Nakbé

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Mayaruine in Nakbé

Nakbé ist eine Ruinenstadt der Maya im Departamento Petén im heutigen Guatemala.

Sie liegt etwa 15 Kilometer südlich der Maya-Ruine El Mirador, mit der sie über eine Straße (Sacbé – auch Maya-Schnellstraße genannt) verbunden war. In der Spätklassichen Maya-Periode war die Stadt auch mit Calakmul über einen Sacbé verbunden.

Die Region wurde um etwa 1400 v. Chr. besiedelt – die Blütezeit der Stadt lag um etwa 800–400 v. Chr. und gilt als die erste große Stadt der Maya. Der Beginn der architektonischen Entwicklung in Nakbé konnte inzwischen auf etwa 1000 bis 800 v. Chr. datiert werden.

In der Neuzeit wurde Nakbé erstmals im Jahr 1930 wiederentdeckt, die archäologischen Untersuchungen begannen jedoch erst im Jahr 1962.

In Nakbé wurde eine Vielzahl an Keramiken, Töpfen, Schalen und Figuren gefunden. Der Fund von Muscheln und Obsidian zeugt von einem ausgeprägtem Handels- und Transportsystem, da diese über weite Strecken ihren Weg nach Nakbé gefunden haben. Diese Fähigkeit hat vermutlich eine große Rolle im Aufbau einer komplexen Gesellschaft der Maya gespielt.

Die Gebäude in Nakbé sind in zwei Gruppen (einem östlichen und einem westlichen Teil) angeordnet. Das größte Gebäude befindet sich im westlichen Teil und ist 48 Meter hoch wobei es auf einer sieben Meter hohen Plattform steht. An dem Gebäude befinden sich sieben Masken, die größte davon ist elf Meter breit und fünf Meter hoch und zeigt einen Vogelgott.

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17.6775-89.868555555556Koordinaten: 17° 40′ 39″ N, 89° 52′ 7″ W