Nakomiady

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Nakomiady
Nakomiady führt kein Wappen
Nakomiady (Polen)
Nakomiady
Nakomiady
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Landkreis: Kętrzyn
Gmina: Kętrzyn
Geographische Lage: 54° 0′ N, 21° 27′ O5421.45Koordinaten: 54° 0′ 0″ N, 21° 27′ 0″ O
Einwohner: 670
Postleitzahl: 11-405
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NKE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Ryn - Kętrzyn
Verwaltung
Webpräsenz: www.nakomiady.pl
Ehemaliges Herrenhaus des Guts Eichmedien.
Grabstätte der Familie Redecker im Park des ehemaligen Guts.
Dorfkirche (2009)

Nakomiady [nakɔˈmʲadɨ] (deutsch Eichmedien) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Kętrzyn (Gemeinde Rastenburg) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg),

Geographische Lage[Bearbeiten]

Nakomiady liegt etwa zehn Kilometer südöstlich der Stadt Rastenburg und 68 Kilometer östlich der Stadt Olsztyn (Allenstein).

Geschichte[Bearbeiten]

Das ehemalige Gutsdorf wurde zwischen 1392 und 1396 vom Komtur Konrad Kyburg angelegt. Er erbaute im Dorf ein Schloss. 1402 erneuerte der Hochmeister des Deutschen Ordens Ulrich von Jungingen die Privilegien der Ortschaft nach Kulmer Recht.[1] Das Schloss wurde später so stark zerstört, dass nur das Kellergeschoss und die Fundamente übrig blieben.

Das Gutsdorf erhielt im 17. Jahrhundert ein neues Herrenhaus, dessen Bau um 1680 vollendet war. Besitzer des Dorfes war seinerzeit Johann von Hoverbeck, ein Berater von Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg-Preußen, der am Zustandekommen des Vertrags von Wehlau mitgewirkt hatte. Der Kurfürst hatte es ihm 1653 zusammen mit benachbarten Dörfern aus Dank für hervorragende diplomatische Dienste übereignet. 1789 wurde das Dorf von Friedrich von Redecker aufgekauft, es blieb dann bis 1930 im Besitz der Familie Redecker.

Am 1. November 1831 wurde auch das Dorf Eichmedien von einer Choleraepidemie erfasst, die im Kreisgebiet grassierte.[2]

Vor 1945 lag Eichmedien im ostpreußischen Landkreis Sensburg.

Im Jahr 2008 hatte das Dorf 670 Einwohner.

Söhne und Töchter des Dorfs[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • E. Titius: Die Inschrift auf Schloss Eichmedien. In: Altpreußische Provinzial-Blätter, Band 72, Königsberg 1869, S. 225-233 (Volltext)
  • Adelheid Gräfin Eulenburg und Hans Engels: Ostpreußische Gutshäuser in Polen. Gegenwart und Erinnerung. Beck, München 1992.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nakomiady – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Tadeusz Swat: Dzieje Wsi. In: Aniela Bałanda u. a.: Kętrzyn. Z dziejów miasta i okolic. Pojezierze, Olsztyn 1978 (Seria monografii miast Warmii i Mazur), S. 209–210.
  2. Cholera-Archiv. Band 3, Berlin 1832, S. 126-127.