Natascha Badmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Natascha Badmann (* 6. Dezember 1966 in Basel) ist eine Schweizer Duathletin und Triathletin. Sie gewann sechsmal den Ironman Hawaii, die offizielle Triathlon-Weltmeisterschaft. 1998 und 2002 wurde sie Schweizer Sportlerin des Jahres. 1997 und erneut 2000 wurde sie beim Powerman Zofingen Weltmeisterin über die Langdistanz im Duathlon.

Natascha Badmann im Ironman 70.3 Austria (2012)

Werdegang[Bearbeiten]

Der Verlauf ihrer sportlichen Karriere ist eher ungewöhnlich. Badmann wurde mit 17 Jahren Mutter (Tochter Anastasia), arbeitete als Sekretärin und war übergewichtig. Der Wendepunkt in ihrem Leben kam 1989, als sie den ehemaligen Triathlon-Nationaltrainer Toni Hasler traf, der in der Folge ihr Lebenspartner und Trainer wurde. Hasler entdeckte bald Badmanns Talent für Ausdauersport und förderte konsequent ihre Entwicklung zur Spitzensportlerin.

Bereits zu Beginn der 1990er Jahre konnte sich Badmann im Duathlon an der Weltspitze behaupten. Bei der Weltmeisterschaft 1992 wurde sie Vierte, ein Jahr später Vize-Europameisterin. In den Jahren 1995 und 1997 holte sie sich den Duathlon-Weltmeistertitel, 1997 wurde sie auch Duathlon-Europameisterin. 1996 nahm sie erstmals am Ironman Hawaii in Kailua-Kona teil und erreichte gleich den zweiten Platz, geschlagen lediglich von der Rekordsiegerin Paula Newby-Fraser.

Bis 1997 war Badmann Halbprofi und arbeitete nebenbei als Sozialhelferin bei der Gemeindeverwaltung in Trimbach. Sie entschied sich dann für eine Profikarriere und konzentrierte sich fortan auf den Triathlon. In diesem Jahr zählte Badmann bereits zum engen Favoritenkreis beim Ironman Hawaii, musste aber das Rennen mit Magenkrämpfen aufgeben. 1998 konnte sie schliesslich als erste Europäerin überhaupt das prestigeträchtigste aller Triathlon-Rennen gewinnen. Dank diesem Erfolg wurde sie zur Schweizer Sportlerin des Jahres gewählt.

Das Jahr 1999 war ganz der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2000 gewidmet. Doch die olympische Distanz mit 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen erwies sich als zu kurz für ihre Fähigkeiten; Badmann konnte ihre Stärke im Radfahren nicht ausspielen und war beim Schwimmen nicht schnell genug. Aus diesem Grund verzichtete sie auf die Teilnahme und konzentrierte sich auf die Langdistanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42 km Laufen).

In den folgenden Jahren erwies sich Badmann als Dominatorin bei den Ironman-Rennen. Sie gewann zwischen 2000 und 2002 dreimal hintereinander den Ironman Hawaii und wurde 2002 zum zweiten Mal zur Schweizer Sportlerin des Jahres gewählt.

Im April 2012 holte sie sich den vierten Sieg beim Ironman South Africa.

Beim Ironman Germany (Triathlon-Europameisterschaft) belegte sie im Juni 2014 den sechsten Rang und konnte sich bereits zum 15. Mal für einen Startplatz bei der Weltmeisterschaft, beim Ironman Hawaii im Oktober qualifizieren.

Natascha Badmann lebt heute in Oftringen mit Toni Hasler, der neben seiner Tätigkeit als Privattrainer auch Sporttrainingslager und Management-Kurse durchführt. Badmann ist UNICEF-Botschafterin.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

(DNF – Did Not Finish)

  • Internationale Duathletin des Jahrzehnts
  • Schweizer Sportlerin des Jahres (1998, 2002)
  • Internationale Triathletin des Jahres (2001, 2002)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Natascha Badmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sebastian Kienle mit Vollgas zum zweiten Sieg (24. Juni 2012)
  2. Aernouts and Goos strike again
  3. Ironman Hawaii: Andreas Raelert rückt nach (1. September 2014)
  4. Kein Schweizer Spitzenrang am Ironman
  5. IRONMAN Hawaii 2003 - Kona, Hawaii
  6. Nizza 2000 ITU Long Distance Triathlon World Championships