Nathan M. Newmark

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Nathan Mortimore Newmark (* 22. September 1910 in Plainfield (New Jersey); † 25. Januar 1981 in Urbana (Illinois)) war ein US-amerikanischer Bauingenieur.

Newmark studierte Bauingenieurwesen an der Rutgers University, wo er 1930 seinen Abschluss mit Bestnoten machte. Er war Professor an der University of Illinois at Urbana-Champaign.

Nach ihm ist die Newmark-beta Methode benannt,[1] ein Verfahren um Differentialgleichung via Numerischer Integration zu lösen. Er gilt als ein Pionier beim Einsatz von Software zur Lösung von Ingenieurproblemen. Der Bau der ILLIAC (Illinois Automatic Computer) Reihe einer frühen Supercomputer Generation wurde von ihm beeinflusst. Als leitender Bauingenieur war er für die Berechnung des Torre Latinoamericana verantwortlich. Er erhielt 1979 die Goldmedaille der Institution of Structural Engineers.

Er ist insbesondere auch im Grundbau bekannt. 1965 hielt er die Rankine Lecture (Effects of earthquakes on dams and embankments) über eines seiner Hauptarbeitsgebiete, den Entwurf erdbebensicherer Bauten (wie bei Dämmen und zum Beispiel auch bei der Trans-Alaska-Pipeline). Außerdem ist er für die Newmark Influence Chart bekannt (1942)[2], ein graphisch-numerisches Verfahren zur Berechnung des Bodendrucks nach der Elastizitätstheorie unter beliebig geformten Fundamenten.

Die American Society of Civil Engineers (ASCE) verleiht zu Ehren von Newmark die Nathan M. Newmark Medal. Er war Gründungsmitglied der National Academy of Engineering (1964), Mitglied der National Academy of Sciences und der American Academy of Arts and Sciences.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mario Paz, William Leigh: Structural Dynamics: Theory and Computation, Springer Verlag, 2003, ISBN 978-1402076671, S. 187–188.
  2. Newmark Influence charts for computation of stress in elastic foundations, University of Illinois Bulletin, Band 40, Nr. 12, 1942