Natters

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Natters
Wappen von Natters
Natters (Österreich)
Natters
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 7,33 km²
Koordinaten: 47° 14′ N, 11° 22′ O47.23388888888911.373611111111783Koordinaten: 47° 14′ 2″ N, 11° 22′ 25″ O
Höhe: 783 m ü. A.
Einwohner: 1.853 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 253 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6161
Vorwahl: 0512
Gemeindekennziffer: 7 03 32
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Innsbrucker Straße 4
6161 Natters
Website: www.natters.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Stefan Moisi (SPÖ)
Gemeinderat: (2010) 5 Wir Natterer,
3 Bürgermeisterliste,
1 SPÖ,
3 Dorfliste,
1 AAB
Lage der Gemeinde Natters im Bezirk Innsbruck Land
Absam Aldrans Ampass Axams Baumkirchen Birgitz Ellbögen Flaurling Fritzens Fulpmes Gnadenwald Götzens Gries am Brenner Gries im Sellrain Grinzens Gschnitz Hall in Tirol Hatting Inzing Kematen Innsbruck Kolsass Kolsassberg Lans Leutasch Matrei am Brenner Mieders Mils Mühlbachl Mutters Natters Navis Neustift im Stubaital Oberhofen im Inntal Obernberg am Brenner Oberperfuss Patsch Pettnau Pfaffenhofen Pfons Polling in Tirol Ranggen Reith bei Seefeld Rinn Rum St. Sigmund im Sellrain Scharnitz Schmirn Schönberg im Stubaital Seefeld Sellrain Sistrans Steinach am Brenner Telfes im Stubai Telfs Thaur Trins Tulfes Unterperfuss Vals Völs Volders Wattenberg Wattens Wildermieming Zirl TirolLage der Gemeinde Natters im Bezirk Innsbruck Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Natters von Norden, dahinter Mutters
Natters von Norden, dahinter Mutters
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Natters von Osten

Natters ist eine Gemeinde in Tirol (Österreich) mit 1853 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Der Ort gehört zum Bezirk Innsbruck Land und zum Gerichtsbezirk Innsbruck.

Verkehrsmäßig ist Natters mit Innsbruck durch die Brenner-Bundesstraße und die Stubaitalbahn verbunden. Der Philosoph Wolfgang Stegmüller stammte aus Natters.

Geografie[Bearbeiten]

Natters liegt auf einer Mittelgebirgsterrasse südwestlich von Innsbruck in einer Mulde. Eine Terrasse bildet eine natürliche Grenze zur südlich gelegenen Nachbargemeinde Mutters. Der dicht verbaute Dorfkern ist noch recht bäuerlich geprägt, während sich daran anschließend durch die Nähe zu Innsbruck bei starkem Bevölkerungswachstum neue Siedlungsgebiete gebildet haben. In Natters gibt es eine Abteilung des Landeskrankenhauses Tirol, hauptsächlich für Pulmologie.

Der nahe gelegene moorhaltige Natterer See ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Er wurde wie viele Seen in der Umgebung Ende des 15. Jahrhunderts künstlich angelegt. Im Fischereibuch Kaiser Maximilians I. wurde er als „Ödenhauser Weiher“ genannt. Später ausgetrocknet, wurde er 1930 wieder angelegt und dient heute dem Badebetrieb sowie der Fischzucht.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Funde aus der Bronze- und Eisenzeit zeigen eine frühe Besiedelung des Gebiets. Natters wurde 1151 erstmals urkundlich erwähnt. Es wurden auch römische Spuren gefunden. Im 6. Jahrhundert wanderten die Bajuwaren ein. Zwischen der Brennerstraße und der Sill stand die 1253 erstmals erwähnte Sonnenburg, die lange Zeit das Landgericht für das mittlere Inntal war und vom Stift Wilten abgelöst wurde. Im 16. Jahrhundert hatte auch Kaiser Maximilian I. eine Sommerresidenz in Natters, das heutige Gemeindeamt oder auch Ansitz Waidburg genannt. 1809 war Natters Kampfgebiet bei den Tiroler Freiheitskämpfen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Natters zum Sommerfrischeort. Einen Aufschwung erlebte die Gemeinde durch die 1904 erbaute Stubaitalbahn sowie die Olympischen Spiele von 1964 und 1976, die in der Umgebung ausgetragen wurden.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 14. März 2010 statt.[1]

Stefan Moisi wurde zum Bürgermeister und Josef Mair zum Vizebürgermeister gewählt.

Partei Prozent Stimmen Sitze im Gemeinderat Koppelung
Wir Natterer 30,65 % 370 4
Bürgermeisterliste 22,87 % 276 3
Dorfliste für ein lebenswertes Natters 20,55 % 248 3
AAB Gemeinsam für Natters 8,86 % 107 1 B
Gemeinschaftsliste Natters 17,07 % 206 2

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Blau eine strahlende goldene Sonne über einer schwarzen, im mittleren Teil turmartig erhöhten Zinnenmauer.

Das Wappen wurde der Gemeinde Natters am 20. November 1972 verliehen. Es versinnbildlicht als redendes Wappen die ehemalige Sonnenburg, die ein bekannter und oft erwähnter Gerichtssitz war. Die Sonnenburg stand auf dem ehemaligen Sonnenburgerhügel, der im Zuge des Brennerautobahnbaues abgetragen wurde (Autobahnausfahrt Innsbruck-Süd).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Natters

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Natters – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. [1] tirol Unser Land