Neil Shicoff

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Neil Shicoff (* 2. Juni 1949 in Brooklyn, New York City) ist ein amerikanischer Opernsänger (Tenor).

Er studierte bei seinem Vater Sidney Shicoff und an der Juilliard School of Music. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte Shicoff bereits mit acht Jahren bei einer Hochzeit in der Synagoge, wo sein Vater erster Chasan war, und sein professionelles Debüt hatte er 1975 mit Verdis Ernani. Seine steile Karriere brachte ihn rasch an alle großen Bühnen der Welt. Schwerpunkte bilden inzwischen die Metropolitan Opera, die Wiener Staatsoper und das Opernhaus Zürich.

Sein Repertoire kommt hauptsächlich aus dem italienischen und französischen Fach und ist vergleichsweise schmal. Shicoff wählt seine Rollen mit Bedacht.

Shicoff verkörpert vorwiegend Antihelden, existentiell und nicht selten auch psychisch Gefährdete, die aus dem Gleichgewicht gekommen sind und vergeblich darum ringen, wieder ins Lot zu kommen. Seine darstellerische Energie stattet oft Figuren mit neuen Facetten aus, darunter auch Don José (Carmen) oder Cavaradossi (Tosca).

Seine größten Erfolge bildeten Massenets Werther (den er seit dem Scheitern seiner ersten Ehe nicht mehr singt), Offenbachs Hoffmann, Halévys Eléazar in La juive sowie das Mittelfach bei Verdi.

Im Frühjahr 2007 galt er (nicht zuletzt aufgrund seiner persönlichen Freundschaft zu Bundeskanzler Alfred Gusenbauer) als Favorit für den Posten des Direktors der Wiener Staatsoper, ihm wurde dann aber doch Dominique Meyer vorgezogen.

Im Februar 2014 debütierte Shicoff an der Volksoper Wien in der Partie des Kalaf in Puccinis Turandot.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ehrenzeichen für Kammersänger Neil Shicoff Rathauskorrespondenz vom 19. Juni 2006 (Abgerufen am 14. Juni 2010)