Nachricht

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Inhalt einer Information. Zur Nachricht im Journalismus siehe Nachricht (Journalismus).
Ein Musikkonzert ist aus Sicht der Kommunikationswissenschaften die Übertragung einer Nachricht mit Musik, Text und Zeichensprache.

Nachricht bezeichnet alltagssprachlich den Inhalt einer Information. Die Mitteilung einer Nachricht ist die Benachrichtigung. In der Informationstheorie ist eine Nachricht eine Information, die sich quantitativ als Signal und qualitativ als bedeutungstragendes Zeichen oder Zeichenfolge beschreiben lässt. Sie wird im Prozess der Kommunikation nach Maßgabe eines Codes von einem Sender an einen Empfänger übermittelt. Für den Empfänger hat sie einen Neuigkeitswert und ruft über die Stimulation hinaus bei ihm eine interpretative Reaktion hervor.

Nachrichten sind das Grundelement der Kommunikation und damit Gegenstand der Betrachtung durch verschiedene Wissenschaften, unter anderem der Semiotik, der Informationstheorie, der Kommunikationswissenschaften, der Nachrichtentechnik und der Verhaltensforschung.

Etymologie[Bearbeiten]

Laut dem Deutschen Wörterbuch ist die Nachricht eine "mitteilung zum darnachrichten".[1] Seit etwa 1600 steht Nachricht für eine ‘Mitteilung’, Im 16. bis 18. Jahrhundert ist Nachrichtung für etwas ‘wonach man sich zu richten hat, Anweisung’ bezeugt, was aber allmählich verdrängt wird. Im Plural werden seit dem 20. Jahrhundert mit Nachrichten ‘(über Rundfunk, Fernsehen gesendete) aktuelle, besonders politische Meldungen’ bezeichnet.[2]

Semiotik und Informationstheorie[Bearbeiten]

In der Semiotik entfalten Zeichen auf der Semantik-Ebene ihre Bedeutung.

Eine Nachricht wird im Allgemeinen durch Signale übertragen, die, wenn sie verstanden wurde, dem Empfänger Wissen bringt. Dabei ist es entscheidend, dass der Empfänger in der Lage ist, die Nachricht zu entschlüsseln, dass also die Kodierung (Sprache, Datenformat, etc.) der Nachricht bekannt ist, und dass ein semantischer Kontext vorhanden ist, so dass die Bedeutung der Nachricht verstanden werden kann. Eine Nachricht ist in diesem Sinne Information im Zustand der Übertragung. Wird zusätzlich Information übermittelt, die hilft, den Inhalt der Nachricht zu dekodieren, so spricht man von einer Metabotschaft.

Nachrichten- und Datentechnik[Bearbeiten]

Die technische Übertragung bzw. Übermittlung ist die Aufgabe der Nachrichtentechnik. In der Netzwerktechnik versteht man unter Nachricht ein Datenpaket.

Medien- und Alltagssprache[Bearbeiten]

Hauptartikel: Nachricht (Journalismus)

Häufig steht Nachrichten synonym für Neuigkeiten und teilen Informationen über Ereignisse mit. Im Allgemeinen Sprachgebrauch steht deshalb der Plural Nachrichten für Berichte über aktuelle Ereignisse in den Massenmedien, wie Fernsehen, Radio oder Zeitungen und Zeitschriften. Dabei unterscheidet man zwischen „guten Nachrichten“, wie zum Beispiel die Rettung oder Genesung von Menschen, und „schlechten Nachrichten“, wie Berichten über Katastrophen, Sterbefälle oder Unglücke.

In der Bibel steht „Gute Nachricht“ gleichbedeutend für die vier Evangeliumsberichte über das Leben und Wirken Jesu von Nazaret.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ines Bose/ Dietz Schwiesau (Hrsg.): Nachrichten schreiben, sprechen, hören. Forschungen zur Hörverständlichkeit von Radionachrichten. Berlin 2011, (ISBN 978-3-86596-990-3)
  • Dietz Schwiesau, Josef Ohler: Die Nachricht in Presse, Radio, Fernsehen, Nachrichtenagentur und Internet. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis. München 2003, ISBN 3-471-78309-1

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Nachricht – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „NACHRICHT, f. erst seit dem 17. jahrh.
    1. mittheilung zum darnachrichten und die darnachachtung....
    2. überhaupt mittheilung einer begebenheit u.s.w.“.
    Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Band 7. Leipzig 1889, S. 103
  2. Etymologisches Wörterbuch des Deutschen nach Pfeifer, online auf DWDS, abgerufen am 29. November 2011