Nadeem Elyas
Nadeem Elyas (arabisch نديم إلياس, DMG Nadīm Ilyās; * 1. September 1945 in Mekka) war in den Jahren von 1995 bis 2006 Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Er ist sunnitischer Muslim wahhabitischer Ausrichtung. [1] Elyas verließ 1964 Saudi-Arabien, studierte in Deutschland Medizin und Islamwissenschaft und praktizierte als Gynäkologe. Er lebt in Eschweiler (Nordrhein-Westfalen), ist verheiratet und hat vier Kinder.
Er war Generalsekretär der Union Muslimischer Studenten Organisation in Europa und Sprecher des Islamischen Zentrums Aachen, ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Islamischen Kooperationsrats in Europa und Partner in Arbeitskreisen und Beiräten, wie dem Islamisch-christlichen Arbeitskreis, dem Interkulturellen Rat oder dem Runden Tisch der Religionen. Im Entführungsfall um die deutsche Archäologin Susanne Osthoff bot sich Elyas 2005 für einen Austausch gegen die Geisel an.
Nadeem Elyas’ Nachfolger im Zentralrat wurde 2006 Ayyub Axel Köhler, womit gleichzeitig der Sitz des Zentralrats von Elyas’ Wohnort Eschweiler nach Köln wechselte.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ http://www.welt.de/print-welt/article395030/Das_doppelte_Gesicht_des_Islam_in_Deutschland_Nadeem_Elyas.html
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Nadeem Elyas im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Gemeinsame Erklärungen des Interreligiösen Arbeitskreises des Interkulturellen Rates Deutschland
- Der Islam muß in jedem Land anders ausgelegt werden, Interview in der FAZ, 1. Januar 2005
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Elyas, Nadeem |
| KURZBESCHREIBUNG | saudi-arabischer Islamwissenschaftler und Mediziner, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (1995–2006) |
| GEBURTSDATUM | 1. September 1945 |
| GEBURTSORT | Mekka |