Neferetkau

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Neferetkau in Hieroglyphen
nfr D21
X1
D28
D28 D28

Neferetkau
(Neferet kau)
Nfr.t k3.w
Vollkommen durch Ka-Kräfte

Neferetkau war eine Prinzessin der altägyptischen 4. Dynastie und eine Tochter von Pharao Snofru. Sie hatte einen Sohn namens Nefermaat, der das Amt des Wesirs bekleidete. Über einen Ehemann der Neferetkau ist nichts bekannt. Inschriften im Grab ihres Sohnes und ihres Enkels Snofruchaef haben Kurt Sethe[1],[2] dazu veranlasst, als Vater des Nefermaat Neferetkaus eigenen Vater Snofru anzusehen. George Andrew Reisner[3] konnte durch neue Funde diese Theorie allerdings entkräften.

Grab[Bearbeiten]

Neferetkau gehört höchstwahrscheinlich die Mastaba G 7050 auf dem Ostfriedhof der Cheops-Pyramide. Sie trägt keinerlei Inschriften, jedoch legt die direkte bauliche Verbindung dieser Mastaba mit denen ihres Sohnes (G 7060) und ihres Enkels (G 7070) nahe, dass sie für Neferetkau bestimmt war. Das Grab wurde während der saitischen oder ptolemäischen Zeit für Neubestattungen genutzt und weist heute starke Zerstörungen auf.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • Aidan Dodson, Dyan Hilton: The Complete Royal Families of Ancient Egypt. The American University in Cairo Press, London 2004, S. 52-61, ISBN 977-424-878-3
  • Berta Porter, Rosalind L. B. Moss: Topographical Bibliography of Ancient Egyptian Hieroglyphic Texts, Reliefs and Paintings. III. Memphis. 2. Auflage. Oxford University Press, Oxford 1974, S. 182-183 (PDF 30,5 MB)
  • George Andrew Reisner: A History of the Giza Necropolis. Volume I. Harvard University Press, Harvard 1942, S. 28, 60, 73, 308, 381, Fig. 10 (PDF; 249,8 MB)
  • George Andrew Reisner: Nefertkauw, the eldest daughter of Sneferuw. In: Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde (ZÄS), Bd. 64, Leipzig 1929
  • Kurt Sethe: Das Fehlen des Begriffes der Blutschande bei den Alten Ägyptern. In: Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde (ZÄS), Bd. 50, Leipzig 1912
  • Kurt Sethe: Zum Inzest des Sneferu. In: Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde (ZÄS), Bd. 54, Leipzig 1918

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sethe, ZÄS 50
  2. Sethe, ZÄS 54
  3. Reisner, ZÄS 64
  4. Reisner, ZÄS 64, S. 98