Neelam Sanjiva Reddy

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Neelam Sanjiva Reddy

Neelam Sanjiva Reddy (* 18. Mai 1913 im Dorf Illuri, Distrikt Anantapur; † 1. Juni 1996 in Bangalore, Karnataka) war ein indischer Politiker. Er war von 1977 bis 1982 Staatspräsident.

Der ehemalige Freiheitskämpfer war 1947 Mitglied der verfassunggebenden Versammlung, die Indiens Unabhängigkeit vorbereitete. Er wurde Präsident des Indischen Nationalkongresses. Von 1956 bis 1959 sowie von 1962 bis 1964 war er Chief Minister von Andhra Pradesh, 1964/65 Unionsminister für Stahl und Bergbau, 1966/67 Unionsminister für Verkehr und Tourismus. Von 1967 bis 1969 fungierte er als Sprecher des Unterhauses, der Lok Sabha. Im Juli 1977 wurde er zum indischen Staatspräsidenten gewählt.

Sein Präsidentenamt übte Reddy unter schwierigen Rahmenbedingungen aus: Ministerpräsidentin Indira Gandhi hatte nach Korruptionsvorwürfen die Wahlen von 1977 verloren. Bis dahin regierte sie mit Notstandgesetzen. Das Land war unruhig, es gab wirtschaftliche Probleme und sogar Lebensmittelknappheit. Gandhis Nachfolger Morarji Desai übernahm als Vorsitzender eines Zusammenschlusses von Oppositionsparteien, des so genannten Janata-Blocks, das Amt des Ministerpräsidenten. Bei Gandhis überaus erfolgreicher Rückkehr an die Macht im Jahr 1980 drohten die Sikhs im Punjab von der Union abzufallen. Daher favorisierte Gandhi aus politischem Kalkül bald Giani Zail Singh, der im Juli 1982 Reddys Nachfolger und der erste Sikh im indischen Staatspräsidentenamt wurde.

Weblinks[Bearbeiten]