Nationalgalerie (Athen)

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Centaure Mourant (1914) von Antoine Bourdelle
Nach der Zerstörung von Psara von Nikolaus Gysis
Tiepolo

Die Nationalgalerie (griechisch Εθνική Πινακοθήκη-Μουσείο Αλεξάνδρου Σούτζου) in Athen wurde in ihrer heutigen Form 1976 gegründet. Vorgänger war die unter Georgios Jakobides ausgebaute Sammlung der Städtischen Pinakothek aus dem frühen 19. Jahrhundert. Heute beherbergt die Sammlung etwa 9500 Kunstwerke.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits 1834 wurde durch König Otto die Gründung eine Pinakothek in Athen geplant. Fehlende Geldmittel erlaubten zwar nicht den Bau eines Gebäudes, jedoch konnte ein Offizier, der Architekt Friedrich von Zentner im Auftrag des Königs eine Sammlung anlegen. Es folgten zahlreiche Schenkungen vor allem von Athener Familien, so dass die Sammlung bis 1878 auf 117 Gemälde anwuchs. Diese wurden vorläufig im Politechneio ausgestellt. Andreas Soutsos stiftete 1896 den Betrag von 3. Mio. Drachmen zum Bau einer Pinakothek, die seither seinen Namen als Beinamen trägt. Nach dem Zweiten Weltkrieg fehlten erneut Geldmittel, so dass der Direktor Maronis Kalligas den Etat von 1949 fast ausschließlich nur zur Instandhaltung des Gebäudes einsetzen konnte. Alle Mitarbeiter wahren ehrenamtlich tätig, vom geringen Überschuss konnten gerade mal zwei Kunstwerke gekauft werden, ein Werk von Iatras und eines von Volonakis, deren Wert sich in 20. Jahren vervielfacht hatte. Von großer Bedeutung war die Schenkung damals zeitgenössischer französischer Kunst durch das französische Kulturinstitut, darunter Werke von Braque, Bonnard, Gimond, Laurens, Matisse, Marquet und Picasso.

Das Gebäude der einstigen Nationalgalerie beherbergt heute die kommunale Galerie, während die Nationalgalerie seit den späten 1960er Jahren in einen Neubau gezogen ist.

Die 1999-2000 gezeigte Ausstellung El Greco - Identity and Transformation wurde im Beisein des spanischen Königspaars eröffnet und war mit 630.000 Besuchern eine der erfolgreichsten Ausstellungen weltweit.

Die Nationalgalerie gibt drei Nachwuchskünstlern im Jahr die Möglichkeit auszustellen und finanziert auch den Katalog.

Kunstraub am 9. Januar 2012[Bearbeiten]

Am Morgen des 9. Januar 2012 werden um 5.00 Uhr Bilder von Piet Mondrian, Pablo Picasso und Guglielmo Caccia (1568–1625) gestohlen. Die Bande war wohl gut organisiert und hatte vor dem Raub mehrere Fehlalarme ausgelöst [1] [2]

Sammlungen[Bearbeiten]

Sammlung des 19. und 20. Jahrhunderts[Bearbeiten]

Schwerpunkt der Sammlung ist naturgemäß die Kunst Griechenlands des 19. und 20. Jahrhunderts. Die sog. Athener Schule um Georgios Jakobides ist mit Werken von Nikiphoros Lytras, Nikolaus Gysis, Konstantinos Volanakis und anderen vertreten. Des Weiteren sind Werke von Künstlern der Moderne wie Lucas Samaras ausgestellt.

Die internationale Sammlung ist kleiner aber mit Werken unter anderem von Eugene Delacroix, Auguste Rodin, Albert Marquet, Piet Mondrian und Pablo Picasso ebenfalls durchaus hochkarätig.

Europäische Malerei der Renaissance[Bearbeiten]

Bedingt durch die Unabhängigkeit Griechenlands erst im 19. Jahrhundert, gab es keine Sammlungen an die von zuvor hätte angeknüpft werden können. Trotzdem gelang es auch auf dem Bereich eine respektable Sammlung zusammenzustellen, sie weist einige Lücken auf, die aber mit Radierungen und Zeichnungen ausgefüllt werden. Aus jener Zeit werden Werke gezeigt ua. von Lorenzo Veneziano (1357–1379), El Greco, Jacob Jordaens, Luca Giordano und Giovanni Battista Tiepolo

Dependancen[Bearbeiten]

Mittlerweile betreibt sie fünf Dependancen: das Skulpturenmuseum Nationale Glyptothek in der Nähe der Metrostation Katehaki, in Sparta, Korfu, Nafplio und das ehemalige Atelier von Christos Kapralos auf Ägina.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Werke von Picasso und Mondrian gestohlen
  2. Werk von Picasso aus griechischer Nationalgalerie gestohlen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nationalgalerie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

37.97555555555623.749444444444Koordinaten: 37° 58′ 32″ N, 23° 44′ 58″ O