Nationale Partei Australiens

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National Party of Australia
Nationale Partei Australiens
Logo der NPA
Parteivorsitzender Warren Truss
Partei­vorsitzender Warren Truss
Stell­vertretender Vorsitzender Nigel Scullion
Gründung 1920
Haupt­sitz Canberra
Aus­richtung Konservatismus,
Agrarpolitik
Farbe(n) Blau
Parlamentsmandate 7 von 150 (Unterhaus, 2010)
3 von 76 (Oberhaus, 2010)
Website www.nationals.org.au

Die Nationale Partei Australiens (englisch National Party of Australia, NPA) ist eine konservative Partei in Australien. Sie tritt öffentlich auch unter dem (nicht-offiziellen) Namen Die Nationalen (englisch The Nationals) in Erscheinung.

Sie wurde 1920 als Vereinigung regionaler kleinbäuerlich-ländlicher Parteien und der Viehzüchter als Country Party gegründet. Die Viehzüchter gründeten und finanzierten die Partei und drückten sie in eine konservative Richtung.[1] 1975 änderte sie ihren Namen zunächst in National Country Party, 1982 nahm sie schließlich den heute noch offiziellen Namen an. Ihre Kampagnen führt sie seit 2003 unter der Bezeichnung The Nationals.

Ihre soziale Basis hat sie nach wie vor vor allem in der ländlichen Bevölkerung abseits der großen Metropolen. Im Gegensatz zur Liberalen Partei Australiens vertritt sie stärker sozialstaatliche Positionen, obwohl sie sich von der Australian Labor Party distanziert.

Sie beteiligt sich traditionell als Juniorpartner an von der Liberalen Partei gebildeten Regierungen. So war sie auch an der konservativen Regierung von John Howard von 1996 bis 2007 beteiligt und war von 2007 bis 2013 in der Opposition. Nach der Parlamentswahl 2013 beteiligte sie sich an der bürgerlichen Koalitionsregierung unter Tony Abbott.

Derzeitiger Parteivorsitzender ist Warren Truss.

Mitte des Jahres 2008 vereinigten sich die Ableger der Nationalen Partei und der Liberalen Partei im australischen Bundesstaat Queensland zur Liberalen Nationalpartei.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. B. D. Graham, "Graziers in Politics, 1917 To 1929," Historical Studies: Australia and New Zealand, 1959, Vol. 8 Issue 32, pp 383–391