Native Advertising

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Native Advertising (zu Deutsch etwa "natürliche Werbung" oder "Werbung in natürlichem Umfeld") ist eine Form der Internetwerbung, bei der versucht wird, die Aufmerksamkeit der Internetnutzer durch ein Angebot von Inhalten zu erlangen. Die Inhalte ähneln stark dem Angebot, das den Internetnutzern bereits bekannt ist und wird so platziert, dass es primär nicht als Werbung erkannt wird. Die Absicht der Werbenden ist es, die bezahlte Werbung so zu gestalten, dass diese weniger aufdringlich wirkt und doch die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich zieht.

Formen[Bearbeiten]

Eine Art des Native Advertising, das sogenannte Advertorial, versucht den regulären Artikeln so ähnlich als möglich zu sein, um den Anschein zu erwecken, es handle sich tatsächlich um einen (redaktionellen) Artikel. Native-Advertising-Artikel tendieren jedoch dazu, eher als Werbung erkannt zu werden. Advertorials, welche sich in einer rechtlichen Grauzone bewegen (Schleichwerbung), versuchen meist zu verschleiern, dass es sich um Werbung handelt.

Native Advertising umfasst Virales Marketing, darunter insbesondere Videos, Bilder und Musik, aber auch Artikel. Auch das Suchmaschinenmarketing, bei dem Werbeanzeigen gleichrangig mit den (gewohnten und erwarteten) Suchresultaten angezeigt werden und verschiedene Werbestrategien auf Twitter (bezahlte Tweets, Trends und Personen) zählen zum Native Advertising. Auch bei Facebook ist es üblich, bezahlte Inhalte in die Timeline der Nutzer einzuschleusen. Dasselbe gilt für Tumblr.

Content Marketing ist dann eine Native-Advertising-Technik, wenn (auf die Zielgruppe abgestimmte) bezahlte informative, beratende und unterhaltsame Artikel unter die redaktionellen Artikel eines Mediums gemischt werden[1] oder bezahlte Inhalte in einer sogenannten "Folgende Inhalte könnten Sie auch interessieren"-Liste gegenüber redaktionellen Artikeln besonders prominent gereiht werden.

Plattformen[Bearbeiten]

Alle Arten von Plattformen und Webseiten, die sich des Native Advertising bedienen können in zwei Kategorien unterteilt werden: "offene" und "geschlossene" Plattformen.

  • Als Werbung in "geschlossenen" Plattformen bezeichnet man es, wenn Werbeagenturen auf einer bestehenden Plattform einen Account erstellen, um von dort aus Werbung zu betreiben. Beispiele dafür sind die "gesponserten Storys", welche (ohne diese abonniert zu haben) Nutzern der Zielgruppe in ihrer Timeline angezeigt werden und die bezahlten Tweets auf Twitter.
  • Von "offenen" Plattformen spricht man, wenn derselbe Inhalt auf verschiedenen Plattformen als Native Advertising beworben wird. Im Gegensatz zu "geschlossen" Plattformen, ist die Art und Form der Werbung nicht von der Plattform abhängig.

Auf den Webseiten vieler Zeitungen sind Native-Advertising-Artikel zu finden. In der Regel werden diese mit den Worten "bezahlte Anzeige", "Anzeige" oder "Promotion" gekennzeichnet.

Beispiele[Bearbeiten]

Advertorials, die häufig in Printmedien auftreten, zeigen, wie Native Advertising funktioniert. Dies wurde von Bloggern, die sich als glaubwürdige Kenner ihres Themengebietes (kosmetische, technische und andere Produkte) etabliert hatten, aufgegriffen, um (gegen Bezahlung) spezielle Produkte gesondert zu empfehlen. Dies führte unter anderem zu Widerständen und Glaubwürdigkeitsverlusten der Blogger. Umgekehrt haben sich einzelne Blogger jedoch auch als Beobachter der Advertorialpraxis renommierter Printmedien hervorgetan, so beispielsweise Andrew Sullivan, der den "sponsored content" in US-amerikanischen Medien dokumentiert und kritisiert.[2]

Subtilere Formen des Native Advertisiung, die weniger Widerstand erfuhren, begannen 2012 und 2013 auf Facebook, wo Marken Fotos und Videos ihrer Fans und Prominenter mit ihrem Logo versehen hatten, um sie auf ihrer oder der Pinnwand der Betroffenen zu veröffentlichen. Bei Twitter werden Native Advertisings in den Fluss der abonnierten Tweets integriert.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Why Content Marketing Should Be Going Native. Abgerufen am 23. März 2014.
  2. Enhanced Advertorial Techniques. Abgerufen am 13. Juli 2014.

Siehe auch[Bearbeiten]