Narragansett Bay

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Narragansett Bay rot umrandet im Verhältnis zu Rhode Island

41.634947-71.363297Koordinaten: 41° 38′ N, 71° 22′ W

Reliefkarte: Rhode Island
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Narragansett Bay
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Rhode Island

Die Narragansett Bay ist eine Bucht und ein Ästuar nördlich des Rhode Island Sound. Sie bedeckt 380 km² und bildet damit Neuenglands größtes Ästuar, das als großer natürlicher Hafen fungiert, und umfasst einen Archipel.[1] Diese Bucht liegt größtenteils im Bundesstaat Rhode Island; kleine Teile reichen bis in das benachbarte Massachusetts.

Von über dreißig Inseln sind die drei größten Aquidneck Island, Conanicut Island und Prudence Island.[2] Gewässer, die Teil der Narragansetts Bay sind, umfassen den Sakonnet River, die Mount Hope Bay und im Süden Teile des Taunton River. Die Bucht öffnet sich zum Rhode Island Sound – Block Island liegt weniger als 20 Meilen vor der Öffnung – und zum Atlantik. Brücken über Teile der Bucht sind Hängebrücken, die Claiborne Pell Newport Bridge und die Mount Hope Bridge, sowie die Jamestown Verrazzano Bridge und die Braga Bridge, die die Brücke des Interstate 195 über die Narragansett Bay bildet.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Providence, die Hauptstadt Rhode Islands und größte Stadt, liegt an der westlichen Küste des nördlichsten Teils der Narragansett Bay. Viele Vororte von Providence, wie Warwick und Cranston, liegen ebenfalls an der Bucht. Newport, die Heimat des United States Naval War College, des Naval Undersea Warfare Center und eines Haupttrainingszentrums der United States Navy, liegt am südlichen Ende von Aquidneck Island am Ozean. Die Stadt Fall River liegt an der Einmündung des Taunton River in die Mount Hope Bay, die den nördlichsten Teil der Narragansett Bay bildet. Die südwestliche Küste umfasst die Tourismusorte Narragansett und Wickford. Quonset Point, südlich von Warwick, ist für Quonset hut namensgebend. Die Roger Williams University liegt in Bristol.

Ursprünge[Bearbeiten]

Die Narragansett Bay ist eine Ria, die aus einer Anzahl von überfluteten Flusstälern besteht, die aus Krustenblöcken in einem Horst- und Grabensystem geformt wurden,[3] das sich langsam zwischen einem sich noch bewegenden Faltensystem senkte.[4] Das Ästuarsystem kann man ungefähr vergleichen mit dem heutigen Verlauf der drei Flüsse, die in die Bucht münden. Die drei Flüsse sind:

Die heutige Form der Bucht ist das Ergebnis der jüngsten Vergletscherung in Neuengland, unter der Kante des Laurentidischen Eisschilds bei der letzten größeren Vergletscherung vor ungefähr 10.000 Jahren.[5] Der Meeresspiegel senkte sich so stark, dass der Kontinentalschelf aussetzte, unter dem Gewicht des Eises und die Gletscher kalbten in den Atlantik an der vorgelagerten Südküste Block Islands. Gletscher flossen durch ein altes Sedimentbecken und gruben Kanäle durch die jüngeren Sedimente, wobei sie das viel ältere Grundgebirge freilegten. Nord-Süd-Einschnitte sind klar auf der Karte zu sehen: Sie formten die West Passage, die Conanicut Island vom westlichen Festland trennt und die East Passage, die Conanicut Island von Aquidneck Island trennt.

Als das Eis sich zurückzog wurde die Region vor ungefähr 14.000 Jahren eisfrei.[6] Eine komplizierte Aufeinanderfolge von Meeresspiegelanstiegen und isostatische postglaziale Landhebung flutete die Landschaft. Ein Süßwasser-Eisstausee, von Geologen Lake Narragansett genannt, entstand vor ungefähr 15.000 Jahren,[7] eingegrenzt hinter Endmoränen[8] bestand der See ungefähr 500 Jahre, wonach ein kraftvoller postglazialen Fluss seine Nord-Süd-Achse hinunterfloss. Dann füllte Salzwasser das Tal, als der steigende Meeresspiegel das Tal permanent überflutete.

Frühe Geschichte[Bearbeiten]

Der erste Besuch der Europäer der Bucht war vermutlich im frühen 16. Jahrhundert. In dieser Zeit wurde das Gebiet um die Bucht von zwei verschiedenen Gruppen von Indianern bevölkert: die Narraganset besetzten die westliche Küste der Bucht und die Wampanoag lebten an der Ostküste, sie okkupierten das Land östlich des Cape Cod.

Von den meisten Historikern wird anerkannt, das der erste Kontakt der Europäer durch Giovanni da Verrazzano zustande kam, einen italienischen Entdecker, der in die Bucht mit seinem Schiff La Dauphine 1524 nach dem Besuch der New York Bay einfuhr. Verrazzano nannte die Bucht Refugio, die „Zuflucht“. Die Bucht hat mehrere Einfahrten, doch die exakte Route seiner Reise und die Stelle, an der er ankerte ist noch zwischen Historikern umstritten, was zu einer entsprechenden Ungewissheit führt, mit welchem Stamm er zuerst Kontakt aufnahm.[9] Verrazzano berichtete, dass er Lichtungen und offene Wälder, geeignet für die Bereisung "even by a large army" (deutsch: selbst durch eine große Armee) vorfand ein weit entfernter Schrei vom unerforschten Durcheinander, das sich ergab, als die Engländer Brände im 17. Jahrhundert legten.[10]

Später, im Jahre 1614, wurde die Bucht durch den niederländischen Navigator Adriaen Block, nachdem Block Island benannt wurde, entdeckt und kartografiert.

Die erste urkundlich erwähnte europäische Siedlung stammt aus den 30er Jahren des 17. Jahrhunderts. Roger Williams, ein unzufriedenes Mitglied der Plymouth Colony, kam um 1636 in dieses Gebiet. Er traf auf den Sachem der Narraganset, von den Europäern Canonicus genannt, und eröffnete einen Handelsposten an der Küste von Providence. Zur selben seit hatten die Niederländer einen Handelsposten ungefähr 12 Meilen weiter südwestlich errichtet. Er wurde von New Amsterdam im New York Bay verwaltet.

1643 reiste Williams nach England, wo ihm eine Charta für die neue Kolonie Rhode Island gewährt wurde. Außerdem schrieb er ein Wörterbuch der Sprache der Narraganset, "Keys to the Indian Language" (deutsch: Schlüssel zur indianischen Sprache), das in England noch im selben Jahr veröffentlicht wurde.

Die Gaspéeaffäre, ein wichtiges Ereignis in der Amerikanischen Revolution, ereignete sich 1772 in der Bucht; sie wurde durch die Kaperung des britischen Schiffs HMS Gaspee ausgelöst. Der amerikanische Sieg trug schließlich auch zum Beginn des Krieges, den Schlachten von Lexington und Concord drei Jahre später in Massachusetts, bei. Dieses Ereignis wird in Warwick im Juni als Gaspee Day Celebration gefeiert: Symbolisch wird das Brennen des Schiffs nachgestellt.[11]

Die HM Bark Endeavour von James Cook wurde 1775 nach Cooks dritter Reise verkauft, in Lord Sandwich umbenannt und diente als Truppentransporter während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Im August 1778 versenkte man sie zusammen mit weiteren Schiffen in der Narragansett Bay, um einer ankommenden französischen Flotte, die den Amerikanern Verstärkung bringen sollte, die Zufahrt zu blockieren.[12]

Roger Williams und andere frühe Kolonisten benannten viele Inseln in der Bucht. Um sich die Namen zu merken, behalfen sich die Schulkinder aus der Kolonialzeit eines Gedichts:[13]

Patience, Prudence, Hope and Despair.
And the little Hog over there.

Zuflüsse[Bearbeiten]

Schiffbare Buchten, Häfen, Calas, Flüsse und Küstenteiche im und am Narragansett Bay[Bearbeiten]

West Passage

Providence River

East Passage

Mount Hope Bay

Sakonnet River

Pawcatuck River

South Coast

Block Island

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Narragansett Bay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://links.jstor.org/sici?sici=0160-8347(199903)22%3A1%3C149%3AAADOII%3E2.0.CO%3B2-6 "Abundance and Distribution of Ichthyoplankton in Narragansett Bay, Rhode Island, 1989-1990" Estuaries, Vol. 22, No. 1 (Mar., 1999), pp. 149-163
  2. The Islands - City of Providence Website
  3. Probably forming in Pennsylvanian times, according to Robert L. McMaster, Jelle de Boer, and Barclay P. Collins, "Tectonic development of southern Narragansett Bay and offshore Rhode Island", Geology 8.10 (October 1980:496–500) (On-line abstract).
  4. Diese Falten verursachsen gelegentlich Erdbeben USGS: "Rhode Island Earthquake History".
  5. "Geological History of Jamestown, Rhode Island: Glaciation".
  6. "Geological History of Jamestown, Rhode Island: The Holocene epoch.
  7. .USGS: Surficial Geology in Central Narragansett Bay, Rhode Island.
  8. Sediments reach up to 134-m thick near the mouth of Narragansett Bay (USGS website).
  9. [1], [2].
  10. W. Conon, Changes in the Land: Indians, Colonists and the Ecology of New England (New York) 1983.
  11. [3]
  12. James Cook und die Entdeckung der Südsee, Katalog zu gleichnamigen Ausstellung in der Bundeskunsthalle, Bonn 2009, S. 134
  13. [4]