Nationalpark Arly

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Der Nationalpark Arly (6) ist Teil des WAP Komplexes.

Der Nationalpark Arly (franz. Parc National d' Arly) liegt im Südosten Burkina Fasos, südwestlich der Chaine de Gobnangou. Im Westen grenzt der Park an andere Schutzgebiete und bildet ein zusammenhängendes Gebiet u.A. mit dem Réserve partielle de Pama. Im Süden grenzt der Nationalpark an den Pendjari-Fluss, an dessen südlichem Ufer (Benin) sich der Pendjari-Nationalpark befindet. Der Park umfasst 76.000 ha Land.

An Großtieren kommen Elefanten, Löwen, Leoparden, Büffel, einige Antilopen- und Affenarten, Flusspferde, Krokodile, Nilwarane, Pythons und Warzenschweine vor.

Neben sudanischen Gras-, Baum- und Waldsavannen gibt es hier noch echte Galeriewälder, die im burkinischen Kulturland praktisch verschwunden sind. Der Arly-Nationalpark ist in 100 bis 500 m Meereshöhe gelegen. Der Jahresniederschlag beträgt 1000 mm.

Es existieren mehrere Touristenlodges.

Durch den Arly-Nationalpark läuft eine traditionelle Wanderroute der Fulbe-Hirten. Jährlich ziehen große Rinderherden auf einer festgelegten Strecke durch den Park. Die Zahlung von Pro-Kopf-Pauschalen wird von der Nationalparkverwaltung im Park selbst abgewickelt.

Seit 2009 ist der Nationalpark Arly auch ein Ramsarschutzgebiet.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Antelope Specialist Group. 1998. African Antelope Database. IUCN, 434 S. ISBN 2831704774
  • Green, A.A. 1979. Density estimate of the larger mammals of Arli National Park, Upper Volta. Mammalia 43: 71-84
  • Green, A.A. & Sayer, J.A. 1979. The birds of Pendjari and Arli National Parks. Malimbus 1: 14-28
  • Hagen, Wally und Horst: Die afrikanischen Nationalparks als Lebensräume der Elefanten. In: Vitus B. Dröscher (1990): Rettet die Elefanten Afrikas (S. 209-210)
  • Ouédraogo, O.; M. Schmidt; A. Thiombiano; K. Hahn; S. Guinko; G. Zizka. 2011. Magnoliophyta, Arly National Park, Tapoa, Burkina Faso. Check List 7(1):85-100 [1]
  • UNDP/ GEF (2005): Enhancing the effectiveness and catalyzing the sustainability of the W-Arly-Pendjari (WAP) protected area system. UNEP Project document PIMS 1617. (PDF)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ramsar Convention 2009

Weblinks[Bearbeiten]


11.5836111111111.4683333333333Koordinaten: 11° 35′ 1″ N, 1° 28′ 6″ O