Nahuelito

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Foto, das angeblich Nahuelito zeigt

Nahuelito, auch Der patagonische Plesiosaurier genannt, ist der Name eines Seeungeheuers, das angeblich im Nahuel-Huapi-See in Argentinien leben soll.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Nahuelito wird als ein Reptil mit schwanenhaftem Hals und krokodilähnlichem Körper beschrieben. Viele sehen in ihm einen Plesiosaurier. Häufig hat er eine Länge von 4,50 bis 6 Metern, es wurden aber auch schon Tiere mit bis zu 45 m Länge gesichtet.

Sichtungen[Bearbeiten]

  • Clement Onelli, der Direktor des Zoos von Buenos Aires, hörte seit 1897 immer wieder Berichte über ein unbekanntes Tier. 1922 informierte ihn der amerikanische Goldsucher Martin Sheffield über einen namenlosen See, in dem eine rätselhafte Kreatur mit einem schwanenartigen Hals und krokodilähnlichem Körper leben sollte. Nach der Schilderung des Goldsuchers beschloss Onelli, eine Expedition solle das mysteriöse Seeungeheuer suchen. Doch die von dem Oberaufseher des Zoos, José Cihagi, geleitete sowie mit Dynamit und Elefantenbüchsen ausgerüstete Expedition blieb erfolglos.
  • 6. April 1922 erregte ein in der kanadischen Zeitung Toronto Globe erschienener Artikel großes Aufsehen. Der Manager George Garett schilderte seine Sichtung eines unbekannten Tieres aus dem Jahre 1910: Er entdeckte in etwa 400 Metern Entfernung ein Monster mit einem Durchmesser von ca. 4,50 bis 6 Metern, das schätzungsweise 1,80 Meter aus dem Wasser ragte und nach einigen Minuten wieder verschwand. Als er davon seinen Nachbarn erzählte, erzählten ihm diese, Indios sprächen oft von großen Wassertieren, die sie von Zeit zu Zeit sehen würden.

In neuerer Zeit tauchen immer wieder Filmaufnahmen von Nahuelito auf, die aber alle nur Wellen zeigen, die von dem Tier verursacht worden sein sollen.

Mögliche Erklärungen[Bearbeiten]

Manche Kryptozoologen halten Nahuelito für einen Angehörigen der Plesiosaurier, die als seit Millionen Jahren ausgestorben gelten.

Auch einige abwegige Theorien wurden zur Existenz von Nahuelito verfasst. So sollen die Tiere Resultat der in den 1950er Jahren durchgeführten Atomtests sein. In einem Artikel der New York Post vom 17. Februar 1960 unter der Überschrift The Monster Rally Down Argentine Way wurde behauptet, Nessie sei 13.000 Kilometer von Schottland nach Patagonien geschwommen.

Quellen[Bearbeiten]

  • Corinna Harder, Jens Schumacher, Bernhard Speh: Nessie, Yeti und Co. – Geheimnisvollen Wesen auf der Spur. Patmos, Düsseldorf 2006, ISBN 3-491-42045-8.