 2008 stellte Violet die ersten RFID-Chips vor, welche man mit den Alltagsgegenständen verbinden kann, um diesen Anwendungen zuzuordnen. Außerdem beherrscht der Hase nun die WPA-Verschlüsselung und besitzt auf der Rückseite einen Lautstärkeregler.

Entwicklung des Services[Bearbeiten]

Bis Mitte 2009 betrieb die Firma Violet die für den Gebrauch des Internethasen notwendigen Server. Diese wurden nach der Insolvenz von Violet (2009) von Mindscape übernommen. Am 27. Juli 2011 hat Mindscape die für den Betrieb der Nabaztag-Hasen notwendigen Server abgeschaltet und den Quellcode der Server als open source veröffentlicht. Der Nabaztag kann nur noch mit lokalen und privat betriebenen Servern (z.B. OpenNab) weiter genutzt werden.

Technische Merkmale[Bearbeiten]

Der Nabaztag ist 23 Zentimeter hoch, wiegt 418 Gramm und wird über WLAN 802.11b/g mit dem Internet verbunden. Er kommuniziert mit seinem Benutzer per Stimme, Lichtsignalen oder Ohrenbewegungen. Er informiert z. B. über das Wetter, Börsenkurse, die Luftqualität, den Straßenverkehr oder ankommende E-Mails. Die Leistungsaufnahme beträgt etwa 7 Watt (Licht, Lautsprecher und Ohren), im Standby-Modus nimmt er weniger als 1 Watt auf.

Bei diesen Geräten findet keine lokale Signalverarbeitung statt, sondern das von den Sensoren aufgenommene wird an fremde Server übertragen. Dort werden die Daten verarbeitet (Audio zu Text Konvertierung), findet die Signalverarbeitung statt, eine Antwort wird generiert und diese zum Nutzer übertragen und vom Gerät ausgeliefert.

Internet der Dinge[Bearbeiten]

Es gibt weitere Geräte, die über das sogenannte Internet der Dinge mit dem Nabaztag kommunizieren können. Dies sind:

  • mir:ror
  • ztamp:s
  • nano:ztag
  • Dal:dal
  • Chumby
  • Karotz

Weblinks[Bearbeiten]

  • [1] Technische Beschreibung des Nabaztags (frz.)
  • Nabaz'mob, opera für 100 Nabaztag, von Antoine Schmitt und Jean-Jacques Birgé
  • chumby.com - Website von Chumby Industries