Naivashasee

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Naivashasee
Lake naivasha.jpg
Geographische Lage Ostafrika, Kenia
Zuflüsse Gilgil und Malewa
Abfluss keine
Städte am Ufer Naivasha
Daten
Koordinaten 0° 46′ 10″ S, 36° 20′ 25″ O-0.7694444444444436.3402777777781880Koordinaten: 0° 46′ 10″ S, 36° 20′ 25″ O
Naivashasee (Kenia)
Naivashasee
Höhe über Meeresspiegel 1880 m
Fläche 135 km²dep1f5
Maximale Tiefe 8 mf10
Besonderheiten

Süßwassersee

Der Naivashasee (Lake Naivasha) ist der höchstgelegene See im östlichen Arm des Ostafrikanischen Grabens und ebenso wie der Baringosee ein Süßwassersee, während alle weiteren Seen im Ostarm des Grabens stark alkalisch sind.

Geographie[Bearbeiten]

Der See liegt im östlichen Teil des Ostafrikanischen Grabenbruchs (Great Rift Valley). Das Seebecken wird im Norden vom Vulkan Mt. Eburru, im Süden vom Olkaria-Vulkankomplex und dem Vulkan Mt. Longonot, im Westen vom Grabenrand des Mau-Escarpments und im Osten vom Kinangop-Plateau und dem Aberdare-Vulkankomplex (Aberdare Range) begrenzt. Das 3200 km² große Einzugsgebiet des Sees entwässert vor allem große Teile der regenreichen Aberdare Range im Osten, was der Hauptgrund für den Süßwassercharakter des Sees ist, während der benachbarte Elmenteitasee und Nakurusee ein extrem negatives hydrologisches Budget und einen alkalischen Charakter haben. Die Hauptzuflüsse des Naivashasees sind der Malewafluss und der Gilgilfluss. Der Naivashasee ist ohne überirdischen Abfluss, es wird jedoch von einem beträchtlichen Grundwasserstrom in die tiefergelegenen Becken im Norden und Süden ausgegangen. Grundwasserströme in das Becken sind von den Grabenrändern im Westen und Osten nachgewiesen.

Der See liegt vollständig im Staat Kenia im Distrikt Nakuru in der Provinz Rift Valley, etwa 70 km nordwestlich der Hauptstadt Nairobi.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Der See ist die Heimat einer bemerkenswerten Vielzahl von Vögeln. Hier wurden rund 300 Vogelarten gezählt, zum Beispiel Ibisse, Schreiseeadler, Goliathreiher, Marabus, Pelikane und Kormorane. Rund um den See können Giraffen, Antilopen, Flusspferde, Gnus und Zebras beobachtet werden.

Umwelt[Bearbeiten]

Der Seespiegel des Naivashasees ist beträchtlichen Schwankungen unterworfen. Neben natürlichen Einflüssen werden große Blumenfarmen (wie zum Beispiel Sher Karuturi), ein geothermisches Kraftwerk südlich des Sees bzw. die Entnahme von Trinkwasser aus den Zuflüssen für den Rückgang des Seespiegels verantwortlich gemacht. Weiterhin gehört Überfischung zu den Umweltproblemen am Naivashasee.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Sees[Bearbeiten]

Aufgrund der zahlreichen Sehenswürdigkeiten rund um den See bietet es sich, einige Tage in den Lodges am See zu verweilen. Den Nakuru Nationalpark kann man von hier aus auch in ca. einer Stunde erreichen.

Crescent Island Wildlife Sanctuary[Bearbeiten]

Das private Crescent Island Wildlife Sanctuary befindet sich auf einer Insel im See. Von nahezu jeder Lodge am See gibt es Bootsverbindungen zu der Insel kombiniert mit Vogelbeobachtungsfahrten. Auf der Insel selbst läuft man zu Fuß zwischen den wilden Tieren herum und kann sich unter anderem Zebras, Gnus und Giraffen auf bis zu zehn Meter nähern. Auf der ganzen Insel gibt es kein Raubtiere, daher geht die einzige Gefahr von den Nilpferden im See aus, die am frühen Abend den See verlassen und auf die Insel kommen. Leider sieht man der Insel an, dass sie aufgrund der großen Anzahl an Tieren überweidet ist. Die Eintrittspreise sind für Touristen relativ hoch.

Crater Lake Game Sanctuary[Bearbeiten]

Der Kratersee

Das ebenfalls privat geführte Crater Lake Game Sactuary befindet sich in der Nähe des Dorfes Kongoni westlich des Sees. Im Zentrum des landschaftlich einmaligen Wildparks befindet sich ein Kratersee, der von einem Wald umgeben ist. Der See beheimatet über hundert verschiedene Arten von Wasservögeln. Abhängig vom Wasserpegel der anderen Seen im Rift Valley kann man auch größere Populationen von Flamingos beobachten. Neben Wasservögeln kann man noch viele andere Arten von Säugetieren beobachten, unter anderem Giraffen, Zebras, Paviane, Elandantilopen oder schwarze bzw. weiße Stummelaffen. Der Park kann sowohl zu Fuß als auch per Auto erkundet werden.

Hell's Gate Nationalpark[Bearbeiten]

Südlich des Sees befindet sich der Hell’s-Gate-Nationalpark. In diesem relativ kleinem nur 68 km² großen Park kann man Giraffen, Zebras und Affen beobachten. Die vorhanden Leoparden und Geparden bekommt man jedoch kaum zu sehen. Das Zentrum des Parks bildet die Njorowa Gorge (oder Hell's Gate).

Elsamere Conservation Centre[Bearbeiten]

Das Elsamere Conversation Centre, der einstige Wohnsitz von Joy und George Adamson, befindet sich nahe bei Elsamere direkt am Naivashsee. Nach dem Mord an Joy Adamson wurde daraus eine Forschungsstätte mit integriertem Museum.

Weblinks[Bearbeiten]