Narmada

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Narmada
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Die Narmada bei Omkareshwar

Die Narmada bei Omkareshwar

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Indien
Flusssystem Narmada
Quelle nahe Amarkantak
22° 40′ 12″ N, 81° 45′ 0″ O22.6781.751057
Quellhöhe ca. 1057 m[1]
Mündung in das Arabische Meer21.57166472.7287480Koordinaten: 21° 34′ 18″ N, 72° 43′ 43″ O
21° 34′ 18″ N, 72° 43′ 43″ O21.57166472.7287480
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 1057 m
Länge 1312 km[1]
Einzugsgebiet 98.800 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss am Pegel Garudeshwar[2]
AEo: 89.345 km²
MQ
Mq
1218 m³/s
13,6 l/(s km²)
Durchflossene Stauseen Bargi-Talsperre, Indirasagar-Talsperre, Sardar-Sarovar-Talsperre
Großstädte Jabalpur, Hoshangabad, Bharuch
Mittelstädte Mandla
Verlauf der Narmada

Verlauf der Narmada

Einzugsgebiet der Narmada

Einzugsgebiet der Narmada

Die Narmada oder Nerbudda (Hindi, f., नर्मदा, narmadā, [nʌɽmʌdɑː]) ist einer der heiligen Flüsse Indiens.

Sie fließt von Zentralindien in westlicher Richtung und mündet in das Arabische Meer. Ihre Länge beträgt 1312 km.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Narmada entspringt im Norden des Bundesstaates Madhya Pradesh auf dem Gipfel des Amarkantak, windet sich auf den ersten 320 km ihres Laufes zwischen den Hügeln des Mandla-Hochlandes, die den Beginn des Satpuragebirges bilden, fließt bei Jabalpur durch schön anzusehende marmorne Felsen (Bhedaghat), die den Flusslauf der Narmada einkeilen, dann durch das vom Vindhya- und Satpuragebirge gebildete Tal in südwestliche Richtung. Die etwa 20 km lange Trichtermündung liegt nördlich von Surat im Golf von Khambhat am Arabischen Meer.

Einzugsgebiet und Flusssystem[Bearbeiten]

Das Einzugsgebiet umfasst die nördlichen Abhänge des Satpuragebirges, nicht aber jene des nördlich begrenzenden Vindhya-Hochlandes, dessen Gewässer in die Flüsse Ganges und Yamuna fließen. Der längste Nebenfluss ist der Tawa. Zusammen mit dem Vindhya-Gebirge bildet die Narmada eine Art Grenze zwischen dem nördlichen Indien (insbesondere die Gangesebene) und dem südlichen Indien (Dekkan).

Kulturelle Bedeutung[Bearbeiten]

Die Narmada wird nach dem Ganges und der Yamuna als heiligster Fluss Indiens angesehen. Aus diesem Grund befinden sich an seinem Lauf viele Pilgerstätten, beispielsweise Maheshwar in Madhya Pradesh. Als besonders fromme Wallfahrt gilt, von der Quelle bis zur Mündung und anschließend auf der anderen Flussseite zurück zu pilgern. Diese Pilgerreise kann bis zu zwei Jahre in Anspruch nehmen.

Im Gebiet von Hoshangabad entdeckte der Geologe Arun Sonakia im Jahr 1982 ein steinzeitliches Schädeldach, das ungefähr 236.000 Jahre alt ist und Homo erectus zugeschrieben wurde.[3]

Nutzung[Bearbeiten]

Der Fluss wird nicht nur zur Bewässerung verwendet, sondern auch zur Schifffahrt. In den Regenzeiten können auch größere Schiffe in bestimmten Gebieten mitunter den Fluss befahren.

Im Unterlauf des Flusses ist seit 1961 ein großer Staudamm mit einem Wasserkraftwerk mit 1450 MW im Bau, der zum stark umstrittenen Sardar-Sarovar-Bewässerungsprojekt gehört (die Sardar-Sarovar-Talsperre). Gegner dieses Projekts formten die Bewegung Narmada Bachao Andolan (Rettet-die-Narmada-Bewegung) unter der Führung von Medha Patkar. Auch die indische Schriftstellerin Arundhati Roy hat sich als Gegnerin des Staudamm-Projekts hervorgetan. Im Jahr 1999 wurden allerdings die Hoffnungen der Bewegung durch ein Urteil des obersten Gerichtshofs enttäuscht.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christoph Dittrich: Widerstand gegen das Narmada-Staudammprojekt in Indien. Geographische Rundschau 56(12), S. 10 – 15 (2004), ISSN 0016-7460

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Narmada – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Sharad K. Jain, Pushpendra K. Agarwal, Vijay P. Singh: Hydrology and water resources of India. New York 2007, S. 513-559
  2. National Center for Atmospheric Research: Monthly Discharge Data for World Rivers (except former Soviet Union) Inventories (CISL Research Data Archive), Boulder (USA) 2001
  3. Arun Sonakia: The skull-cap of early man and associated mammalian fauna from Narmada valley alluvium, Hoshangabad area, Madhya Pradesh (India). In: Records of the Geological Survey of India. Band 113, Nr. 6, 1984, S. 159–172.