Neckar-Open

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Blick in die Deizisauer Gemeindehalle, einer der Spielorte des Neckar-Opens

Das Neckar-Open ist ein internationales offenes Schachturnier, das seit 1997 jedes Jahr über Ostern in Deizisau (Landkreis Esslingen) ausgetragen wird. Es gilt als das größte Schachturnier in Deutschland.[1][2]

Übersicht[Bearbeiten]

Sven Noppes (2012)
Letzte Runde des Neckar-Opens 2000: Der 14-jährige Bu Xiangzhi aus China, damals jüngster Schachgroßmeister, kämpft gegen Rafael Vaganian aus Armenien um den Turniersieg.
Arkadij Naiditsch ist 2009 der erste am Neckar-Open teilnehmende Super-Großmeister. Nach zwei vergeblichen Anläufen gewinnt er 2011 das Turnier mit einem Rekordergebnis von 8,5 Punkten aus 9 Partien.
Die Sieger von 2011 und 2003: Arkadij Naiditsch und David Baramidze.

Das Neckar-Open wird von den Schachfreunden Deizisau, einem kleineren Schachverein der Region Stuttgart, unter der Leitung ihres Vorsitzenden Sven Noppes veranstaltet. Innerhalb von fünf Tagen werden neun Runden mit klassischer Bedenkzeit nach dem Schweizer System ausgetragen. Obwohl sich dadurch für die Teilnehmer ein sehr anstrengender Turnierablauf ergibt, entwickelte sich das Neckar-Open im Laufe der Jahre zu einem der größten Schachturniere Europas.

Die bisherige Rekordmarke von 764 Teilnehmern wurde im Jahr 2012 erreicht.[3] Seit 1999 wird das Teilnehmerfeld nach den Wertungszahlen in drei einzelne Turniere (A-, B- und C-Turnier) unterteilt. In den Medien wird sowohl in der überregionalen Presse wie der Frankfurter Allgemeinen und der Süddeutschen Zeitung als auch im SWR Fernsehen über das Turnier berichtet.

Dem Veranstalter gelang es mehrfach, Spieler der erweiterten Weltspitze zur Teilnahme zu verpflichten. So gewann 2004 Rustam Kasimjanov das Neckar-Open wenige Monate, bevor er den Titel eines FIDE-Weltmeisters errang. Weitere bekannte teilnehmende Großmeister waren Lewon Aronjan (Weltpokal-Sieger 2005), Zhu Chen (Weltmeisterin 2001), Elisabeth Pähtz (Jugend-Weltmeisterin 2006), Rafael Vaganian (Kandidatenturnier-Sieger 1985), Arkadij Naiditsch (Sieger der Dortmunder Schachtage 2005) sowie Joel Benjamin und Larry Christiansen (beide Mannschaftsweltmeister mit dem Team der USA 1993).

Gewinner[Bearbeiten]

Jahr Turniersieger (seit 1999 des A-Turniers) [4] [5] [6] [3]
1997 UkraineUkraine Michail Golubew
1998 RusslandRussland Michail Iwanow
1999 NiederlandeNiederlande Erik van den Doel
2000 China VolksrepublikChina Bu Xiangzhi
2001 RusslandRussland Konstantin Landa
2002 RusslandRussland Wladimir Jepischin
2003 DeutschlandDeutschland David Baramidze
2004 UsbekistanUsbekistan Rustam Kasimjanov
2005 BelgienBelgien Michail Gurewitsch
2006 SlowenienSlowenien Duško Pavasovič
2007 China VolksrepublikChina Bu Xiangzhi
2008 DeutschlandDeutschland Falko Bindrich
2009 ArgentinienArgentinien Fernando Peralta
2010 ArgentinienArgentinien Pablo Lafuente
2011 DeutschlandDeutschland Arkadij Naiditsch
2012 FrankreichFrankreich Andrei Istrățescu
2013 UngarnUngarn Richárd Rapport
2014 TschechoslowakeiTschechoslowakei Viktor Láznička

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zeitschrift Schach, 2005, Heft 5, S. 48
  2. Schach, 2006, Heft 5, S. 59
  3. a b Schach, 2012, Heft 5
  4. Schach-Magazin 64, 1997–1999, jeweils Heft 9
  5. Schach, 2000–2010, jeweils Heft 5
  6. Schach, 2011, Heft 6