Nahwärme
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Als Nahwärme wird die Übertragung von Wärme zwischen Gebäuden zu Heizzwecken umschrieben, wenn die Wärmeübertragung im Vergleich zur Fernwärme nur über verhältnismäßig kurze Strecken erfolgt.
Eigentlich hat der Begriff nur einen politisch-ideologischen Hintergrund, um eine künstliche Alternative zur Fernwärme vorzutäuschen. Definition des Bundesgerichtshofes: "Wird Wärme von einem Dritten nach unternehmenswirtschaftlichen Gesichtspunkten eigenständig produziert und an andere geliefert, so handelt es sich um Fernwärme. Auf die Nähe der Anlage zu den versorgenden Gebäuden oder das Vorhandensein eines größeren Leitungsnetzes kommt es nicht an."
Die Betriebstemperaturen sind auch kein Kriterium für die Definition. Fern- und Nahwärme sind in einem technisch entwickelten Land eine notwendige Infrastruktur, um Wärme oder Abwärme überhaupt transportieren zu können. Nachfolgende Beschreibung erklärt die künstlich gewollte Abgrenzung.
Nahwärme wird im Unterschied zur Fernwärme in kleinen, dezentralen Einheiten realisiert und bei relativ niedrigen Temperaturen übertragen. Daher lässt sich Wärme aus Blockheizkraftwerken, aber auch aus Sonnenkollektoranlagen oder niedertemperaturigen Erdwärmeanlagen verwerten. Im Zuge der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energiequellen spielt der Ausbau von Nahwärme daher eine große Rolle.
Typische Nahwärmeanlagen haben thermische Leistungen im Bereich zwischen 50 Kilowatt und einigen Megawatt und bedienen den Bereich mehrerer Gebäude, eines Wohngebietes oder einer Gemeinde. In Nahwärmemetze lassen sich auch Langzeit-Wärmespeicher integrieren, was bei einer einzelnen Gebäudeheizung meist nicht sinnvoll möglich ist. Für die Wärmeverteilung werden Kunststoffmantelverbundrohre, vor allem aber flexible Verbundrohre wegen der einfachen Verlegeart eingesetzt.
[Bearbeiten] Weblinks
Portal zur Energieforschung: Thema Solare Nahwärme in neuen Wohnsiedlungen

