Negros Occidental

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Provinz Negros Occidental
Offizielles Siegel der Provinz Negros Occidental
Basisdaten
Region: Western Visayas
Hauptstadt: Bacolod City
Einwohnerzahl: 2.907.859
Zensus 1. Mai 2010
Bevölkerungsdichte: 373 Einwohner je km²
Fläche: 7.802,50 km²
Offizielle Webpräsenz: negros-occ.gov.ph
Gliederung  
 – Hoch urbanisierte Städte 1
 – Provinzstädte 13
 – Gemeinden 19
 – Barangays
 – Wahldistrikte 5
Lage der Provinz in den Philippinen
Karte
Mambukal Wasserfälle am Mount Kanlaon bei Murcia
Der Mount Kanlaon

Negros Occidental (deutsch: West-Negros) ist eine Provinz der Philippinen in der Region Western Visayas. Hauptstadt der Provinz ist Bacolod City. Die Einwohnerzahl beträgt 2.907.859 (Zensus 1. Mai 2010) und die Fläche 7.802,5 km². Sie umfasst insgesamt 13 partiziell urbane Städte und 17 größere Stadtgemeinden. 80 % Prozent allen Landes ist kultiviert.

Geografie[Bearbeiten]

Die Provinz Negros Occidental umfasst den Norden und Westen der Insel Negros. Die Provinz ist ca. 375 km lang, von südwest nach nordost verlaufend. Sie wird begrenzt durch die Visayas-See im Norden, Golf von Panay und der Guimaras-Straße im Westen, der Tanon-Straße und der Provinz Negros Oriental im Osten und der Sulu See im Südwesten. Der Küste sind einige kleinere Inseln vorgelagert, wie die Insel Sipaway vor der Ostküste oder Danjugan Island vor der Westküste.

Den Norden und Westen der Provinz bilden große ausgedehnte flachwellige Ebenen, die größten Teils Landwirtschaftlich genutzt werden. Der vulkanischer Gebirgszug des Marappa-Gebirges liegt im nördlichen Zentrum der Provinz, in ihm liegen die Vulkane Silay und Mandalagan. Südlich des Gebirgszuges erhebt sich der 2.465 Meter hohe Vulkan Kanlaon und der höchste Berg in den Visayas ist. Im Osten und Südwesten wird die Topografie der Provinz bestimmt durch eine Reihe flacher Gebirgszüge und hügliger Plateaus, die im Südwesten bis an die Küstenlinie heranreichen. Im Südwesten der Provinz liegt das Wassereinzugsgebiet des Ilog Rivers, der ein 50 km² großes Delta an seiner Mündung ausbildet.

Klima[Bearbeiten]

Die Provinz liegt in der tropischen Klimazone und fällt unter den Klimatyp eins mit einer ausgeprägten Tocken- und Regenseason. Die Trockenzeit beginnt im Dezember und endet im Mai und die Regenzeit beginnt im Juni und endet im November. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt ca. 26 °C, die wärmsten Monate sind April und Mai. Die kältesten Monate sind Dezember, Januar und Februar.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Provinz Negros Occidental entstand bereits 1734 als Negros ein eigenständiger Militärdistrikt wurde der spanischen Kolonialverwaltung mit Hauptsitz in Ilog (?). Im Jahre 1795 wurde der Hauptsitz der Provinz nach Himamaylan verlegt, um im Jahre 1849 endgültig nach Bacolod verlegt zu werden. Durch die Abspaltung der Provinz Negros Oriental am 1. Januar 1890 erhielt die Provinz ihre heutigen Grenzen.

Die spanische Kolonialherrschaft wurde während der Philippinischen Revolution am 5. November 1898 durch die Negritischen Revolutionären Truppen, geführt von General Aniceto Lacson und Juan Araneta, und die mit ihnen verbündete Nationale Bewegung Katipunan beendet. Die daraufhin neugegründetete Cantonal Government of the Republic of Negros wurde jedoch schon im Mai 1898 durch die Invasion der USA gestürzt und eine provisorische Militärverwaltung eingerichtet. Erst am 20. April 1901 wurde von der Kolonialverwaltung eine zivile Provinzverwaltung wieder eingesetzt.

In der Zeit der japanischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurde der militärische Widerstand von Gov. Alfredo Montelibano organisiert. Nach der Befreiung von Negros in der Schlacht um die Visayas 1945 wurden die teils großen Schäden auf der Insel nach und nach beseitigt.

Die sozio-ökonomische Entwicklung der Provinz hängt entscheidend von dem Anbau und Verarbeitung des Zuckerrohrs ab. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden immer größere Gebiete der Provinz für den Anbau des Zuckerrohrs urbar gemacht. In den 1950er und 1960er Jahren produzierte die Provinz ca. 60 % der gesamten Zuckerproduktion der Philippinen, was der Provinz den Beinamen der Zuckerprovinz einbrachte und die Provinz hochgradig abhängig von dem Anbau von Zuckerrohr und seinen Endprodukten machte. Diese Entwicklung führte in den achtziger Jahren zu einer sozio-ökonomischen Krise in der Provinz. 1983 führte eine langanhaltende Dürreperiode zu erheblichen Enteausfällen und 1984 wurden durch die Typhoons Nitang and Undang große Teile der Ernte vernichtet. Hinzu kam, dass die Weltmarktpreise für Zucker einbrachen, was wiederum zum Rückgang des Sozialproduktes und sozialer Verelendung der Bevölkerung führte. Dieser Prozess gipfelte 1986 in einem Volksbegehren zur Abspaltung der Provinz Negros Nord, das jedoch im selben Jahr vom Verfassungsgericht der Philippinen für nichtig erklärt wurde. Seit 1987 wird bei der Landwirtschaft in der Provinz ein größeres Augenmerk auf eine immer breitere Diversifizierung beim Anbau landwirtschaftlich genutzter Pflanzen gelegt. Außerdem soll der Tourismussektor entwickelt und auch andere Industrien angesiedelt werden, um die Abhängigkeit vom Zuckerrohr immer weiter zu vermindern.

Städte[Bearbeiten]

Gemeinden[Bearbeiten]

Reisfelder in Hinoba-an

Nationalparks und Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]