Nattenheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Nattenheim
Nattenheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Nattenheim hervorgehoben
50.0213888888896.5191666666667375Koordinaten: 50° 1′ N, 6° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 375 m ü. NHN
Fläche: 6,93 km²
Einwohner: 543 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54636
Vorwahl: 06569
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 086
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Webpräsenz: www.bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Peter Billen
Lage der Ortsgemeinde Nattenheim im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Bitburg Auw bei Prüm Roth bei Prüm Olzheim Neuendorf Kleinlangenfeld Schwirzheim Büdesheim Wallersheim Fleringen Weinsheim Gondenbrett Sellerich Buchet Oberlascheid Bleialf Mützenich Winterscheid Winterspelt Großlangenfeld Brandscheid Prüm Rommersheim Giesdorf Hersdorf Seiwerath Schönecken Oberlauch Niederlauch Orlenbach Winringen Dingdorf Watzerath Pittenbach Pronsfeld Habscheid Heckhuscheid Matzerath Heisdorf Nimsreuland Lasel Wawern Feuerscheid Nimshuscheid Lützkampen Großkampenberg Kesfeld Üttfeld Euscheid Strickscheid Lünebach Lierfeld Eilscheid Dackscheid Merlscheid Pintesfeld Kinzenburg Waxweiler Manderscheid Lichtenborn Arzfeld Irrhausen Reiff Sengerich Leidenborn Herzfeld Eschfeld Roscheid Harspelt Sevenig (Our) Dahnen Reipeldingen Daleiden Dasburg Preischeid Olmscheid Jucken Kickeshausen Lauperath Krautscheid Oberpierscheid Niederpierscheid Lascheid Hargarten Lambertsberg Mauel Plütscheid Burbach Balesfeld Neuheilenbach Neidenbach Usch Zendscheid Steinborn Sankt Thomas Malbergweich Malberg (Eifel) Kyllburgweiler Seinsfeld Oberkail Gransdorf Gindorf Pickließem Orsfeld Kyllburg Etteldorf Wilsecker Badem Sefferweich Seffern Schleid Heilenbach Ehlenz Oberweiler Bickendorf Nattenheim Fließem Rittersdorf (Eifel) Ließem Niederweiler Biersdorf am See Wiersdorf Wißmannsdorf Hamm (Eifel) Echtershausen Brecht Feilsdorf Hütterscheid Baustert Brimingen Hisel Mülbach Oberweis Bettingen (Eifel) Olsdorf Wettlingen Stockem Halsdorf Enzen Dudeldorf Gondorf Metterich Hüttingen an der Kyll Röhl Scharfbillig Sülm Dahlem Trimport Idenheim Idesheim Meckel Eßlingen Oberstedem Niederstedem Wolsfeld Dockendorf Ingendorf Messerich Birtlingen Altscheid Burscheid Nusbaum Biesdorf Kruchten Hommerdingen Hüttingen bei Lahr Mettendorf Niehl Burg Lahr Geichlingen Körperich Roth an der Our Gentingen Ammeldingen an der Our Berscheid Bauler Waldhof-Falkenstein Keppeshausen Rodershausen Gemünd Sevenig bei Neuerburg Affler Dauwelshausen Scheitenkorb Nasingen Muxerath Obergeckler Niedergeckler Sinspelt Niederraden Koxhausen Herbstmühle Karlshausen Zweifelscheid Leimbach Emmelbaum Ammeldingen bei Neuerburg Heilbach Uppershausen Plascheid Hütten Neuerburg Scheuern Fischbach-Oberraden Utscheid Weidingen Übereisenbach Wallendorf Bollendorf Echternacherbrück Ernzen Ferschweiler Minden Menningen Eisenach Gilzem Kaschenbach Niederweis Irrel Prümzurlay Alsdorf Holsthum Peffingen Schankweiler Spangdahlem Herforst Beilingen Philippsheim Speicher (Eifel) Preist Orenhofen Auw an der Kyll Hosten Nordrhein-Westfalen Belgien Luxemburg Trier Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild

Nattenheim ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Geographie[Bearbeiten]

Nattenheim liegt auf der zum Gutland gehörenden Bickendorfer Hochfläche. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Gersthof, Nattenheimer Mühle, Hof Lösenberg und Mühlenhof.[2]

Die größten Orte im Umfeld sind Bickendorf, Fließem und Rittersdorf. Die nächstgelegene Stadt ist die Kreisstadt Bitburg.

Geschichte[Bearbeiten]

1875 wurde westlich der Römerstraße Trier–Köln ein römischer Umgangstempel mit fragmentarischer Bauinschrift und Kalksteinstatuette gefunden. In diesem Bereich wurden auch zwei römische Meilensteine von 121 bzw. 139 n. Chr. aufgefunden.[3] Nattenheim wurde in einer Schenkungsurkunde von 759 als „Nathneim“ dem Kloster Echternach vermacht, später kam der Ort an die Abtei Prüm. Er zählte bis zur französischen Zeit zur Herrschaft Rittersdorf im Herzogtum Luxemburg. Im 16. Jahrhundert bestand in Nattenheim, nachweisbar von 1522 bis zur Verlagerung nach Bickendorf vor 1596, eine Poststation am Niederländischen Postkurs von Brüssel über Rheinhausen, Augsburg und Innsbruck nach Italien.[4][5]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Nattenheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6]

Jahr Einwohner
1815 234
1835 316
1871 362
1905 401
1939 450
Jahr Einwohner
1950 447
1961 431
1970 431
1987 412
2005 522

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Nattenheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[7]

Wappen[Bearbeiten]

Das zweigeteilte Wappen zeigt im Schildhaupt ein rotes Glevenkreuz, entlehnt dem Wappen des Klosters Echternach, und im unteren Teil das Jagdhorn, Attribut des Ortspatrones Hubertus.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die neuromanische Kirche St. Hubertus wurde 1875 errichtet, sie ist ein Kalksteinquaderbau mit Sandsteinhauwerk vermutlich am Ort des 1570 erwähnten Vorgängerbaus, aus dem vermutlich auch ein Taufstein des 18. Jahrhunderts stammt.
  • Zahlreiche Bauernhöfe und Wohnhäuser des 18. und 19. Jahrhunderts sind im Ort gut erhalten.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Nattenheim

Sonstiges[Bearbeiten]

Nattenheim ist als Hexendorf in der ganzen Westeifel bekannt; welche Grundlagen dieser Ruhm hat, ist allerdings unbekannt. Auffallend ist die Anzahl der Hexensagen aus Nattenheim.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nattenheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 63 (PDF; 2,3 MB)
  3. Dirk L. Krausse: Eisenzeitlicher Kulturwandel und Romanisierung im Mosel-Eifel-Raum. Fundstellenkatalog. Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts. Frankfurt am Main. 2006
  4. Ernst-Otto Simon: Der Postkurs von Rheinhausen bis Brüssel im Laufe der Jahrhunderte, in: Archiv für deutsche Postgeschichte 1/1990, S. 28.
  5. Archiv des Katharinenspitals Regensburg, Nachlass Warschitz, vgl. auch Adolf Korzendorfer, in: Archiv für Postgeschichte in Bayern 3/1927, S.72, sowie die Verifizierung.
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
  8. Willi Hermes (Hrsg.): Die Sage raunt in alten Mauern. Eifeler Sagen, Schnurren, Anekdoten, Geschichten und Erzählchen von Hans Theis. 1991.