Nebeneinandem

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ein australisches Modell von 1930

Ein Nebeneinandem (auch: Buddy Bike oder Compagnionfahrrad) ist ein muskelgetriebenes Fahrrad, auf dem mehrere Personen (meist zwei) nebeneinander fahren können. Der Name leitet sich vom „Nebeneinander-Tandem“ ab.

Das Nebeneinandem eignet sich auch gut für behinderte Radfahrer, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind und kein gewöhnliches Tandem fahren wollen oder können. Beliebt ist das Nebeneinandem bei Radlern, die sich gerne während der Fahrt unterhalten.

Varianten[Bearbeiten]

In der einfachsten Variante ist das Nebeneinandem zweispurig und besteht aus einer Konstruktion von Rohren zum Zusammenkuppeln zweier Fahrräder. Dabei werden sowohl die Fahrradrahmen als auch ihre Lenkung miteinander verbunden.

Aufwändigere Nebeneinandems basieren auf speziell konstruierten Fahrradrahmen. Ein Beispiel dafür ist das einspurige Buddy Bike, bei welchem zwei Sattelstangen und zwei Lenker (einer davon fixiert) auf einem einzigen Rahmen montiert sind. Die Kraftübertragung erfolgt über einen für jeden Fahrer erweiterten Pedalarm und nur ein mittiges Radlager. Das Funktionsprinzip ähnelt dem eines Tretboots. In den 1980er Jahren wurde ein gelb-hellblaues Buddy Bike in Serie gefertigt und vertrieben.

Im Extremfall ConferenceBike können bis zu sieben Personen nebeneinander sitzen und fahren.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Seitentandem wurde von Hubert Opperman erstmals in der Zeitschrift Modern Mechanix im August 1934 illustriert[1], auch wenn die Grundidee weit vor das 19. Jahrhundert zurückreicht. Es wurde ursprünglich von der Punnett Cycle Company vermarktet. Geschichtlich erwähnt wurde es als Werbefahrrad, welches es Herren ermöglichte, Zeit mit einer Dame zu verbringen, ohne dass die gemeinsame Aktivität eine zu starke Annäherung erlauben würde.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. modernmechanix.com: Australians Ride Side by Side on “Bicycle Built For Two” (Aug, 1934)