Nate Silver

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nate Silver (2009)

Nathaniel Read „Nate“ Silver (* 13. Januar 1978 in East Lansing, Michigan) ist ein amerikanischer Statistiker, Sabermetrician, Wahlforscher und Schriftsteller. Silver gewann zuerst öffentliche Anerkennung für die Entwicklung von PECOTA, einem nach Bill Pecota benannten Algorithmus zur Vorhersage der Leistung und beruflichen Entwicklung von Baseballspielern.

Im Jahr 2007 begann Silver unter dem Pseudonym „Poblano“ Analysen und Prognosen zur US-Präsidentschaftswahl 2008 zu veröffentlichen. Von März 2008 bis August 2010 betrieb Silver seine eigene Website, FiveThirtyEight.com. Die Genauigkeit seiner Voraussagen der Präsidentschaftswahlen 2008 brachte Silver zusätzliche Aufmerksamkeit. Der einzige Fehler war die Prognose für Indiana. Er prognostizierte die Gewinner aller 35 Wahlen zum Senat der Vereinigten Staaten in diesem Jahr. Von August 2010 bis Juli 2013 befindet sich Silvers Blog auf den Seiten der New York Times.[1] Silvers Datenjournalismus-Blog wurde im Juli 2013 von ESPN gekauft und ging am 17. März 2014 wieder unter der Domain FiveThirtyEight.com online. Silver heuerte dafür ein 20-köpfiges Team aus Journalisten und Programmierern an, die neben Sport auch die Rubriken Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Leben abdecken.[2]

Im April 2009 wurde er vom Time Magazine als eine der 100 weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten benannt.[3] Silvers Buch „The Signal and the Noise: Why So Many Predictions Fail – but Some Don’t“ wurde im September 2012 veröffentlicht.

Zu den Präsidentschaftswahlen 2012 sagte Silver die Gewinner aller 50 Bundesstaaten und des District of Columbia korrekt voraus.[4]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Nate Silver: The Signal and the Noise: Why Most Predictions Fail – But Some Don't. Penguin, New York 2012, ISBN 978-1-59420-411-1.
    • Deutsch von Holger Wolandt und Lotta Rüegger: Die Berechnung der Zukunft. Warum die meisten Prognosen falsch sind und manche trotzdem zutreffen. Heyne Verlag, München 2013, ISBN 978-3-453-20048-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://fivethirtyeight.blogs.nytimes.com/about-fivethirtyeight/ New York Times: About FiveThirtyEight
  2. USA Today, 17. März 2014: FiveThirtyEight focuses on data-driven stories
  3. "The 2009 TIME 100" Times 2009
  4. „Das Ende des Zufalls?“ Sebastian Dörfler in FAZ vom 8. November 2012