Nan Martin

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Nan Martin (* 15. Juli 1927 in Decatur, Illinois, USA; † 4. März 2010 in Malibu, Kalifornien) war eine US-amerikanische Film-, Fernseh- und Theaterschauspielerin.

Biografie[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Nan Martin studierte einige Zeit an der University of California, Los Angeles (UCLA), wo sie auch in der dortigen Theatergruppe im Stück „The Gentle People“ auftrat. Anschließend arbeitete sie als Model für den Modeschöpfer Adrian. Ihre eigentliche schauspielerische Karriere begann sie 1950 in einer Nebenrolle im nur kurz laufenden Stück „A Story for a Sunday Evening“ und erhielt erste größere Aufmerksamkeit am Broadway durch ihre Auftritte zwischen 1958 und 1959 im Drama „J.B.“ von Archibald MacLeish unter der Regie von Elia Kazan für die sie eine Tony-Award-Nominierung erhielt. In der folgenden Theatersaison trat sie zwischen 1960 und 1961 im Theaterstück „Under the Yum-Yum Tree“ von Lawrence Roman auf. In den frühen 1960er-Jahren war sie auch eine der Hauptdarstellerinnen bei den sogenannten „Shakespeare in the Park“-Produktionen von Joseph Papp in New York Cities Central Park. Danach arbeitete sie viele Jahrzehnte in Bühnenproduktionen in Theatern von Südkalifornien. 1976 hatte sie wiederum am Broadway Erfolge in dem Stück „The Eccentricities of a Nightingale“ von Tennessee Williams

1986 spielte sie wieder Mutterrollen sowohl in „Vergrabenes Kind“ („Buried Child“) von Sam Shepard mit der South Coast Repertory (SCR)-Theatergruppe in Costa Mesa sowie zeitgleich am Theatre Center in Los Angeles in „All My Sons“ von Arthur Miller.

Eine ihrer anderen Rollen bei der SCR-Theatergruppe war 1989 die Rolle der Miss Helen in dem Drei-Personen-Stück „The Road to Mecca“ des südafrikanischen Dramatikers Athol Fugard. Für die gleiche Darstellung an der Seite von Fugard als Prediger am John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington D.C. erhielt sie den Helen-Hayes-Award. Für ihre Hauptrolle in „Odd Jobs“ in der Produktion der SCR-Theatergruppe erhielt sie darüber hinaus 1992 einen Los Angeles Drama Critics Circle Award.

Film und Fernsehen[Bearbeiten]

Später begann sie auch eine Karriere als Schauspielerin in Filmen wie „Puppen unterm Dach“ (1963, Hauptdarsteller Dean Martin und Geraldine Page) und „For Love of Ivy“ (1968, Hauptdarsteller Sidney Poitier und Abbey Lincoln).

In der Filmkomödie „Zum Teufel mit der Unschuld“ („Goodbye, Columbus“) von Philip Roth spielte sie 1969 an der Seite von Jack Klugman als Mrs. Ben Patimkin die wenig schmeichelhafte, snobistische, neureiche Mutter von Ali MacGraw, die den nicht ehrgeizigen neuen Freund ihrer Tochter verachtet, der von Richard Benjamin dargestellt wird.

Diese Darstellung prägte auch ihre Festlegung auf Mütterrollen in mehr als zwei Dutzend Filmen, Fernsehfilmen und Fernsehserien wie die sterbende Mutter des Anwalts Douglas Brackman (Alan Rachins) in „L.A. Law – Staranwälte, Tricks, Prozesse“ 1986 und der teuflischen Mutter von Freddy Krueger, Amanda Krueger, in „Nightmare III – Freddy Krueger lebt“ 1987.

Nan Martin hatte daneben auch Auftritte in den Fernsehserien „Die Unbestechlichen“ („The Untouchables“), „Fernsehserie“, „Twilight Zone“, „New York Cops – NYPD Blue“ sowie „CSI: Den Tätern auf der Spur“. In der „Drew Carey Show“ spielte sie zwischen 1995 und 2000 die Mrs. Louder in einer Nebenrolle.

Ihre letzte Filmrolle hatte sie 2001 in „Schwer verliebt“ an der Seite von Gwyneth Paltrow und Jack Black.

Nan Martin war in erster Ehe mit dem Filmkomponisten Robert E. Dolan verheiratet. Nach der Scheidung von diesem war sie mit dem Architekten Harry Gesner verheiratet. Aus dieser Ehe ging der Film- und Fernsehschauspieler Zen Gesner hervor.

Weblinks[Bearbeiten]