Nationalpark Manovo-Gounda Saint Floris

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Der Naturpark Manovo-Gounda St. Floris ist ein Nationalpark in der Provinz Bamingui-Bangoran der Zentralafrikanischen Republik.

Lage des Manovo-Gounda Saint Floris

Seit 1988 gehört das Gebiet zum UNESCO-Weltnaturerbe, seit 1997 befindet es sich kontinuierlich auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes, da durch illegale Beweidung und schwerbewaffnete Wilderer schätzungsweise 80 % des Wildbestandes vernichtet wurden.

Der Park ist wegen seiner vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt bedeutsam. Dazu gehören Spitzmaulnashorn, Elefanten, Gepard, Leopard, Wildhunde, Gazellen und Afrikanischer Büffel. In den nördlichen Überflutungsgebieten leben zahlreiche Wasservögel.

Im Jahr 1997 wurden 4 Mitarbeiter des Parks erschossen. Aufgrund der fehlenden Sicherheit wurden danach alle Entwicklungs- und Tourismusprojekte eingestellt.

Unter Beteiligung der Europäischen Union wurde seitdem versucht, durch die Einrichtung von Jagdzonen im Umfeld des Parks die Wilderei zu begrenzen. Dies scheiterte jedoch daran, dass diese Bereiche in Richtung des Landesinneren liegen, während die Mehrzahl der Wilderer über die Grenze aus Tschad und Sudan kommen. Diese sind oft mit automatischen Waffen ausgerüstet und veranstalten regelrechte Jagdkarawanen entlang der durch den Park führenden Nationalstraße. Bei einer Bestandsaufnahme aus der Luft stellte sich 2005 heraus, dass teilweise mehr Wild in den Jagdzonen lebt als im Nationalpark selbst.

Weblinks[Bearbeiten]

921.5Koordinaten: 9° 0′ 0″ N, 21° 30′ 0″ O