Neckarsteinach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Neckarsteinach
Neckarsteinach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Neckarsteinach hervorgehoben
49.4077777777788.8373611111111120Koordinaten: 49° 24′ N, 8° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Kreis: Bergstraße
Höhe: 120 m ü. NHN
Fläche: 17,22 km²
Einwohner: 3797 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 220 Einwohner je km²
Postleitzahl: 69239
Vorwahl: 06229
Kfz-Kennzeichen: HP
Gemeindeschlüssel: 06 4 31 018
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 7
69239 Neckarsteinach
Webpräsenz: www.neckarsteinach.com
Bürgermeister: Herold Pfeifer (SPD)
Lage der Stadt Neckarsteinach im Kreis Bergstraße
Groß-Rohrheim Zwingenberg (Bergstraße) Biblis Viernheim Lampertheim Bürstadt Einhausen (Hessen) Lorsch Bensheim Lautertal (Odenwald) Lindenfels Heppenheim (Bergstraße) Heppenheim (Bergstraße) Fürth (Odenwald) Grasellenbach Rimbach (Odenwald) Mörlenbach Wald-Michelbach Birkenau (Odenwald) Abtsteinach Gorxheimertal Hirschhorn (Neckar) Neckarsteinach Michelbuch (gemeindefreies Gebiet) Rheinland-Pfalz Baden-Württemberg Kreis Groß-Gerau Landkreis Darmstadt-Dieburg OdenwaldkreisKarte
Über dieses Bild
Ansicht von Neckarsteinach mit Mittelburg (links) und Vorderburg (Mitte)
Neckarsteinach von der Hinterburg gesehen

Die Vierburgenstadt Neckarsteinach liegt am Neckar im südlichsten Teil Hessens, im Kreis Bergstraße, 15 km östlich von Heidelberg.

Name und Wappen[Bearbeiten]

Die Stadt hat ihren Namen davon, dass hier der Odenwaldbach Steinach in den Neckar mündet. Das Stadtwappen geht auf den Minnesänger Bligger von Steinach zurück, der bereits eine Harfe als Wappen führte.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Verkehrstechnisch wie kulturell ist Neckarsteinach durch seine Lage im Neckartal enger an den kurpfälzischen Raum um Heidelberg als ans übrige Hessen angebunden. Es zählt außerdem wie die umgebenden Landkreise zu den Gemeinden des Rhein-Neckar-Dreiecks. Es liegt überwiegend auf dem Nordufer des Neckars entlang der B 37 und der Neckartalbahn und ist die südlichste Stadt Hessens und des Kreises Bergstraße, 15 km östlich von Heidelberg. Entlang der abzweigenden ehemaligen Bahnlinie nach Schönau wurde ein weiterer Siedlungskern nach Nordwesten, sozusagen hinter dem Burgberg, gebaut. Im östlichen Ortsteil liegt ein kleineres aus dem Schiffbau (Werft) entstandene Industriegebiet südlich der B 37 auf dem Neckarschwemmland.

Der Ortskern von Neckarsteinach liegt südöstlich unterhalb der Vorderburg, mit der der Ort als Burgweiler ab dem 14. Jahrhundert von einer gemeinsamen Mauer umgeben war. Der Ort wurde im Norden und Osten von der Steinach, im Süden vom Neckar und im Westen vom Burgberg begrenzt. Die Landschaft bei Neckarsteinach wird insbesondere von dem auf der gegenüberliegenden Neckarseite liegenden Kegel der Bergfeste Dilsberg (zu Neckargemünd, Baden-Württemberg) geprägt, um den der Neckar eine großzügige Schleife bildet.

Neckarsteinachs Ortsteile Darsberg und Grein sind alte Siedlungen hangaufwärts nördlich im Odenwald; der Ortsteil Neckarhausen liegt 3 km flussaufwärts im Neckartal. (Neckarhausen sollte nicht mit dem ebenfalls am Neckar gelegenen gleichnamigen Ortsteil von Edingen-Neckarhausen westlich von Heidelberg (gegenüber von Ladenburg) verwechselt werden.)

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Neckarsteinach grenzt im Norden an die hessische Stadt Hirschhorn (Kreis Bergstraße) und das ebenfalls hessische, gemeindefreie Gebiet Michelbuch, im Osten an die Stadt Hirschhorn und die Gemeinde Schönbrunn, im Süden an die Stadt Neckargemünd, sowie im Westen an die Stadt Schönau (alle drei Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg).

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Bevölkerung: (Stand: 30. Juni 2010)

Neckarsteinach: 3.035
Darsberg: 549
Grein: 145
Neckarhausen: 238
Gesamt: 3.967

Geschichte[Bearbeiten]

Die früheste menschliche Besiedlung von Neckarsteinach fand vermutlich bereits in vorgeschichtlicher Zeit statt, denn das wasser- und waldreiche Gebiet war ideal für Jäger und Fischer, die sich in der vor kalten Nord- und Ostwinden geschützten Ortslage angesiedelt haben mögen. Im 7. Jahrhundert gehörte die Gegend um Neckarsteinach zum Lobdengau und kam mit diesem an das Hochstift Worms, als dessen Lehnsmann Bligger von Steinach 1142 erstmals erwähnt wird. Worms bzw. Bligger und seine Söhne und Enkel errichteten die vier Neckarsteinacher Burgen, mit deren Geschichte die Ortsgeschichte eng verknüpft ist.

Im 14. Jahrhundert wurde der Ort durch die Landschad von Steinach mit wehrhaften Mauern umgeben, wobei durch die gemeinsame Ummauerung von Vorderburg und Stadt eine geschlossene Feste entstand. Die Stadt gehörte jeweils zur Hälfte den Besitzern der Vorderburg und der Hinterburg. 1377 wird Neckarsteinach erstmals als Stadt erwähnt und wird gleichzeitig zum Offenhaus des Pfalzgrafen Ruprecht, der sich dadurch im Falle einer Fehde gegen jeden außer gegen den Bischof von Worms als Lehnsherren der Stadt bedienen konnte. 1381 wurde das erste Rathaus errichtet, in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erhielt Neckarsteinach eine Stadtordnung, die in den Folgejahren verändert und ergänzt wurde. Die älteste erhaltene Stadtordnung datiert von 1537.

Da Hans III. Landschad von Steinach sich bereits 1522 zur lutherischen Lehre bekannte, wurde die Reformation in Neckarsteinach schon früh vollzogen: 1526 wurde der lutherische Prediger Jakob Otter an den Ort berufen.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Katholische Liga unter Tilly nahm nach der Eroberung Ladenburgs im Herbst 1621 auch Neckarsteinach ein, von wo aus im April 1622 die gegenüberliegende Bergfeste Dilsberg belagert wurde. Nachdem sich die katholischen Truppen kurzzeitig nach Sinsheim zurückzogen, kehrten sie jedoch nach der Schlacht bei Wimpfen zurück und quartierten sich in der Stadt ein, wo es zum Ausbruch der Pest kam. 1631 wurden die bayerischen Besatzungstruppen durch schwedische Truppen vertrieben, bevor 1634 kaiserliche Truppen in der Stadt lagen. Zu dieser Zeit gab es auch eine erneute Pestwelle.

Nachdem die Landschad von Steinach 1653 ausgestorben waren, wurden von den Bistümern Worms und Speyer zunächst Lehnsverwalter eingesetzt, von denen der speyerische auf der Hinterburg wohnte. 1657 wurden die bischöflichen Lehen an Wolf Heinrich Metternich von Burscheid, einen Verwandten des Mainzer Erzbischofs, vergeben, der auch die Allodialgüter aus dem Erbe der Landschad erwarb. Metternich war altgläubig und förderte die Ansiedlung weiterer Katholiken. Die Neckarsteinacher Kirche wurde dadurch von 1662 bis 1908 als Simultankirche für bis zu drei Konfessionen genutzt. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg durchzogen französische, sächsische, kurbrandenburgische und bayrische Truppen das Neckartal, die einzuquartieren waren und denen es Kontributionen zu zahlen galt.

Nach 1685 ließen sich viele „Welsche“, reformierte und wegen ihres Glaubens aus Frankreich vertriebene Hugenotten, in Neckarsteinach nieder. Diese waren Tuchmacher und Gerber, wodurch die Stadt nach den Verlusten der vorangegangenen Kriege wieder einen gewissen wirtschaftlichen Aufschwung erfuhr.

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war Neckarsteinach Quartier und Lazarettstatt für die im Spanischen Erbfolgekrieg (1701–1724), Polnischen Erbfolgekrieg (1733–1738) und Österreichischen Erbfolgekrieg (1740–1748) beteiligten Truppen.

1699 war der Besitz über Neckarsteinach als Kunkellehen an Caspar Hugo von Metternich zu Müllenark übergegangen. Dessen Erben verpfändeten 1738 den Besitz an Neckarsteinach an die freiherrlich von Hundheimschen Erben, die 1744 ebenfalls als Ortsherrschaft eingesetzt wurden, da die Metternich ihren Pfand nicht mehr einlösen konnten. Beide Ortsherrschaften setzten jeweils einen eigenen Schultheiß ein und sowohl zwischen den Ortsherren als auch unter der Bürgerschaft kam es zu erbitterten Auseinandersetzungen um die Zugehörigkeitsverhältnisse. Erst Hugo Franz Wolfgang Metternich gelang es um 1750, den Ort wieder zu befrieden und die Herrschaft auf sich zu vereinen, doch starb er bereits 1754, wonach die Kurpfalz und das Bistum Worms Besitzansprüche auf Neckarsteinach stellten und diese handgreiflich durchzusetzen versuchten. Der Ort kam zunächst zur Kurpfalz, doch bereits 1763 fiel der Ort durch kaiserliches Mandat an die Hochstifte Worms und Speyer und letztlich 1803 im Zuge der Mediatisierung an das Land Hessen.

1842/43 wurde die Staatsstraße von Eberbach nach Heidelberg erbaut, wofür die Stadtmauer durchbrochen werden musste. 1878 wurde auf dem Neckar die Ketten-Schleppschifffahrt aufgenommen, 1879 wurde Neckarsteinach auch durch die Neckartalbahn erschlossen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurden am 1. Oktober 1971 die bis dahin selbstständigen Gemeinden Darsberg, Grein und Neckarhausen nach Neckarsteinach eingemeindet.[2]

Für das Gebiet der eingegliederten Gemeinden wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher errichtet.[3]

Religionen[Bearbeiten]

Neckarsteinach ist seit der Reformation überwiegend evangelisch geprägt, aufgrund der Rekatholisierungsbestrebungen nach Ende des Dreißigjährigen Krieges gibt es aber auch eine traditionsreiche katholische Gemeinde.

Die Jüdische Gemeinde Neckarsteinach ist seit 1429 belegt und profitierte vor allem von der handelsgünstigen Lage am Neckar und durch die bis zu fünf Jahrmärkte in der Stadt. Ihr Begräbnis hatten die Neckarsteinacher Juden auf dem jüdischen Friedhof in Hirschhorn. 1806 wurde an der Hirschgasse eine erste Synagoge errichtet, 1842 am Stadtgarten eine Mikwe. Die 1886 erneuerte Synagoge entging während der Novemberpogrome 1938 der Brandstiftung. Die jüdische Gemeinde erlosch mit dem Wegzug der letzten Juden im Zuge der nationalsozialistischen Judenverfolgung im Jahr 1939.

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2011
 %
40
30
20
10
0
35,1 %
23,0 %
22,5 %
19,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 20
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-7,7 %p
-8,4 %p
-3,3 %p
+19,4 %p
Rathaus von Neckarsteinach

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[4]

Parteien und
Wählergemeinschaften
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD 35,1 7 42,8 8 46,4 11
FWG 23,0 4 31,4 6 22,4 5
CDU 22,5 4 25,8 5 31,2 7
GRÜNE 19,4 4
gesamt 100,0 19 100,0 19 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 56,2 55,4 57,9

Im Magistrat sind zwei Mitglieder der SPD und jeweils ein Mitglied von FWG, CDU und Grünen vertreten.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Herold Pfeifer ist seit 2012 Bürgermeister von Neckarsteinach. Er wurde mit 51,9 Prozent gewählt.

  • 1992–1994 Dieter Mörlein[5]
  • 1994–2000 Volker Klump (FWG)[6]
  • 2000–2012 Eberhard Petri (SPD, trat aber als unabhängiger Kandidat an)
  • seit 2012 Herold Pfeifer (SPD)

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Mit Pargny-sur-Saulx in Frankreich und Grein an der Donau/Österreich werden Partnerschaften gepflegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Vier Burgen[Bearbeiten]

Vorder-, Mittel- und Hinterburg auf einer Federzeichnung des Jahres 1668

Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Neckarsteinach sind die vier Burgen, die westlich vom Siedlungskern auf einem Bergsporn bzw. am Hang des Neckarufers liegen: Vorderburg, Mittelburg, Hinterburg und Schadeck (auch: Schwalbennest). Die Burgen wurden zwischen 1100 und 1230 von den Landschad von Steinach teils als Wormser bzw. Speyrer Lehen, teils als Allodialbesitz erbaut und befanden sich im späten Mittelalter teilweise im Besitz verschiedener anderer Herren des niederen Adels. Im 16. Jahrhundert gelangten sie wieder alle in den Besitz der Landschad, nach deren Aussterben 1653 in den Besitz einer Linie derer von Metternich, nach deren Aussterben 1753 in die Hand der Bistümer Worms und Speyer und im Zuge der Mediatisierung 1803 an das Land Hessen, das die Vorderburg an privat verkaufte und die Mittelburg sowie die Ruine der Hinterburg an die Erben der Allodialbesitzer, die Freiherren von Dorth abtrat. Die von Dorth erwarben später auch die Vorderburg, gaben jedoch die Ruine der Hinterburg an das Land zurück. Die Mittelburg, im 16. Jhd. zum Renaissanceschloss umgebaut und im 19. Jhd. gotisiert, wird heute von der Familie von Warsberg-Dorth bewohnt, die Vorderburg ist Sitz der Warsbergschen Forstverwaltung. Die Ruinen Hinterburg und Schadeck sind frei zugänglich und können besichtigt werden. Insbesondere von der Schadeck bietet sich ein sehenswerter Blick auf die Neckarschleife und die gegenüberliegende Bergfeste Dilsberg.

Weitere Bauwerke[Bearbeiten]

Evangelische Kirche

Die Evangelische Kirche Neckarsteinach geht auf die ursprüngliche Kirche des Ortes zurück und wurde 1483 im Stil der Spätgotik durch Blicker XIV. Landschad von Steinach neu erbaut. Die Kirche wurde zunächst im frühen 16. Jahrhundert reformiert, dann aber von 1662 bis 1908 als Simultankirche für bis zu drei Konfessionen genutzt. Zu den bedeutenden Kunstschätzen der Kirche zählen zahlreiche Epitaphe der Landschad von Steinach sowie Repliken der Glasfenster von 1483.

Katholische Herz-Jesu-Kirche

Die katholische Herz-Jesu-Kirche wurde in neobarockem Stil 1906–1908 durch Prof. Friedrich Pützer errichtet. Der Hauptaltar von 1750 zeigt in der Mitte den Hl. Stephan und stammt ursprünglich aus der kath. Kirche St. Stephan in Mainz-Gonsenheim. Die Seitenaltäre waren ursprünglich in der bis zum Bau der katholischen Kirche als Simultankirche genutzten heutigen evangelischen Kirche und stammen von 1711.

Altes Amtshaus

Das Rathaus wurde 1861/62 anstelle des abgebrannten älteren Rathauses aus dem 16. Jhd. errichtet. Das erste Rathaus aus dem 14. Jhd. hatte vermutlich an anderer Stelle gestanden.

Neckarsteinach ist reich an historischem Baubestand. Neben Resten der alten Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert sind die mittelalterliche Bliggergasse zu nennen, außerdem das Fachwerkhaus Ambtmann und die alte Synagoge in der Hirschgasse sowie der Schönauer Hof, ein historisches Fachwerk-Ensemble in der Kirchenstraße. Von den zahlreichen Überflutungen der tieferliegenden Teile des Ortes zeugt ein historischer Hochwasserpegel in der Hirschgasse. Der höchste Wasserstand wurde 1824 erreicht, die jüngste, hier verzeichnete Überflutung ereignete sich 1993.

Im Ortsteil Darsberg befindet sich die historische Sebastianskapelle

Darüber hinaus befindet sich noch die im Neckar liegende Staustufe Neckarsteinach zum Großteil auf der Gemarkung der Stadt.

Park[Bearbeiten]

Skulpturen im Nibelungenpark

Der Nibelungen-Park wurde 1998 mit Sandstein-Skulpturen des Bildhauers Paul August Wagner vom Skulpturenpark Seckach neu gestaltet.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Am ersten Märzwochenende findet im „Bürgerhaus zum Schwanen“ die „Kleine Buchmesse im Neckartal“ statt.
  • Im Ortsteil Darsberg wird am Fastnachtsdienstag ein Hexenumzug veranstaltet. Zu einem Hexentanz und Guggenmusik wird auf den Wiesen am Ortseingang ein Feuerrad abgerollt.
  • Zwei Wochen vor Ostern findet der traditionelle Sommertagszug statt.
  • Zwei Wochen nach Pfingsten (1. Sonntag nach Trinitatis) ist Kerwe (Kirchweih) mit Backfischfest
  • Am letzten Samstag im Juli wird der „Tag des Gastes“ gefeiert, mit Vierburgenbeleuchtung
  • Am 1. Adventswochenende findet in der unteren Altstadt der Weihnachtsmarkt statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Neckarsteinach und der Ortsteil Neckarhausen liegen an der 1879 eröffneten Neckartalbahn Heidelberg–MosbachBad Friedrichshall, die seit 2003 mit den Linien 1 und 2 halbstündlich über den Bahnhof Neckarsteinach sowie den Haltepunkt Neckarsteinach bei Neckarhausen von der S-Bahn RheinNeckar bedient wird. Zwischen 1928 und 1981 gab es entlang der Steinach eine Nebenbahn nach Schönau, der Personenverkehr auf ihr wurde bereits 1969 eingestellt.

Die heute dominierende Verkehrsader ist die Bundesstraße 37.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Der Gütertransport auf dem Neckar hat am Ort eine lange Tradition. Es gibt immer noch Partikuliers-Familien (Schiffseigner). Des Weiteren ist ein Werk der Odenwald-Chemie GmbH hier beheimatet.

Der Tourismus wird durch Kurs- und Ausflugsfahrten auf dem Neckar zwischen Heidelberg und Eberbach (z. T. bis Heilbronn) gefördert. Viele Gaststätten und Übernachtungsbetriebe leben davon.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

  • Freiherr-vom-Stein-Schule, mit Grund-, Haupt- und Realschule.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]


Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Möller u. Karl Krauß: Neckarsteinach, seine Herren, die Stadt und die Burgen, Mainz 1928
  • Christoph Bühler: Burgen der Kurpfalz. Bergstraße und Neckartal. Heidelberger Verlagsanstalt, Heidelberg 1990. S. 107 ff. ISBN 3-89426-012-2
  • Jochen Goetze (Text) und Werner Richner (Fotografie): Burgen im Neckartal. Braus, Heidelberg 1989. S. 58 ff. ISBN 3-925835-52-0
  • Elisabeth Hinz: Neckarsteinach gestern und heute. Heidelberg: Heidelberger Verlagsanstalt, 1989. ISBN 3-89426-031-9
  • Nadine Sauer: Familien in Neckarsteinach, 1603–1900. Band I: Die evangelischen Kirchenbücher. Neckarsteinach, 1999.
  • Nadine Sauer: Familien in Neckarsteinach, 1656–1900. Band II: Die katholischen Kirchenbücher. Neckarsteinach, 2008.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 215
  3. Stadtteile von Neckarsteinach mit Ortsbeiräten
  4. Hessisches Statistisches LandesamtEndgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Bürgermeister ist nicht gleich Bürgermeister. Rhein-Neckar-Zeitung 9. März 2012
  6. Herold Pfeifer will Bürgermeister werden. Echo Online 6. Januar 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neckarsteinach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Neckarsteinach – Reiseführer