Nagycenk

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Nagycenk
Wappen von Nagycenk
Nagycenk (Ungarn)
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Basisdaten
Staat: Ungarn
Region: Westtransdanubien
Komitat: Győr-Moson-Sopron
Kleingebiet bis 31.12.2012: Sopron-Fertőd
Koordinaten: 47° 36′ N, 16° 42′ O47.60277777777816.698611111111Koordinaten: 47° 36′ 10″ N, 16° 41′ 55″ O
Fläche: 21,30 km²
Einwohner: 1.920 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+36) 99
Postleitzahl: 9485
KSH kódja: 02495
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Bürgermeister: János Csorba
Postanschrift: Gyár u. 2
9485 Nagycenk
Webpräsenz:
(Quelle: A Magyar Köztársaság helységnévkönyve 2011. január 1. bei Központi statisztikai hivatal)

Nagycenk (deutsch: Großzinkendorf oder Zinkendorf) ist ein Ort im Komitat Győr-Moson-Sopron im Kleingebiet Sopron-Fertőd in Ungarn.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Nagycenk liegt in im Westen Ungarns unmittelbar an der Grenze zu Österreich, südlich des Neusiedlersees, gegenüber der burgenländischen Ortschaft Deutschkreutz.

Geschichte[Bearbeiten]

Bei Ausgrabungen wurden Überreste aus der Hallstattzeit, sowie Gräber aus der Römer- und der Awarenzeit. gefunden. Der Ort wurde 1291 erstmals erwähnt und war lange geprägt durch die Familien reicher Großgrundbesitzer wie der Széchenyi.[1] Das barocke Herrenhaus der Familie von 1759 ließ István Széchenyi 1834–40 im neoklassizistischen Stil zum Schloss umbauen.[2]

Bei der Volksabstimmung 1921 im Burgenland stimmte die im Gegensatz zu den Nachbardörfern mehrheitlich magyarische Bevölkerung geschlossen für den Verbleib des Gebietes von Sopron bei Ungarn.[3]

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, kurz vor dem Einmarsch der Roten Armee, ermordete die SS in Nagycenk hunderte inhaftierte Juden, die anschließend vergraben wurden.[4]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Széchenyi

Verkehr[Bearbeiten]

Nagycenk ist Kreuzungspunkt der Hauptstrassen Nr. 84 (in Richtung Budapest) und Nr. 85 (zum Plattensee). Der Ort liegt an der Raab-Ödenburg-Ebenfurter Eisenbahn.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Groß und Klein Zinkendorf (Mitte oben) um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Webseite der Gemeinde Nagycenk
  2. Bernhard Abend: Ungarn. Baedeker. ISBN 3-82971-092-5, S. 374.
  3. Arnold Suppan: Jugoslawien und Österreich 1918–1938. Bilaterale Außenpolitik im europäischen Umfeld. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1996, ISBN 3-486-56166-9, S. 160; Oskar Helmer: 40 Jahre Burgenland. Ein Land wählt die Freiheit. Wiener Volksbuchhandlung, Wien 1961, S. 50.
  4. Randolph L. Braham: The politics of genocide. The Holocaust in Hungary. Wayne State University Press, Detroit 2000, ISBN 0814326919, S. 51; Tibor Timothy Vajda: In the Whirlwind of History. Struggle on and Keep the Faith. Verlag iUniverse, New York 2003, ISBN 059529314X, S. 206.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nagycenk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien