Nachtpfauenaugen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
 

Dieser Artikel wurde aufgrund von formalen und/oder inhaltlichen Mängeln in der Qualitätssicherung Biologie zur Verbesserung eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Biologie-Artikel auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Bitte hilf mit, diesen Artikel zu verbessern! Artikel, die nicht signifikant verbessert werden, können gegebenenfalls gelöscht werden.

Lies dazu auch die näheren Informationen in den Mindestanforderungen an Biologie-Artikel.

Nachtpfauenaugen
Wiener Nachtpfauenauge (Weibchen) (Saturnia pyri)

Wiener Nachtpfauenauge (Weibchen) (Saturnia pyri)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Unterordnung: Glossata
Familie: Pfauenspinner (Saturniidae)
Unterfamilie: Saturniinae
Gattung: Nachtpfauenaugen
Wissenschaftlicher Name
Saturnia
Schrank, 1802

Die Nachtpfauenaugen (Saturnia) zählen zu den Nachtfaltern und stellen in der Schmetterlingsfauna eine Gattung aus der Familie der Pfauenspinner (Saturniidae) dar.

Merkmale[Bearbeiten]

Zwei Arten sind am bekanntesten: das Wiener Nachtpfauenauge (Saturnia pyri) und das Kleine Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia). Ersteres wurde in Deutschland bislang nur an wenigen Stellen beobachtet und dort auch eindeutig bestimmt (z. B. bei Heidelberg 1907 oder in Singen am Hohentwiel 1908). Im 19. Jahrhundert wurden die Raupen vielfach in der Seidenspinnerei eingesetzt, dabei sind immer wieder einige Exemplare in das Freiland entwichen. Auch hat es mehrere erfolglose Auswilderungsversuche gegeben (z. B. im Saarland). Als Fazit lässt sich sagen, dass das Große Nachtpfauenauge nicht als bodenständige Schmetterlingsart betrachtet werden kann.

Nachfolgend wird auf das Kleine Nachtpfauenauge eingegangen, dessen Verbreitung den mitteleuropäischen Raum umfasst. Aufgrund seiner nachtaktiven Lebensweise ist der Falter selten zu beobachten.

Flugzeit[Bearbeiten]

Die Falter fliegen von Mitte April bis Mitte Mai.

Lebensraum[Bearbeiten]

Raupe des Kleinen Nachtpfauenauges (Saturnia pavonia)

Ursprüngliche, von Eingriffen weitgehend freie Lebensräume, z. B. naturnahe Waldränder, Kiesgruben, Ruderalstellen, aber auch Naturgärten, werden von den Faltern bevorzugt.

Lebensweise[Bearbeiten]

Das Nachtpfauenauge nimmt nur als Raupe Nahrung auf und lebt als Falter von den Fettreserven. Die Entwicklung vom Ei bis zum Verpuppung der Raupe dauert etwa 10-12 Wochen. Vor der Verpuppung spinnen die Raupen einen braunen Kokon. Die Puppen überwintern im Kokon bis zum folgenden Frühjahr. Einige Puppen benötigen auch zwei Winter bis zum Schlupf, man spricht dann vom Überliegen. Die erwachsenen Falter haben keine funktionsfähigen Mundwerkzeuge mehr. Im Folgenden ist eine Vielzahl von Pflanzen benannt, die als Futter für die Raupe dienen: Brombeere (Rubus sp.), Himbeere (Rubus idaeus), Heidelbeere (Vaccinium sp.), Schlehe (Prunus spinosa), Mädesüß (Filipendula sp.), Wiesensalbei (Salvia pratensis), diverse Weidenarten (Salix sp.). Die Männchen sind tagsüber im hektischen Flug zu beobachten, die Weibchen nachts zur Eiablage.

Systematik[Bearbeiten]

In Europa ist die Gattung Saturnia mit neun Arten und Unterarten vertreten:[1]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSaturnia Schrank 1802. Fauna Europaea, Version 1.3, 19.04.2007, abgerufen am 02.01.2008.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Denis, Johann Ignaz Schiffermüller: Systematisches Verzeichnis der Schmetterlinge der Wienergegend, Bernardi, Wien 1775
  • Günter Ebert (Hrsg.): Die Schmetterlinge Baden-Württembergs Band 4, Nachtfalter II (Bombycidae, Endromidae, Lasiocampidae, Lemoniidae, Saturniidae, Sphingidae, Drepanidae, Notodontidae, Dilobidae, Lymantriidae, Ctenuchidae, Nolidae). Ulmer Verlag Stuttgart 1994. ISBN 3-8001-3474-8
  • Manfred Koch: Wir bestimmen. Schmetterlinge. Band 2. Bären, Spinner, Schwärmer und Bohrer Deutschlands. Neumann Verlag Radebeul 2. Auflage 1964
  • Hans-Josef Weidemann, Jochen Köhler: Nachtfalter, Spinner und Schwärmer, Naturbuch-Verlag, Augsburg 1996, ISBN 3-89440-128-1

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nachtpfauenaugen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien