Natacha

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Dieser Artikel behandelt die Schweizer Sängerin, weitere Träger des Vornamens finden sich unter Natascha.

Natacha (* 29. Juli 1965)[1] als Natacha von Moos,[2] heute Natacha Utiger,[3] ist eine schweizerische Mundartrock-Sängerin aus dem Kanton Bern.

Leben[Bearbeiten]

Natacha ist mit drei Brüdern in Burgdorf aufgewachsen und zeigte schon als Kind ein spezielles Interesse an Musik, Gedichten und dem Schreiben von Texten. Nach einem Auftritt 1991 im Schweizer Fernsehen mit ihrer ersten Band „Big Trouble with Natacha“ bekam sie ein Angebot einer Plattenfirma, auf Englisch zu singen, zog es jedoch vor, ihre eigenen Mundartsongs aufzunehmen und die Demobänder zu verschicken. Der erste Plattenvertrag folgte drei Monate später.[4]

1992 veröffentlichte sie als erste Schweizer Künstlerin ein Mundartalbum. Das 1995 erschienene Album Stärntaler war das erste Mundartalbum in den Schweizer Albumcharts (Platz 1). Mehrere weitere Alben erreichten Gold- (9) oder Platinauszeichnungen (3).

Bis dato hat Natacha 13 Alben produziert, ihr neustes Werk mit dem Titel Glücksbringer (Universal) erschien am 9. November 2012.[5] Singles: Sie fahrt ä Harley / Anker / Was het sie meh aus I.

Natacha, die Schweizer First Lady des Mundart-Poprock entschied sich nach einem SF-TV Auftritt, ihr erstes Album in „Berndeutsch“ aufzunehmen. Mit Keini Gränze und dem Nachfolgewerk Orlando schrieb die Bernerin Schweizer Rockmusikgeschichte. Mit Stärntaler, produziert von Tony Carey in München, Frankfurt und NY, gelang ihr als erste Mundartkünstlerin den Einstieg in die Schweizer Albumcharts von 0 direkt auf Platz 1. Äusserst erfolgreiche Alben folgten: Venezia mit dem Smash Duett-Hit Banderas (Tony Carey/Rainbow), Imago mit dem Hit Sölli, Sölli nid, Natacha 2000 (Edo Zanki), Kuss mit dem Hit Sorry, Gschpüre mit Villich bis zu N° 10 mit dem Hit I fa di uf. Die veröffentlichten Alben wurden durchwegs ausgezeichnet. Songs wie Schwäfelhölzli, Niemmer Weis, Orlando und I wär so gärn; Startklar und Lily sind mittlerweile Kult. Natacha komponiert und textet ihre Songs zum grössten Teil selber. Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Söhnen Simon und Emanuel.

Short-Facts[Bearbeiten]

  • 1995 Auszeichnung des Kantons Bern für besonders wertvolle Texte
  • 1995: Natacha singt mit internationalen Künstlern gegen Rassismus in München, Berlin, Frankfurt, Dresden, Köln und Winterthur.
  • 1996: Banderas: Hit-Single – Duett mit Tony Carey (erstmals in Mundart und Englisch gesungen), Album Venezia (EMI)
  • 1996: Live-Konzerte mit Tony Carey am Brandenburger Tor in Berlin, in München, Frankfurt und Bonn
  • 1998: Die Hit-Single sölli, sölli nid wird offizieller Song des eidgenössischen Turnfestes und wird im Hallenstadion mit Orchester aufgeführt / Album Imago (EMI Music), Platin, CH: Live-Tour.
  • 2000: Natacha erhält von der deutschen Schwulen- und Lesbenszene lyla einen Preis für Orlando, Album Orlando (EMI)
  • 2000: Natacha-Song im Kinofilm „Waiting for Michelangelo“ von Kurt Trunninger /CH
  • 2002: Hit -Single Sorry, Album Kuss (EMI Music), Gold, CH: Live-Tour
  • 2002: Natacha, Botschafterin des Kantons Bern an der EXPO in Biel
  • 2002: Ehrengast bei der Beitrittsfeier der Schweiz in die UNO in NY, Mandat für die UNO für Frauenrechte
  • 2006: Greatest Hits, Losla (BMG) Gold
  • 2006: Natacha tritt bei Einladung der offiziellen (CH) Geburtstagsfeier von Ursula Andress (James Bond) auf der Yacht Britannia in Edinburgh, Schottland.
  • 2008: sölli, sölli nid (englisch) wird die offizielle Single der englischen Frauentennis-Meisterschaft.
  • 2008: nominiert für die grössten Schweizerhits mit sölli, sölli nid
  • 2009: Ne resiste pas – erste französische Single (NICY Music) nur in Frankreich
  • 2010: Startklar (Universal), CH: Live-Tour
  • 2010: Natacha wird Botschafterin der special Olympics Switzerland
  • 2012: Glücksbringer (Universal)

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1992: Natacha (NICY Music)
  • 1993: Orlando (NICY Music)
  • 1995: Stärntaler (NICY Music)
  • 1995: Adväntgschichtli (Zytglogge 4457, keine Musik-CD)
  • 1996: Venezia (EMI Music)
  • 1998: Imago (EMI Music)
  • 2000: Natacha ’00 (EMI Music)
  • 2002: Kuss (EMI Music)
  • 2004: Gschpüre (Sony Music)
  • 2006: Greatest Hits – Losla (Compilation, Sony BMG)
  • 2008: N° 10 (Universal)
  • 2009: Ne resiste pas (NICY Music, nur in Frankreich)
  • 2010: Startklar (Universal)
  • 2012: Glücksbringer (Universal)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Natacha bringt Glück, bei Top Talk, 7. November 2012 18:30 Uhr, Texteinblendung in Filmsequenz, ca. 18:31.
  2. „Unter meinem ledigen Namen Natacha von Moos.“ Interview auf hitparade.ch
  3. S’isch grad äs Jahr UBC – União Brasileira de Compositores.
  4. Interview mit Natacha – Interview auf hitparade.ch.
  5. Diskografie auf natacha.ch