Naguib Sawiris

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Naguib Sawiris

Naguib Sawiris (auch: Sawires, arabisch ‏نجيب ساويرس‎, DMG Naǧīb Sāwīris; * 15. Juni 1954) ist der ägyptische Vorstandsvorsitzende und größte Aktionär des Telekommunikationsunternehmens Orascom Telecom. Er lebt in Kairo, ist verheiratet und hat vier Kinder. Sein Vater, Onsi Sawiris, baute das Unternehmen Orascom auf.

Sawiris, der der koptischen Kirche angehört, besuchte die Deutsche Evangelische Oberschule in Kairo und studierte später an der ETH Zürich.

Im März 2005 kaufte er durch die Holdinggesellschaft Weather 65 % von Wind von dem italienischen Energieversorger ENEL. Der Vertrag sieht vor, dass bis Juni 2006 die restlichen Anteile an Weather übergehen. In der Liste der reichsten Menschen der Welt des US-amerikanischen Magazins Forbes wird Sawiris mit einem Vermögen von 12,7 Mrd. Dollar auf Platz 60 geführt; er gilt damit als der reichste Mensch Afrikas.

Im Jahre 2007 sprach ein fundamentalistischer, ägyptischer Scheich eine Fatwa gegen Sawiris aus, weil er sich im Rahmen der Kopftuch-Debatte abwertend über das Tragen von Kopftüchern geäußert haben soll.[1]

Im Zuge der Ägyptischen Revolution 2011 gründete er die säkular-liberale Partei der Freien Ägypter, um die Vereinnahmung von Politik und Gesellschaft durch die islamistischen Parteien, Freiheits- und Gerechtigkeitspartei und Partei des Lichts, zu stoppen.

Nach der Machtergreifung der Muslimbrüder verläßt Sawiris Anfang 2013 Ägypten. [2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Radio Vatikan: Ägypten: Fatwa für koptischen Milliardär 27. Dezember 2007.
  2. welt.de:Ägyptens Kopten verlieren ihren Hoffnungsträger