Neco Çelik

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Neco Çelik (* 1972 in Berlin) ist ein deutscher Erzieher, Film- und -theaterregisseur türkischer Abstammung.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Çelik ist der Sohn von türkischen Immigranten, die als Gastarbeiter nach Deutschland kamen. Als Jugendlicher war er zeitweise Mitglied der Jugendgang 36 Boys und wuchs in Berlin-Kreuzberg auf.

Im Rahmen seiner Ausbildung zum Erzieher arbeitete Neco 1993 im Kreuzberger Jugendzentrum Naunyn Ritze und organisierte ebendort Filmprojekte.[1][2]

Çelik ist mit Nermin Ucar verheiratet, sie haben fünf Kinder.

[Bearbeiten] Leistungen

Neco Çelik drehte die fiktive Dokumentation 36 m² Stoff (1997) oder die Spielfilme Alltag [3] (2002), Urban Guerillas [4] (2003) sowie Kurzfilme und gründete 2001 die Filmproduktionsfirma 36 Pictures. 2006 drehte Çelik den TV-Dokumentarfilm Kreuzberger Nächte - Junge Türken in Berlin, der in der Reihe 37 Grad im ZDF ausgestrahlt wurde. Celil wurde angeblich von der US-amerikanischen Vanity Fair als „Spike Lee Deutschlands“ bezeichnet.[5] Mit der dramatischen Filmkomödie Kısık ateşte 15 dakika inszenierte 2006 Çelik seinen ersten türkischsprachigen Film. Er gilt als ein Vertreter des Autorenfilms.

Çeliks inszenierte 2006 die Schwarzen Jungfrauen von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel für das Theater mit Nathan Messias; 2007 folgte mit Romeo und Julia eine Inszenierung am Hebbel-Theater.[6] An den Münchner Kammerspielen inszenierte er 2008 Xavier Durringers Ausgegrenzt. 2012 inszeniert er Dimitri Schostakowitschs Musikalische Komödie "Moskau-Tscherjomuschki" an der Staatsoper Unter den Linden.[7]

[Bearbeiten] Auszeichnungen

  • 2004: Publikumspreis des Filmfestivals Türkei/Deutschland in Nürnberg (für Urban Guerillas)
  • 2011: Deutscher Theaterpreis Der Faust, Kategorie "Regie Musiktheater"

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bilderbuch Deutschland: Berlin-Kreuzberg. Dokumentation, 45 Min., Produktion: rbb, Sendedatum: 3. Juni 2007
  2. www.naunynritze.de/team.html
  3. „Gefährlich leben hinterm Heinrichplatz“, Tagesspiegel, 10. März 2003
  4. „Urban Guerillas“, Berlinale 2004
  5. [...]
  6. „Shakespeare knallhart“, Tagesspiegel, 10. März 2005
  7. Staatsoper im Schillertheater, Moskau-Tscherjomuschki

[Bearbeiten] Weblinks

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