Neidhartshausen

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Neidhartshausen führt kein Wappen
Neidhartshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neidhartshausen hervorgehoben
50.67861111111110.125555555556375Koordinaten: 50° 41′ N, 10° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Wartburgkreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Dermbach
Höhe: 375 m ü. NHN
Fläche: 7,59 km²
Einwohner: 337 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36452
Vorwahl: 036964
Kfz-Kennzeichen: WAK, SLZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 63 059
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 7
36452 Neidhartshausen
Webpräsenz: www.neidhartshausen.de
Bürgermeister: Gerhard Staudt
Lage der Gemeinde Neidhartshausen im Wartburgkreis
Kaltennordheim Bad Liebenstein Bad Salzungen Barchfeld-Immelborn Berka/Werra Berka vor dem Hainich Bischofroda Brunnhartshausen Buttlar Creuzburg Dankmarshausen Dermbach Diedorf Dippach Krayenberggemeinde Ebenshausen Empfertshausen Ettenhausen an der Suhl Kaltennordheim Frankenroda Frauensee Geisa Gerstengrund Gerstungen Großensee Hallungen Hörselberg-Hainich Ifta Barchfeld-Immelborn Kaltennordheim Kaltennordheim Kaltennordheim Krauthausen Lauterbach Leimbach Marksuhl Vacha Krayenberggemeinde Mihla Moorgrund Nazza Neidhartshausen Oechsen Ruhla Schleid Bad Liebenstein Seebach Stadtlengsfeld Bad Liebenstein Tiefenort Treffurt Unterbreizbach Urnshausen Vacha Vacha Weilar Wiesenthal Vacha Wolfsburg-Unkeroda Wutha-Farnroda Zella ThüringenKarte
Über dieses Bild

Neidhartshausen ist eine thüringische Gemeinde im Wartburgkreis, rund 70 km südwestlich von Erfurt an der Landesgrenze zu Hessen gelegen. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Dermbach.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der thüringischen Vorderrhön zwischen Dermbach und Kaltennordheim. Die Bundesstraße 285 tangiert den Ort und ist Teil der Deutschen Alleenstraße. Durch den Ort fließt die Felda.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 956.

Früher war der Ort Sitz der Grafen von Nithardeshusen. Diese errichteten in dem Rhöndorf eine Holzburg, von der keine Überreste erhalten sind. Die Adelsfamilie wurde 1268 letztmalig erwähnt. Danach gehörte der Ort zum Amt Fischberg. Ab dem 15. Jahrhundert wird eine erste Kirche vermutet, an deren Stelle 1722 eine neue errichtet wurde.

Neidhartshausen war 1681 von Hexenverfolgung betroffen. Eine Frau wurde in einem Hexenprozess hingerichtet.[2]

1631 wurden 59 Wohnhäuser gezählt. 1868 fielen einem Dorfbrand 4 Wohnhäuser sowie 14 Scheunen, Stallungen und Nebengebäude zum Opfer. 1904 wurde das Dorf an das Wasserleitungsnetz angeschlossen, 1907 an das elektrische Stromnetz. Bei einem weiteren Feuer 1911 gingen 10 Scheunen und weitere Gebäude in Flammen auf. Beim Abbruch der Brandruinen entdeckte Maurermeister Meß einen bedeutenden Münzschatz. Er bestand aus 123 großen und 753 kleinen Silbermünzen, die überwiegend im 17. Jahrhundert geprägt worden waren.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Neidhartshausen setzt sich aus sechs Gemeinderatsmitgliedern zusammen.

  • Einzelbewerber: 6 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[4]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Zum ehrenamtlichen Bürgermeister wurde Klaus Schulz am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[5] Er nahm die Wahl allerdings nicht an. Am 22. August 2010 wurde bei einer Nachwahl Gerhard Staudt zum neuen ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Neidhardtshausen
(2009)

Die Dorfkirche im Zentrum des Ortes stammt aus dem Jahre 1722. Dort ist über der Eingangstür das Wappen des zum Zeitpunkt der Erbauung der Kirche amtierenden Fuldaer Fürstabtes Konstantin von Buttlar angebracht. Die 1856 von Georg Markert aus Ostheim eingebaute Orgel stellt eine Rarität dar. Um die Kirche herum gruppiert sich eine Reihe von bis zu 400 Jahre alten Fachwerkhäusern.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Adalbert Schröter: Land an der Straße. Die Geschichte der katholischen Pfarreien in der thüringischen Rhön. St.Benno Verlag, Leipzig 1989, ISBN 3-7462-0430-5, S. 77–80.
  •  Bruno Kühn: Die Geschichte des Amtsbezirks Dermbach. In: Zeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte und Alterthumskunde. 1, 1854, ISSN 200434-3, S. 249–296.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Neidhardtshausen, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 234f. und 236f.
  3.  Thüringer Vereinigung für Heimatpflege (Hrsg.): Jahrbuch 1912. Selbstverlag, Erfurt 1913, Nachrichten, S. 65.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 25. Mai 2014. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 27. Mai 2014.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatErgebnis Bürgermeisterwahl vom 22.08.2010. Gemeindeamt Neidhartshausen, abgerufen am 29. August 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neidhartshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien