Neckar- und Tauber-Gäuplatten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Neckar- und Tauber-Gäuplatten
Fläche 9495,5 km² [1][2]
Systematik nach Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands
Großregion 1. Ordnung 07–23 →
Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens
Großregion 2. Ordnung 08–16 →
Südwestdeutsches Schichtstufenland
Großregion 3. Ordnung 12–13 →
Schwäbisch-Fränkische Gäue
Haupteinheitengruppe 12 →
Neckar- und Tauber-Gäuplatten
Naturraumcharakteristik
Landschaftyp Schichtstufenlandschaft, Muschelkalk-Stufe
Höchster Gipfel Lupfen, Zeugenberg der Schwäbischen Alb (977 m)
Geographische Lage
Koordinaten 49° 3′ 0″ N, 8° 55′ 26″ O49.058.924Koordinaten: 49° 3′ 0″ N, 8° 55′ 26″ O
Neckar- und Tauber-Gäuplatten (Westliches Schichtstufenland)
Neckar- und Tauber-Gäuplatten
Lage Neckar- und Tauber-Gäuplatten
Bundesland Baden-Württemberg, Bayern
Staat Deutschland, Schweiz

Die Neckar- und Taubergäuplatten (auch: Gäuplatten im Neckar- und Tauberland [1]) stellen die flächenmäßig größte naturräumliche Haupteinheitengruppe Baden-Württembergs dar, reicht indes in kleinen Teilen im Nordosten (Rothenburg ob der Tauber) auch bis ins bayerische Mittelfranken. Die einzelnen Haupteinheiten dieser Großlandschaft weisen dabei beträchtliche klimatische und edaphische Unterschiede auf. Gemeinsam ist diesen Haupteinheiten der Aufbau aus flachkuppigen Hügellandschaften des Muschelkalks, flachwelligen Lössgebieten und plateauartigen Landschaften, in denen die Muschelkalkschichten von Sedimenten des Gips- und Lettenkeupers überdeckt sind.

Die Neckar- und Taubergäuplatten liegen im Westen des Südwestdeutschen Schichtstufenlands. Sie sind naturräumlich eng verwandt mit den nordöstlich angrenzenden Mainfränkischen Platten (13).

Lage und Geologie[Bearbeiten]

Die Neckar- und Taubergäuplatten erstrecken sich vom Hochrhein bis zum Taubertal. Westlich werden sie vom Schwarzwald und der Oberrheinischen Tiefebene begrenzt, nördlich vom Odenwald und den Mainfränkischen Platten, östlich vom Fränkischen und Schwäbischen Keuper-Lias-Land sowie der Schwäbischen Alb.

Den Gesteinsuntergrund bilden die Schichtpakete des Muschelkalks, die größtenteils von Lettenkeuper oder von Löss bedeckt sind. Die Böden im Bereich der Gäuplatten sind zum großen Teil sehr gut.

Naturräumliche Haupteinheiten der Neckar- und Taubergäuplatten[Bearbeiten]

Folgermaßen gliedern sich die Neckar- und Tauber-Gäuplatten: [1][3]

Bezeichnung[Bearbeiten]

Die Bezeichnung „Gau“ bzw. das alemannische „Gäu“ wurde ursprünglich auf wasserreiche, waldfreie Auenlandschaften angewandt. Heute bezeichnet man mit „Gäulandschaften“ vor allem die waldarmen Landterrassen des schwäbisch-fränkischen Schichtstufenlandes und verbindet damit die Landschaften der offenen, fruchtbaren Ackergebiete.

Der Name Neckar- und Tauber-Gäuplatten ist dabei zu sehen als Sammelbezeichnung für die Gäulandschaften, die sich im Einzugsgebiet des Neckars und seiner Nebenflüsse befinden und die im Nordosten bis in das Einzugsgebiet der Tauber reichen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c E. Meynen und J. Schmithüsen: Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands Band 2 - Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen 1955
  2. Inc. des kleineren schweizerischen Anteils!
  3. Nach dem System der Gliederung Deutschlands in Naturräumliche Haupteinheitengruppen des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) von 1994 heißt die naturräumliche Haupteinheitengruppe D57 Gäuplatten, Neckar- und Tauberland, umfasst jedoch dasselbe Gebiet
  4. Josef Schmithüsen: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 161 Karlsruhe. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1952. → Online-Karte (PDF; 5,1 MB)
  5. Friedrich Huttenlocher, Hansjörg Dongus: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 170 Stuttgart. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1952, überarbeitet 1967. → Online-Karte (PDF; 4,0 MB)

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]