Natalia Wörner

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Natalia Wörner auf der Berlinale 2012

Natalia Wörner (* 7. September 1967 in Stuttgart) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Natalia Wörner wuchs gemeinsam mit einer älteren Schwester bei ihrer Mutter auf, die von Beruf Lehrerin war. Bereits während ihrer Schulzeit – in der sie viermal auf eigenen Wunsch hin die Schule wechselte – begann Wörner als Model zu arbeiten. Nach dem Abitur am Evangelischen Mörike-Gymnasium in Stuttgart und einem kurzen Studium generale an einer anthroposophischen Schule (1986) verdiente sie sich ihren Lebensunterhalt als Model u. a. in Paris, Mailand und Wien. 1987/88 studierte Wörner anderthalb Jahre lang Schauspiel an Lee Strasbergs Actors Studio in New York und war danach in der dortigen Off-Off-Theater-Szene tätig.[1] Danach kehrte sie nach Deutschland zurück.

Erstmals im deutschen Fernsehen erschien Wörner 1992 in Nina Grosses Thea und Nat. 1992/93 nahm sie an einer Casting-Show auf Sat1 zur Auswahl der Hauptdarstellerin für die Verfilmung der Romanfortsetzung von Vom Winde verweht, der Miniserie Scarlett, teil.[2][3] Ihr Kinodebüt gab sie mit Nebenrollen in Sherry Hormans Frauen sind was Wunderbares und Dominik Grafs Die Sieger (beide 1994). Daraufhin war Wörner regelmäßig im deutschen Film- und Fernsehen anzutreffen. Für ihre Darstellung eines psychisch gestörten Sektenopfers im Tatort (Folge: Perfect Mind – Im Labyrinth, 1996) gewann sie 1997 den Goldenen Gong. Im Jahr 2000 wurde Wörner für ihre Leistung in Bella Block mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Schauspielerin in einer Hauptrolle – Fernsehfilm/Mehrteiler ausgezeichnet. In der Folge Blinde Liebe der Krimireihe war sie als schlichte und teilweise vulgäre Krankenschwester zu sehen, die sich in einen vorbestraften Taxifahrer verliebt und ihre behinderte Schwester in die Prostitution drängt. Seit 2006 ist Wörner ein- bis zweimal jährlich als Kommissarin Jana Winter in der Hauptrolle der ZDF-Krimireihe Unter anderen Umständen zu sehen.

Im März 2011 erschien in der deutschen Ausgabe des Playboy-Magazins zusammen mit einem Interview eine Fotoserie von Wörner, fotografiert von Modeschöpfer Karl Lagerfeld.[4]

Wörner war bis 2001 mit Herbert Knaup liiert, den sie beim Dreh von Die Sieger kennengelernt hatte. Ab dem Dreh von Miss Texas im Jahr 2004 bis Anfang 2008 lebte Wörner mit dem Kanadier Robert Seeliger zusammen. Gemeinsam mit ihm überlebte sie Weihnachten 2004 in Khao Lak die durch das Erdbeben im Indischen Ozean verursachte Flutkatastrophe. Wörner und Seeliger heirateten im Januar 2006. Sie haben einen gemeinsamen Sohn. Die Ehe wurde 2008 geschieden.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Wörner bei der deutschen Filmpremiere von Die Fremde in dir in Berlin (2007)
Wörner bei der Romyverleihung 2011 in Wien
  • 1992: Glück 1
  • 1992: Thea und Nat
  • 1994: Leni (Fernsehfilm)
  • 1994: Die Maschine
  • 1994: Frauen sind was Wunderbares
  • 1994: Die Sieger
  • 1995: Der Elefant vergisst nie (Kurzfilm)
  • 1995: Um die 30 (Fernsehreihe)
  • 1995: Kinder der Nacht (Fernsehfilm)
  • 1996: Irren ist männlich
  • 1996: Tatort: Perfect Mind – Im Labyrinth (Fernsehreihe)
  • 1997: Spiel um dein Leben (Fernsehfilm)
  • 1998: Der Rosenmörder (Fernsehfilm)
  • 1998: Zur Zeit zu zweit (Fernsehfilm)
  • 1998: Der Laden (Miniserie)
  • 1998: Mammamia (Fernsehfilm)
  • 1998: Der Handymörder (Fernsehfilm)
  • 1999: Zum Sterben schön (Fernsehfilm)
  • 1999: Der Feuerteufel – Flammen des Todes (Fernsehfilm)
  • 1999: Tatort – Martinsfeuer
  • 1999: Das Tal der Schatten
  • 2000: Bella Block – Blinde Liebe (Fernsehreihe)
  • 2000: Frauen lügen besser (Fernsehfilm)
  • 2001: Klassentreffen – Mordfall unter Freunden (Fernsehfilm)
  • 2001: Suck My Dick
  • 2001: Verbotene Küsse (Fernsehfilm)
  • 2002: Der Seerosenteich (Miniserie)
  • 2002: Liebe unter Verdacht (Fernsehfilm)
  • 2003: Wenn Weihnachten wahr wird (Fernsehfilm)
  • 2003: Liebe und Verlangen
  • 2004: Experiment Bootcamp (Fernsehfilm)
  • 2004: Für immer im Herzen (Fernsehfilm)
  • 2005: Miss Texas (Fernsehfilm)
  • 2005: Das Geheimnis des Roten Hauses (Fernsehfilm)
  • 2006: 20 Nächte und ein Regentag
  • 2006: Die Sturmflut (Fernsehfilm)
  • 2006: Der beste Lehrer der Welt (Fernsehfilm)
  • Seit 2006: Unter anderen Umständen (Fernsehreihe, neun Folgen)
  • 2007: Durch Himmel und Hölle (Fernsehfilm)
  • 2008: Die Lüge (Fernsehfilm)
  • 2009: Mein Mann, seine Geliebte und ich (Fernsehfilm)
  • 2009: Rosamunde Pilcher – Vier Jahreszeiten (Vierteiler, zwei Folgen)
  • 2010: Die Säulen der Erde (The Pillars of the Earth, Miniserie, acht Folgen)
  • 2011: Cinderella – Ein Liebesmärchen in Rom (Cenerentola, Fernsehfilm)
  • 2012: Das Kindermädchen (Fernsehfilm)
  • 2012: Die Kirche bleibt im Dorf
  • 2012: Tatort: Tote Erde
  • 2014: Kückückskind

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Natalia Wörner – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Natalia Wörner. In: Internationales Biographisches Archiv 06/2011 vom 8. Februar 2011, ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 02/2012 (abgerufen via Munzinger Online).
  2. Biography for Natalia Wörner. imdb.com, abgerufen am 22. März 2013.
  3. Christian Richter: Der Fernsehfriedhof: Die große Casting-Schummelei. Quotenmeter.de, 21. März 2013, abgerufen am 22. März 2013.
  4. Eine Frau wie gemalt – in allen Farben der Verführung. Playboy, abgerufen am 9. Februar 2011 (Mit Interview, geführt von Florian Boitin).
  5. Jury wählt die Preisträger des ASKANIA Award 2011: Natalia Wörner und Paula Kalenberg. Askania, 20. Dezember 2010, abgerufen am 22. Dezember 2010 (Pressemeldung).