Nachrichten aus Mittelerde

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Tolkiens Welt
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Nachrichten aus Mittelerde (englischer Originaltitel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth) ist eine Sammlung von Texten des Fantasy-Autors J. R. R. Tolkien, die postum von seinem Sohn Christopher zusammengestellt, überarbeitet, kommentiert und 1980 veröffentlicht wurden. Im Gegensatz zum Silmarillion sind die Texte in diesem Buch nicht zu einem zusammenhängenden Ganzen bearbeitet worden, sondern sie werden als Fragmente präsentiert, wie Tolkien sie hinterlassen hat. Einzig die Schreibweise der Namen wurde vereinheitlicht.

Jedem Fragment folgt ein ausführlicher Kommentar des Herausgebers, in dem unter anderem Zusammenhänge zu Der Herr der Ringe oder anderen Werken Tolkiens hergestellt werden. Die Fragmente sind chronologisch geordnet nach den Zeitaltern in Tolkiens Welt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Inhalt

[Bearbeiten] Erstes Zeitalter

Teil Eins behandelt das Erste Zeitalter in Mittelerde. Hierbei geht es besonders um die Geschichten der Menschen aus dem Geschlecht Hador Lóriols (Hador Goldscheitel) und man könnte das Kapitel daher auch bei seinem elbischen Namen nennen. In Quenya Nyáre maro ló Hador oder Sindarin Narn e-mbar Hador. Hador war ein Vasall des Elbenkönigs Fingolfin und Vater von Galdor, der wiederum zwei Söhne hatte. Diese hießen Huor und Húrin und lebten in Dor Lómin (‚Land des Schattens‘) einem Gebiet hoch oben im Nordwesten von Beleriand. Die Erzählungen berichten nun über Tuor, den Sohn von Hour und seiner Frau Rían und von Túrin dem Sohn Húrins und seiner Gemahlin Morwen. Beide Frauen entstammten dem Hause Beors des Alten, daher waren Tour und Túrin weitläufig mit Beren dem Einhänder verwandt. Von Hador, der in der Dagor Bragollach (‚Schlacht des jähen Feuers‘) gefallen war, stammt der berühmte Drachenhelm, das Erbstück seines Hauses, der zuletzt von Túrin Turambar getragen wurde. Hador besaß darüber hinaus ein Schwert, dass den Namen Hadhafang (‚Eisenschwinge‘) trug und wahrscheinlich von dem Zwergenschied Fangluin (‚Blaubart‘) aus Nogrod (‚Zwergengrotte‘) hergestellt worden war. Der Name dieses Schwertes taucht in der Verfilmung der Herr der Ringe Trilogie auf, wo er für das Schwert Arwens benutzt wird.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in dieser Geschichte ist es, dass die Brüder Huor und Húrin eine Zeit lang in der verborgenen Stadt Gondolin lebten und von deren König Turgon wie seine Kinder erzogen wurden. Sie lernten dort viel über die Geschichte der Elben und sprachen die Elbensprache Quenya. Huor und Húrin zählen neben Tuor zu den einzigen Menschen, die diese Stadt je betreten haben.

Für genauere Details zu den Erzählungen

Die Stadt Gondolin und ihr späterer Untergang weisen Ähnlichkeiten mit den Beschreibungen Trojas in Homers Epos Ilias auf.[1]

[Bearbeiten] Zweites Zeitalter

Das Zweites Zeitalter befasst sich mit dem Aufstieg und Fall der Menschen, die als Edain oder Elbenfreunde bezeichnet wurden. Sie entstammten den drei Häusern jener Menschenvölker, die im Ersten Zeitalter über die Ered Luin (‚Blaue Berge‘) nach Beleriand gekommen waren und den Elben dort in ihrem Kampf gegen Morgoth, den ‚Schwarzen Feind‘ und Gegenspieler der Valar und Elben, beigestanden hatten. Als Lohn für ihre Hilfe hatten sie von den Valar eine eigene Insel, weit westlich von Mittelerde, im großen Meer Belegar erhalten. Von dieser und den dortigen Ereignissen, aber auch von Galadriel und Celeborn und der Liebe des Elbenfürsten Amroth zu der schönen Elbin Nimrodel, die sich in Mittelerde abspielen, wird in den folgenden Abschnitten berichtet.

Die Beschreibung Númenors und ihr Versinken im Meer erinnern an die Erzählung über Atlantis. So war beispielsweise ein Name dieser Insel auch Atalantië (‚Die Zurückgesunkene‘). Ein frühes Konzept für den Fall Númenors befindet sich auch im Band fünf von The History of Middle-earth, das den Titel The Lost Road and Other Writings trägt.

[Bearbeiten] Drittes Zeitalter

Das Kapitel über das Dritte Zeitalter beschäftigt sich mit den Vorkommnissen, die sich nach der Schlacht des Letzten Bündnisses gegen Sauron ereignen. Sie schildern also die Ereignisse, die als Vorgeschichte bzw. Ergänzung zu der Erzählung der Herr der Ringe gelten.

[Bearbeiten] Teil Vier

In Teil Vier geht es beispielsweise um das Menschenvolk der Drúedain (‚Wilde Menschen‘), die in der Wildnis Mittelerdes lebten. Einige von ihnen kamen auch nach Beleriand, aber die meisten bewohnten die bewaldeten Tälern der Ered Nimrais (‚Weiße Berge‘) oder die Drúwaith Iaur, die ‚alte Wildnis‘, die sich westlich des späteren Königreichs Gondor bis zum Kap von Andrast erstreckt. Ein Abschnitt widmet sich den Istari (‚Weise‘), die von den Menschen Zauberer genannt wurden und der Letzte befasst sich mit den Palantíri, den ‚Sehenden Steinen‘, die der Elb Feanor erschaffen hatte.

[Bearbeiten] Literatur

Die Nachrichten aus Mittelerde sind in der deutschen Übersetzung im Klett-Cotta Verlag in zwei Ausgaben erhältlich:

[Bearbeiten] Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. Vgl. etwa Tolkien’s Gondolin auf thinkquest.org.
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