Naro-Fominsk

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Stadt
Naro-Fominsk
Наро-Фоминск
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Moskau
Rajon Naro-Fominsk
Erste Erwähnung 1328
Stadt seit 1926
Fläche 22 km²
Bevölkerung 64.665 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 2939 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 180 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 49634
Postleitzahl 143301–143310
Kfz-Kennzeichen 50, 90, 150, 190, 750
OKATO 46 238 501
Website www.narofominsk.ru
Geographische Lage
Koordinaten 55° 23′ N, 36° 44′ O55.38333333333336.733333333333180Koordinaten: 55° 23′ 0″ N, 36° 44′ 0″ O
Naro-Fominsk (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Naro-Fominsk (Oblast Moskau)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Moskau
Liste der Städte in Russland

Naro-Fominsk (russisch Наро-Фоминск) ist eine Stadt mit 64.665 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010)[1] in der Oblast Moskau, Russland. Sie liegt 70 km südwestlich von Moskau, am Fluss Nara und nahe der russischen Fernstraße M3 von Moskau nach Kiew.

Geschichte[Bearbeiten]

Naro-Fominsk ging aus zwei Dörfern namens Fominskoje und Malaja Nara hervor. Fominskoje wurde erstmals um 1328 erwähnt, weshalb dieses Jahr auch als Gründungsjahr der Stadt gilt. Das Dorf Malaja Nara, dessen Name vom Nara-Fluss abstammte, war im 17. Jahrhundert im Besitz des Sawwa-Klosters von Swenigorod.

Kriegsdenkmal im Zentrum von Naro-Fominsk

Bis zum 19. Jahrhundert hatten die beiden Dörfer keine wirtschaftliche oder sonstige Bedeutung. Am 22. Oktober 1812, während des Russisch-Französischen Krieges und zwei Tage vor der Schlacht bei Malojaroslawez, machte Napoleon Bonaparte mit seiner Armee beim Rückzug aus Moskau in Fominskoje halt, um danach Richtung Malojaroslawez (50 km von Naro-Fominsk entfernt) zu ziehen.

1840 entstand in Malaja Nara mit der Papierfabrik des Kaufmanns Skuratow ein erster Industriebetrieb. Seitdem wuchsen die beiden Orte zu einer Arbeitersiedlung zusammen, die Ende des 19. Jahrhunderts bereits eine Schule, ein Krankenhaus und eine Apotheke hatte. 1925 wurden die beiden Dörfer dann offiziell zur Arbeitersiedlung Naro-Fominskoje vereinigt, die ein Jahr später zur Stadt Naro-Fominsk wurde.

Während der Schlacht um Moskau im Zweiten Weltkrieg war Naro-Fominsk Ende 1941 stark umkämpft und wurde bei Luftangriffen der Wehrmacht teilweise zerstört.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1926 15.900
1939 31.613
1959 35.419
1970 48.651
1979 55.858
1989 58.292
2002 70.475
2010 64.665

Anmerkung: Volkszählungsdaten (1926 gerundet)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bahnhof Nara in Naro-Fominsk

Naro-Fominsk gilt als wichtiges Zentrum der Textilindustrie. Weiterhin gibt es in der Stadt ein Werk des Verpackungsherstellers Rexam.

Die Stadt hat einen Eisenbahnanschluss an der Hauptstrecke von Moskau nach Kiew. Vom Bahnhof Nara aus bestehen regelmäßige Zugverbindungen unter anderem nach Moskau (Kiewer Bahnhof), Obninsk oder Kaluga.

In Naro-Fominsk befindet sich die Militärakademie der Russischen Streitkräfte, in der unter anderem der Politiker und Generalleutnant Alexander Lebed sein Offiziersstudium absolviert hatte.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Naro-Fominsk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien