Nate Dogg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Nate Dogg (* 19. August 1969 in Long Beach, Kalifornien; † 15. März 2011 ebenda; eigentlicher Name Nathaniel Dwayne Hale) war ein US-amerikanischer R&B-Sänger, -Musiker und Rapper.

Leben[Bearbeiten]

Am 19. August 1969 wurde Nate Dogg in Long Beach, Kalifornien als Nathaniel Dwayne Hale geboren. Schon früh zog die Familie nach Clarksdale im US-Bundesstaat Mississippi, wo sein Vater als Pastor einer baptistischen Glaubensgemeinde predigte. Wegen seines Vaters trat er dem Kirchenchor bei und sang schon in frühester Kindheit im New-Hope-Trinity-Kirchenchor. Nate wuchs in normalen und geregelten Familienverhältnissen auf. Im Alter von 16 Jahren verließ er die Highschool, um beim Marine Corps anzuheuern.

Er kehrte 1990 nach Kalifornien zurück, um sich dort auf seine Musik- und Rapkarriere konzentrieren zu können. Ein Jahr später formte er das Rap-Trio 213 mit seinem Cousin Snoop Doggy Dogg und Warren G, einem Halbbruder von Dr. Dre. Bis dahin hatte Nate Dogg wegen seiner Verwicklungen ins Drogenmilieu häufig mit der Polizei zu tun. Im Jahr 2000 wurde er ein weiteres Mal von der Polizei verhaftet, nachdem er seine frühere Ex-Freundin entführt hatte. Ein SWAT-Einsatzteam stellte ihn. Gegen eine Kaution in Höhe von einer Million US-Dollar wurde er jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt.[1]

Im Jahr 1993 erhielt er als letztes der 213-Mitglieder einen Vertrag bei Death Row Records, obwohl er auf den Veröffentlichungen des Labels längst regelmäßig mitgewirkt hatte, wie zum Beispiel auf Dr. Dres Solodebüt The Chronic. Er begann mit den Arbeiten zu seinem ersten Soloalbum G-Funk Classics Vol. 1, wobei die Produktion immer wieder gestört wurde, indem die dafür aufgenommenen Tracks wie Ain't No Fun oder Regulate vom Labelchef Suge Knight für andere Veröffentlichungen bestimmt wurden.[2] Aus diesem Grund wurde erst drei Jahre später sein Soloalbum fertiggestellt. Das Album war jedoch nur für wenige Tage auf dem Markt, ehe der weitere Verkauf von Nate Dogg mit einem Gerichtsbeschluss gestoppt wurde. Infolgedessen verließ Nate Dogg das Label und gründete zusammen mit einem Freund sein eigenes Label namens Dogg Foundation, auf dem er dann 1998 zusammen mit Breakaway Entertainment sein eigentliches Soloalbum mit dem Titel G-Funk Classics Vol. 1 & 2 veröffentlichte. Seit dem Tod seines Freundes und Geschäftspartners existiert das Label jedoch nicht mehr.[3] Danach heuerte er bei Elektra Music an, wo er Music & Me sowie seinen offiziellen Nachfolger dazu mit dem Titel Nate Dogg als digitales Album veröffentlichte.

Dogg erlitt am 19. Dezember 2007 einen Schlaganfall und war daraufhin vorübergehend halbseitig gelähmt. Im Herbst 2008 folgte ein weiterer Schlaganfall.[4] Er starb in der Nacht zum 16. März 2011 im Alter von 41 Jahren an den Folgen seines dritten Schlaganfalls.[5] Seit seinem Tod wird Dogg oft als „King of G-Funk“ betitelt.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen Anmerkungen
DE AT CH UK US
1997 G-Funk Classics, Vol. 1 58
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Januar 1997
2001 Music & Me 32
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Dezember 2001

Weitere Veröffentlichungen:

  • 1998: G-Funk Classics, Vol. 1 & 2
  • 2003: Nate Dogg

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen Anmerkungen
DE AT CH UK US
1996 Never Leave Me Alone
G-Funk Classics, Vol. 1
33
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1996
feat. Snoop Dogg
1998 Nobody Does It Better
G-Funk Classics, Vol. 1 & 2
71
(4 Wo.)
18
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1998
feat. Warren G

Als Gastmusiker[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen Anmerkungen
DE AT CH UK US
1994 Regulate
Regulate… G Funk Era
7
(26 Wo.)
19
(6 Wo.)
5
(20 Wo.)
5
(19 Wo.)
2
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. April 1994
Warren G featuring Nate Dogg
2000 Where I Wanna Be
Informal Introduction
14
(7 Wo.)
95
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. Dezember 2000
Shade Sheist featuring Nate Dogg & Kurupt
Oh No
Lyricist Lounge 2
24
(4 Wo.)
83
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 2000
Mos Def mit Nate Dogg & Pharoahe Monch
2001 Lay Low
Tha Last Meal
49
(9 Wo.)
48
(8 Wo.)
50
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. März 2001
Snoop Dogg featuring Nate Dogg, Master P & Tha Eastsidaz
Area Codes
Word of Mouf
25
(3 Wo.)
24
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Juli 2001
Ludacris featuring Nate Dogg
Can’t Deny It
Ghetto Fabolous
25
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 2001
Fabolous featuring Nate Dogg
Ballin’ Out of Control
Instructions
95
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 2001
Jermaine Dupri featuring Nate Dogg
2002 The Streets
Ghetto Heisman
48
(2 Wo.)
81
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Juli 2002
WC featuring Nate Dogg & Snoop Dogg
2003 21 Questions
Get Rich or Die Tryin’
35
(9 Wo.)
39
(7 Wo.)
14
(14 Wo.)
6
(8 Wo.)
1
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 2003
50 Cent featuring Nate Dogg
One Night Stand 83
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 2003
Simon Vegas mit Nate Dogg
Ooh Wee
Here Comes the Fuzz
95
(5 Wo.)
15
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 2003
Mark Ronson featuring Nate Dogg & Ghostface Killah
Gangsta Nation
Terrorist Threats
89
(5 Wo.)
33
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Oktober 2003
Westside Connection featuring Nate Dogg
2004 The Set Up (You Don’t Know)
Cheers
53
(9 Wo.)
33
(3 Wo.)
73
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Januar 2004
Obie Trice featuring Nate Dogg
Time’s Up!
Kiss of Death
70
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. April 2004
Jadakiss mit Nate Dogg
I Like That
It’s Already Written
18
(14 Wo.)
5
(19 Wo.)
11
(6 Wo.)
11
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. August 2004
Houston featuring Nate Dogg, Chingy & I-20
Thugs Get Lonely Too
Loyal to the Game
98
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. September 2004
2Pac featuring Nate Dogg
2006 Shake That
Curtain Call: The Hits
6
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Januar 2006
Eminem featuring Nate Dogg

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Arrest of Nate Dogg (englisch) nate-dogg.info. Abgerufen am 17. März 2011.
  2. Nate Dogg Biografie auf gfunk.de
  3. Nate Dogg Interview auf hiphop.de
  4. Laut.de: Nate Dogg: Rapper erleidet zweiten Schlaganfall. Abgerufen am 16. März 2011.
  5. Laut.de: Nate Dogg: Westcoast-Legende stirbt mit 41. Abgerufen am 16. März 2011.