Naturschutzgebiete in Namibia

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Übersichtskarte der staatlichen Schutzgebiet in Namibia

In Namibia wurden zahlreiche staatliche Nationalparks sowie staatliche und private Naturschutzgebiete eingerichtet, um die noch unberührte Natur des Landes zu schützen und zu erhalten. Mit dieser Maßnahme kommt man zugleich auch einem verfassungsrechtlichen Auftrag nach, denn der Naturschutz genießt in Namibia Verfassungsrang. Die Verwaltung und Organisation des staatlichen Naturschutzes übernimmt hierbei das Ministerium für Umwelt und Tourismus. 2010 standen 135.906,29 km² unter staatlichem Schutz. Dieses sind 17 % der Landesfläche Namibias.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Schutzstatus

Namibia unterscheidet rechtlich nur zwei Arten von Schutzgebiete, die Wildpark (englisch „Game Parks“) und Naturreservate („Nature Reserves“), die einen gleichberechtigten Schutzstatus haben. Es findet keine Kategorisierung nach IUCN statt. Um dennoch den besonderen Status einzelner Schutzgebiete hervorzuheben, tragen diese den namentlichen Zusatz Nationalpark („National Park“).[1] Zudem gibt es seit 2009 die Einrichtung eines Meeresschutzgebietes („Islands’ Marine Protected Area“).

[Bearbeiten] Staatliche Schutzgebiete

Quelle: State of Protected Areas in Namibia - A review of progress and challenges, MET, 2010, S. 18 ff

Name Größe (km²) Proklamation Besonderheiten Status
ǀAi-ǀAis Heiße Quellen / Hunsberge 4611 1968 (ǀAi-ǀAis)
1988 (Hunsberge)
Fischfluss-Canyon; Apollo-11-Höhle Naturreservat; grenzüberschreitender Peace Park
Bwabwata-Nationalpark 6274 1963 (Caprivi-Naturpark)
seit 2007 inklusive Mahango-Wildpark
eines der wenigen Schutzgebiete das bewohnt wird Nationalpark (Wildpark)
Dorob-Nationalpark >7800 2010
1973 (Nationale Westküste)
Nationalpark (Naturreservat); geplant als Teil des Namib-Skelettküste-Nationalpark
Daan-Viljoen-Wildpark 40 1968 eines der wenigen Schutzgebiete mit Wandermöglichkeit Wildpark
Etosha-Nationalpark 22.270 1907 eines der wichtigsten Schutzgebiete Afrikas; Etosha-Pfanne Nationalpark (Wildpark)
Gross-Barmen Heiße Quellen 1 1968 Thermalbad Naturreservat
Erholungsgebiet Hardap 252 1968 Hardap-Damm (größer Staudamm und See) Wildpark
Khaudum-Nationalpark 6274 1989 unberührtestes Schutzgebiet des Landes Nationalpark (Wildpark)
Robbenreservat Kreuzkap 60 1968 Kreuzkap; weltgrößte Population des südafrikanischen Seebär Wildpark
Mamili-Nationalpark 320 1990 großes Flutgebiet Nationalpark (Wildpark)
Mangetti-Nationalpark 420 2008 ehemaliges Wildtierzuchtgebiet Nationalpark (Wildpark)
Meob-Chamais 20.000 2009 Pinguinkolonien; zahlreiche Inseln Meeresschutzgebiet
Mudumu-Nationalpark 1010 1990 Nationalpark (Wildpark)
Namib-Naukluft-Park 49.768 1907 Sossusvlei; Sesriem; Naukluftberge Naturreservat; geplant als Teil des Namib-Skelettküste-Nationalpark
Erholungsgebiet Naute 225 1988 Naute-Damm Naturreservat
Popa-Wildpark 0,25 1989 Popafälle Wildpark
Skelettküstenpark 16.390 1971 kein öffentlicher Zugang erlaubt Naturreservat; geplant als Teil des Namib-Skelettküste-Nationalpark
Südwest Naturreservat 0,12 1970 Botanischer Garten Naturreservat
Sperrgebiet-Nationalpark 22.000 2008 gänzlich unberührt, da bis zur Proklamation Diamantensperrgebiet Nationalpark (Naturreservat); geplant als Teil des Namib-Skelettküste-Nationalpark
Erholungsgebiet von Bach 43 1972 Von-Bach-Damm Naturreservat
Waterberg-Plateau-Park 405 1972 Waterberg; seltene Tierarten, z.B. Rappenantilope Wildpark

[Bearbeiten] Geplante Schutzgebiete

Die nachstehende Schutzgebiete sind geplant, jedoch noch nicht offiziell proklamiert.

[Bearbeiten] Konzessionsgebiete

Bei sogenannten Concessions (Konzessionsgebieten) handelt es sich um Staatsland das zur Verwaltung für einen festgeschriebenen Zeitraum an private Konzessionäre übergeben wird. Ende 2009 gab es sieben solcher Konzessionsgebiete.

[Bearbeiten] Private Naturschutzgebiete

Die nachstehenden Schutzgebiete sind unter privater Leitung, wurden jedoch vom Staat anerkannt und auch z.B. durch das Black Rhino Custodian Project unterstützt.

[Bearbeiten] Kommunalschutzgebiete

Es gibt in Namibia zahlreiche sogenannte Communal Conservancies (kommunale Gebiete bzw. Farmzusammenschlüsse mit Schutzcharakter). Ende 2009 waren dieses 59 Gebiete mit einer Fläche von etwa 120.000 km²..[1]

[Bearbeiten] Nationaldenkmäler

Naturschutzgebiete und Nationaldenkmäler sind besondere Anziehungspunkte für den nationalen und internationalen Tourismus in Namibia.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Ministry of Environment and Tourism - Directorate of Parks & Wildlife Management: State of Protected Areas in Namibia – A review of progress and challenges 2010., MET, 2010. (zum Download online verfügbar)
  • NACSO: State of Conservancies 2007. NACSO, Windhoek 2008. (zum Download online verfügbar)

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c State of Protected Areas in Namibia - A review of progress and challenges, MET, 2010
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