Natal (Brasilien)
| Natal | ||
|---|---|---|
| -5.7996861111111-35.21203888888930Koordinaten: 5° 48′ S, 35° 13′ W
Natal auf der Karte von Brasilien |
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| Basisdaten | ||
| Staat | Brasilien | |
| Bundesstaat | Rio Grande do Norte | |
| Stadtgründung | 25. Dezember 1599 | |
| Einwohner | 803.739 (2010) | |
| – im Ballungsraum | 1,15 Mio | |
| Stadtinsignien | ||
| Detaildaten | ||
| Fläche | 170 km² | |
| Bevölkerungsdichte | 4.638 Ew./km² | |
| Höhe | 30 m | |
| Postleitzahl | 59010 - 59139 | |
| Zeitzone | UTC-3 | |
| Stadtvorsitz | Micarla de Sousa (Partido Verde) | |
| Website | ||
| Blick auf Natal | ||
| Natal bei Nacht (Ponta Negra) | ||
Natal ist die Hauptstadt des Bundesstaats Rio Grande do Norte im Nordosten von Brasilien. Sie hat rund 804.000 Einwohner.[1] Der Ballungsraum Região Metropolitana de Natal, bestehend aus Ceará Mirim, Extremoz, São Gonçalo do Amarante, Macaíba, Parnamirim, São José de Mipibu und Nísia Floresta, hat über 1,3 Millionen Bewohner.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Natal liegt am Atlantik mit den Koordinaten 5° 46' Süd und 35° 12' West, an der Mündung des Flusses Potengi. Die Stadt liegt 550 km südöstlich von Fortaleza, 180 km nördlich von João Pessoa und 290 km nördlich von Recife.
Statistik[Bearbeiten]
- Human Development Index: 0,787
- Lebenserwartung: 68,78 Jahre
- Alphabetisierungsrate (der über 10-jährigen): 88,7 %[2]
Geschichte[Bearbeiten]
Französische Piraten unter Jacques Riffault trieben Handel mit dem Tupi-Volk der Potiguar im Gebiet von Natal. 1597 befahl der Gouverneur Francisco de Sousa die Vertreibung der Seeräuber. Erfolgreich durchgeführt wurde dieses Unternehmen von Manuel de Mascarenhas Homem und Jerônimo de Albuquerque Maranhão, der am 6. Januar 1598 mit dem Bau des Forte dos Reis Magos begann. Gegründet wurde die Stadt von den portugiesischen Kolonialherren am 25. Dezember 1599, sie wurde um das heute noch existierende Fort erbaut. Natal bedeutet auf portugiesisch Weihnachten, daher der Name. Holländer besetzten die Stadt zwischen 1633 und 1654 und nannten sie Neu-Amsterdam. Indigener Widerstand gegen die Sklaverei am Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts manifestiert sich in der Confederação dos Cariri und wurde erst durch die Bandeirantes niedergeschlagen.
Erzbistum Natal[Bearbeiten]
Politik[Bearbeiten]
Seit 2008 ist Micarla de Sousa (Partido Verde) Bürgermeisterin (50,8 % im 1. Wahlgang).
Wirtschaft[Bearbeiten]
Am Anfang lebte die Stadt von Salz, Zuckerrohr und Rindfleisch. Ein Export-Bann der portugiesischen Krone Mitte des 18. Jahrhundert führte zum Niedergang, der bis zur brasilianischen Unabhängigkeit anhielt. Häufige Dürren taten ein Übriges. Heute ist der Tourismus neben industrieller Produktion die Haupteinnahmequelle, die meisten Besucher kommen aus dem Süden Brasiliens.
Klima[Bearbeiten]
Das Klima ist tropisch mit einer mittleren Jahrestemperatur von 26 °C. Frische Brisen vom Meer machen das Klima angenehm.
Sehenswertes[Bearbeiten]
Im Zentrum (Cidade Alta) befindet sich die Kathedrale von 1599. Das Forte dos Reis Magos liegt auf einer Landspitze an der Praia do Forte. Im Museu do Mar kann man das Meeresleben der Region sehen. Der Stadtstrand Artistas wird von den Bewohnern frequentiert, Touristen finden sich meist am 12 km südlich immer noch im Stadtgebiet gelegenen Strand von Ponta Negra mit der 120 Meter hohen Düne Morro do Careca.
Umgebung[Bearbeiten]
Nördlich und südlich gibt es sowohl einsame als auch belebte Strände und Fischerorte. Von Nord nach Süd sind dies São Miguel do Gostoso (erstes portugiesisches Gebäude in Brasilien), Touros (höchster Leuchtturm Brasiliens, 62 m), Genipabu (Dünenlandschaft), Pirangi (Größter Cashewbaum der Welt mit über 8000 m²), Tibau do Sul (Steilküste), Praia da Pipa (sehr belebt) und Baía Formosa (mit Küstenurwald).
Forschung und Technik[Bearbeiten]
Bei 5° 55′ 30″ S, 35° 9′ 47″ W-5.925-35.163055 befindet sich seit 1965 das Centro de Lançamento de Foguetes Barreira do Inferno, ein Startplatz für Höhenforschungsraketen von dem aus regelmäßig Raketen der Typen Nike Cajun, Sonda, Black Brant, Super Loki, und andere gestartet werden. Im Unterschied zum Startplatz in Alcântara ist nicht geplant den Startplatz Natal auch für den Start von Satellitenraketen zu nutzen. Für brasilianische Staatsbürger ist es möglich, diesen Startplatz nach Voranmeldung zu besichtigen.
Nahe Natal liegt das Instituto Internacional de Neurociências de Natal, ein Forschungsinstitut für Neurowissenschaften.
Verkehr[Bearbeiten]
Seit 2007 verbindet die Newton-Navarro-Brücke den nördlichen Teil des Bundesstaats Rio Grande do Norte mit der Stadt Natal.
Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
Betlehem, Palästinensische Autonomiebehörde
Porto Alegre, Brasilien
Salvador da Bahia, Brasilien
Rio de Janeiro, Brasilien
Havanna, Kuba
Lissabon, Portugal
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- André, (* 1985), brasilianischer Fußballspieler
Literatur[Bearbeiten]
- Luís da Câmara Cascudo: História da cidade do Natal. Editora Civilização Brasileira, Rio de Janeiro, 2. Aufl. 1980.
Fußnoten[Bearbeiten]
- ↑ Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) [1], Ergebnisse der Volkszählung 2010.
- ↑ IBGE 2000, UNDP 2000, Stadtverwaltung
Weblinks[Bearbeiten]
- Weihnachten in Weihnachten FAZ Online, 25. Dezember 2012
- Stadtverwaltung Natal (portugiesisch)
- Verwaltung des Bundesstaats Rio Grande do Norte (portugiesisch)
- Raketenstartplatz Natal
- Informationen zu Rio Grande do Norte