Name Service Switch

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In unixartigen Betriebssystemen erlaubt der Name Service Switch (NSS) die Konfiguration verschiedener Datenquellen für das Auflösen von Konfigurationsdaten (u.a. Hosts, Benutzer und Gruppen). Es ist möglich die lokalen Konfigurationsdateien (zum Beispiel /etc/passwd, /etc/group,...) um Datenbanken (wie z. B. LDAP, MySQL) zu ergänzen.

Funktionsweise[Bearbeiten]

Ein Systemadministrator konfiguriert normalerweise NSS mit Hilfe der Datei /etc/nsswitch.conf. Die Datei listet für Konfigurationsressourcen (passwd für Benutzer, group für Gruppen,...) die entsprechenden Datenquellen auf. Beim Ausführen einer Suchanfrage ist die Reihenfolge der dahinter angegeben Datenquellen entscheidend. Eine Konfiguration könnte so aus sehen:

passwd: files ldap
shadow: files ldap
group: files ldap
hosts: files ldap

Implementierung in die C-Bibliothek[Bearbeiten]

NSS ist in der Standard C Library implementiert, so dass Funktionen wie getpwent oder getgrent die entsprechenden Funktionen im NSS-Modul aufruft. Durch die Änderung auf Basis der Bibliothek können existierende Programme ohne Änderung mit NSS zusammenarbeiten.

Geschichte[Bearbeiten]

Frühere unixartigen Systeme konnten entweder nur Konfigurationsdateien oder fest codierte Regeln zur Auflösung von Konfigurationsabfragen nutzen. Nur Ultrix lieferte durch Benutzung der Konfigurationsdatei /etc/svc.conf eine nahezu identische Funktionalität wie NSS.

Sun Microsystems entwickelte NSS für Ihr Betriebssystem Solaris, aber nach und nach portierten Programmierer NSS in eine Vielzahl weiterer Betriebssysteme wie FreeBSD, NetBSD, Linux, HP-UX, IRIX und AIX.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]