Natalie du Toit

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Natalie du Toit (* 29. Januar 1984 in Kapstadt) ist eine südafrikanische Schwimmerin. Bereits im Alter von 14 Jahren nahm sie im Rahmen der Commonwealth Games 1998 in Kuala Lumpur an internationalen Wettkämpfen teil. Im Februar 2001 verlor sie teilweise ihr linkes Bein, das nach einem Verkehrsunfall vom Knie abwärts amputiert werden musste. Im Mai des gleichen Jahres begann sie wieder mit dem Schwimmen, das sie trotz der Amputation ohne Prothese absolviert.

Im Rahmen der Commonwealth Games 2002 in Manchester siegte sie in zwei Wettbewerben für behinderte Sportler. Darüber hinaus qualifizierte sie sich für das Finale über 800 Meter Freistil der nichtbehinderten Sportler, eine zu diesem Zeitpunkt einmalige Leistung. Während der Abschlusszeromonie wurde sie als herausragende Athletin der Spiele ausgezeichnet. Bei den Sommer-Paralympics 2004 in Athen gewann sie fünf Goldmedaillen und eine Silbermedaille. Zwei Jahre später wiederholte sie mit zwei Siegen bei den Commonwealth Games 2006 in Melbourne ihren Erfolg von Manchester.

Am 3. Mai 2008 qualifizierte sie sich mit einem vierten Platz bei den Weltmeisterschaften im Langstreckenschwimmen über zehn Kilometer für die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking, bei denen diese Disziplin erstmals zum olympischen Programm gehört. Natalie du Toit ist damit eine der erfolgreichsten behinderten Sportlerinnen aller Zeiten und die erste Athletin mit einer Amputation, die sich für die Teilnahme an den Olympischen Spielen qualifiziert hat. Sie war dort Fahnenträgerin der südafrikanischen Mannschaft bei der Eröffnungsfeier und belegte den 16. Platz in ihrer Disziplin.

Natalie du Toit nahm auch an den Sommer-Paralympics 2008 teil und gewann dort über 50 Meter, 100 Meter und 400 Meter Freistil sowie über 100 Meter Delfin und über 200 Meter Lagen insgesamt fünf Goldmedaillen. Sie erzielte drei Welt- und zwei paralympische Rekorde.

Bei den Panafrikanischen Spielen 2011 gewann sie über 100 Meter Freistil.

2009 erhielt sie den Order of Ikhamanga in Gold.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Meldung bei southafrica.info (englisch), abgerufen am 16. Juni 2014