Najaden (Schiff)

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Najaden
Najaden halmstad slott-1.JPG
p1
Schiffsdaten
Flagge SchwedenSchweden Schweden
Schiffstyp Vollschiff
Heimathafen Halmstad
Eigner Föreningen Najadens Vänner, Halmstad
Bauwerft Örlogsvarvet, Karlskrona
Stapellauf 11. Februar 1897
Verbleib Museumsschiff in Halmstad
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
48,80 m (Lüa)
Breite 8,40 m
Tiefgang max. 3,70 m
Verdrängung 350 t
 
Besatzung 120, davon 100 Jungen
Takelung und Rigg
Takelung Vollschiff
Anzahl Masten 3
Segelfläche 740 m²

Die Najaden ist ein 1897 gebautes, heutiges Museumsschiff in Halmstad. Die ersten 41 Jahre seiner Karriere diente die Najaden als Segelschulschiff der schwedischen Marine. Es ist eines der kleinsten als solches entworfenen und gebauten Vollschiffe.

Geschichte[Bearbeiten]

Als Segelschulschiff[Bearbeiten]

Die Najaden im Juli 1930 bei einem Besuch in Swinemünde

Gebaut wurde das nach den Najaden benannte Schiff in den Jahren 1896/97 von der Örlogsvarvet (Marinewerft) in Karlskrona. Der Bau entstand in Kompositbauweise, das heißt Kiel, Decksbalken und Spanten des Rumpfes bestehen aus Eisen, die Außenhaut aus Holz. Drei Jahre nach dem Bau der in Kompositbauweise erstellten Najaden baute die Örlogsvarvet im Jahr 1900 als letzten Neubau der Werft noch ein Schwesterschiff der Najaden mit komplett stählernem Rumpf, die Jarramas. In seinen ersten 41 Jahren seines Dienstes betrieb man das Vollschiff Najaden als Ausbildungsschiff für den seemännischen Nachwuchs der Marine. Seine Ausbildungsreisen führten das Schiff vom Heimathafen Karlskrona entlang der schwedischen Ost- und Westküsten, nach Dänemark, Großbritannien, Holland, Deutschland und einer Reihe von Ostseeanrainern. In diesen Jahren zeigte sich der Segler immer wieder als schnelles Schiff.

Spätere Karriere[Bearbeiten]

Nach ihrer Außerdienststellung im Sommer 1938 wurde die Najaden abgetakelt und aufgelegt. Während des Zweiten Weltkriegs lag das Schiff als schwimmende Unterkunft, Bereitschaftsfahrzeug und Hafensperre im Hafen Torekov und sollte dort nach Kriegsende zunächst abgewrackt werden.

Stattdessen erhielt die Stadt Halmstad das Schiff als Schenkung und restaurierte es auf Betreiben des Großhändlers Bernhard Aronsson in der Marinewerft in Karlskrona. Am 29. Juli 1946 traf das wiederhergestellte Schiff unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Halmstad ein. Seit 1956 hat der Museumssegler seinen ständigen Liegeplatz als schwimmende Touristenattraktion und Café in der Nissan am dortigen Schlosskai. Nachdem die Najaden schon 1971/72 neue Masten, 1976/77 ein neues Rigg und 1984/85 ein neues Deck erhalten hatte, gründete sich im Jahr 1988 die Gruppe Föreningen Najadens Vänner, die sich die weitere Restaurierung und Erhaltung des traditionsreichen Schiffes zum Ziel gesetzt hat. Deren Engagement um das Museumsschiff wurde 1994 mit eine Auszeichnung belohnt. Zur Zeit führt die Gruppe eine Restaurierung des Schiffes durch.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Schäuffelen, Otmar: Die letzten großen Segelschiffe. Verlag Delius Klasing, Bielefeld 1994, ISBN 3-7688-0860-2 (S. 269/70).

Weblinks[Bearbeiten]